Niederlage nach Verlängerung in Hagen
(16.10.) ALBA BERLIN hat sein Auswärtsspiel bei Phoenix Hagen am Sonntag mit 91:98 nach Verlängerung verloren. Im Schlussviertel schon mit 14 Punkten und Front, gaben die Albatrosse den möglichen Sieg noch aus der Hand.
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Im dritten Auswärtsspiel in acht Tagen hatte das Team von Gordon Herbert die ganze Zeit Probleme mit zu vielen Ballverlusten (18) und Offensivrebounds des Gegners (16), erkämpfte sich aber trotzdem zu Beginn des vierten Viertels einen 14-Punkte-Vorsprung. Nach einem technischen Foul gegen Bryce Taylor kippte die Partie aber plötzlich wieder und binnen weniger Minuten war das Polster dahin. Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit war die Partie schon fast verloren. Kyle Weaver rettet sein Team zwar noch in die Verlängerung, doch dort hatte ALBA gegen die immer selbstbewusster werdenden Hagener endgültig das Nachsehen.
Mit 22 Punkten und 6 Punkten (aber auch 5 Ballverlusten) war Kyle Weaver ALBAs Topscorer. Nach ihm scorten Wood (14 + 9 Assists und 4 Rebounds trotz ausgekugeltem Finger), Francis (13 + 9 Rebounds) und Allen (13 + 5 Rebounds) ebenfalls zweistellig. Bester Hagner war T.J. Carter mit 33 Punkten und 7 Rebounds.
Spielverlauf: ALBA startete gut in Hagen und drückte dem Spiel mit harten Zügen zum Korb gleich seinen Stempel auf. Die Gastgeber fanden sich gegen die Berliner Defense nicht zurecht, so dass Wood und Weaver ihr Team nach vier Minuten schon 15:8 in Führung gebracht hatten. Die Albatrosse attackierten weiter das Brett und führten zwei Minuten später immer noch 22:15. Probleme hatte das Team von Gordon Herbert mit den Offensivrebounds der Gäste, die viel zu oft eine zweite Wurfchance bekamen. Die „Feuervögel“ kämpften sich nun über den quirligen Brooks, der entweder selbst erfolgreich abschloss oder seine Teamkollegen in Szene setzte, wieder in die Partie. ALBA verlor den Faden und die Hagenern gelang es nun, ihr berüchtigtes Tempospiel mit vielen schnellen Abschlüssen aufzuziehen. Bis zur Viertelpause verkürzten sie auf 23:24.
Im zweiten Viertel ging es rauf und runter, bis es in der 13. Minute schließlich passiert war: Scharfschütze Jonusas lief heiß und sorgte mit zwei Dreiern in Folgen für die erste Hagener Führung (31:28). Die Berliner taten sich schwer, kamen aber über Defense wieder zurück. Nachdem die Hausherren schon mit fünf Zählern vorn waren, konterten die Albatrosse mit einem 7:0-Run, der die Partie wieder öffnete. Aber zu viele vergebenen Wurfchancen bei ALBA führten dazu, dass es die Hagener waren, die mit einem knappen 45:43-Vorsprung in die Kabine gehen konnten. Dashauh Wood kugelte sich in diesem Viertel den linken kleinen Finger aus, biss aber auf die Zähne und konnte nach kurzer Behandlung weiterspielen.
Die Hauptstädter kamen engagiert aus der Kabine und machten es den Gastgeber jetzt wieder viel schwerer, zu punkten. Doch mit vielen kleinen Fehlern brachten sie die Albatrosse vorne um den Lohn ihrer Defensivarbeit. Zur Mitte des dritten Abschnitts schien aber auch im Angriff endlich der Schalter umgelegt worden zu sein. Derrick Allen, der gegen die klein aufgestellten Hausherren viel auf der Centerposition spielen musste, wachte auf und war an mehreren Fastbreaks beteiligt, die ALBA wieder in Führung brachten. Den Hagenern gelang nicht mehr viel, so dass Coach Freyer ob eines 14:2-Laufs der Albatrosse in weniger als zwei Minuten zwei Auszeiten nahm. Die Härte auf dem Feld stieg jetzt, es wurde um jeden Ball gekämpft. Über Torin Francis, der unter dem Korb nicht zu halten war, setzten sich die Berliner bis zum Viertelende trotzdem auf 63:54 ab. Hagen hatte im dritten Spielabschnitt nur neun Punkte erzielt.
ALBA machte im vierten Viertel gut weiter und ging nach einem Korbleger von Bryce Taylor schon 70:57 in Führung. Doch noch in der gleichen Situation kippte das Spiel wieder. Taylor musste im Gegenzug einen Fastbreak, der entstand weil die Albatrosse nicht schnell genug umschalteten, durch ein Foul stoppen. Er machte seinem Unmut darüber Luft und erhielt gleich noch ein technisches obendrauf. Das war gleichzeitig auch sein fünftes, so dass die Partie für ihn beendet war. Hagen erhielt vier Freiwürfe, traf zwar nur zwei, nutzte den Ballbesitz aber mit eine Dreier von Jonusas zum 62:70. Die Hagener hatten jetzt wieder Blut geleckt, trafen nun einen Dreipunktewurf nach dem anderen und brachten ALBA immer mehr in Bedrängnis. Dreieinhalb Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit war es geschehen: Crowe hatte von der Dreierlinie zum 75:75 ausgeglichen. Die letzten Minuten wurden zum Nervenkrimi. Ständig ging es hin und her. In der Schlussminute führte Hagen schon 81:79, aber Kyle Weaver rettete sein Team mit einem Jumper in beinahe letzter Sekunde in die Verlängerung.
In der Overtime legte Hagen direkt vor, ging schnell mit vier bis fünf Punkten in Führung. ALBA gelang es nicht, die Feuervögel zu stoppen, die immer noch zu Offensivrebounds und anschließenden Punkten kamen. Heiko Schaffartzik ließ mit zwei Dreiern noch mal Hoffnung aufkommen, doch es reichte nicht mehr. In der letzten Minute der Verlängerung waren die Hausherren schon zu weit davon. Als Simonovic und Schaffartzik ihre letzten Dreierversuche daneben setzten, war die Partie gelaufen.
Ingo Freyer (Hagen):
Das war eine sehr, sehr starke Leistung von uns. Nicht, weil wir gegen ALBA BERLIN gespielt haben, sondern weil wir über 45 Minuten konzentriert waren. Wir hatten mehr Würfe als Berlin und haben den Rebound gewonnen. Außerdem hatten wir sehr wenige Ballverluste. Das war eine starke Teamleistung, da kann man keinen einzelnen Spieler hervorheben. Auch Dominik Spohr und Max Rockmann haben uns sehr geholfen. Die Center haben prima gearbeitet, Eddie Seward hatte am Ende wichtige Offensivrebounds. Was soll ich noch sagen: Wir haben gewonnen.
Gordon Herbert (ALBA):
Glückwunsch an Hagen. Sie haben sehr engagiert und motiviert gespielt. Die Atmosphäre in der Halle war großartig. Im dritten Viertel haben die Hagener einige sehr wichtige Dreier getroffen und sind so zurück gekommen. Das alles ist sehr enttäuschend für uns, aber das soll die Leistung der Hagener nicht schmälern.
Im dritten Auswärtsspiel in acht Tagen hatte das Team von Gordon Herbert die ganze Zeit Probleme mit zu vielen Ballverlusten (18) und Offensivrebounds des Gegners (16), erkämpfte sich aber trotzdem zu Beginn des vierten Viertels einen 14-Punkte-Vorsprung. Nach einem technischen Foul gegen Bryce Taylor kippte die Partie aber plötzlich wieder und binnen weniger Minuten war das Polster dahin. Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit war die Partie schon fast verloren. Kyle Weaver rettet sein Team zwar noch in die Verlängerung, doch dort hatte ALBA gegen die immer selbstbewusster werdenden Hagener endgültig das Nachsehen.
Mit 22 Punkten und 6 Punkten (aber auch 5 Ballverlusten) war Kyle Weaver ALBAs Topscorer. Nach ihm scorten Wood (14 + 9 Assists und 4 Rebounds trotz ausgekugeltem Finger), Francis (13 + 9 Rebounds) und Allen (13 + 5 Rebounds) ebenfalls zweistellig. Bester Hagner war T.J. Carter mit 33 Punkten und 7 Rebounds.
Spielverlauf: ALBA startete gut in Hagen und drückte dem Spiel mit harten Zügen zum Korb gleich seinen Stempel auf. Die Gastgeber fanden sich gegen die Berliner Defense nicht zurecht, so dass Wood und Weaver ihr Team nach vier Minuten schon 15:8 in Führung gebracht hatten. Die Albatrosse attackierten weiter das Brett und führten zwei Minuten später immer noch 22:15. Probleme hatte das Team von Gordon Herbert mit den Offensivrebounds der Gäste, die viel zu oft eine zweite Wurfchance bekamen. Die „Feuervögel“ kämpften sich nun über den quirligen Brooks, der entweder selbst erfolgreich abschloss oder seine Teamkollegen in Szene setzte, wieder in die Partie. ALBA verlor den Faden und die Hagenern gelang es nun, ihr berüchtigtes Tempospiel mit vielen schnellen Abschlüssen aufzuziehen. Bis zur Viertelpause verkürzten sie auf 23:24.
Im zweiten Viertel ging es rauf und runter, bis es in der 13. Minute schließlich passiert war: Scharfschütze Jonusas lief heiß und sorgte mit zwei Dreiern in Folgen für die erste Hagener Führung (31:28). Die Berliner taten sich schwer, kamen aber über Defense wieder zurück. Nachdem die Hausherren schon mit fünf Zählern vorn waren, konterten die Albatrosse mit einem 7:0-Run, der die Partie wieder öffnete. Aber zu viele vergebenen Wurfchancen bei ALBA führten dazu, dass es die Hagener waren, die mit einem knappen 45:43-Vorsprung in die Kabine gehen konnten. Dashauh Wood kugelte sich in diesem Viertel den linken kleinen Finger aus, biss aber auf die Zähne und konnte nach kurzer Behandlung weiterspielen.
Die Hauptstädter kamen engagiert aus der Kabine und machten es den Gastgeber jetzt wieder viel schwerer, zu punkten. Doch mit vielen kleinen Fehlern brachten sie die Albatrosse vorne um den Lohn ihrer Defensivarbeit. Zur Mitte des dritten Abschnitts schien aber auch im Angriff endlich der Schalter umgelegt worden zu sein. Derrick Allen, der gegen die klein aufgestellten Hausherren viel auf der Centerposition spielen musste, wachte auf und war an mehreren Fastbreaks beteiligt, die ALBA wieder in Führung brachten. Den Hagenern gelang nicht mehr viel, so dass Coach Freyer ob eines 14:2-Laufs der Albatrosse in weniger als zwei Minuten zwei Auszeiten nahm. Die Härte auf dem Feld stieg jetzt, es wurde um jeden Ball gekämpft. Über Torin Francis, der unter dem Korb nicht zu halten war, setzten sich die Berliner bis zum Viertelende trotzdem auf 63:54 ab. Hagen hatte im dritten Spielabschnitt nur neun Punkte erzielt.
ALBA machte im vierten Viertel gut weiter und ging nach einem Korbleger von Bryce Taylor schon 70:57 in Führung. Doch noch in der gleichen Situation kippte das Spiel wieder. Taylor musste im Gegenzug einen Fastbreak, der entstand weil die Albatrosse nicht schnell genug umschalteten, durch ein Foul stoppen. Er machte seinem Unmut darüber Luft und erhielt gleich noch ein technisches obendrauf. Das war gleichzeitig auch sein fünftes, so dass die Partie für ihn beendet war. Hagen erhielt vier Freiwürfe, traf zwar nur zwei, nutzte den Ballbesitz aber mit eine Dreier von Jonusas zum 62:70. Die Hagener hatten jetzt wieder Blut geleckt, trafen nun einen Dreipunktewurf nach dem anderen und brachten ALBA immer mehr in Bedrängnis. Dreieinhalb Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit war es geschehen: Crowe hatte von der Dreierlinie zum 75:75 ausgeglichen. Die letzten Minuten wurden zum Nervenkrimi. Ständig ging es hin und her. In der Schlussminute führte Hagen schon 81:79, aber Kyle Weaver rettete sein Team mit einem Jumper in beinahe letzter Sekunde in die Verlängerung.
In der Overtime legte Hagen direkt vor, ging schnell mit vier bis fünf Punkten in Führung. ALBA gelang es nicht, die Feuervögel zu stoppen, die immer noch zu Offensivrebounds und anschließenden Punkten kamen. Heiko Schaffartzik ließ mit zwei Dreiern noch mal Hoffnung aufkommen, doch es reichte nicht mehr. In der letzten Minute der Verlängerung waren die Hausherren schon zu weit davon. Als Simonovic und Schaffartzik ihre letzten Dreierversuche daneben setzten, war die Partie gelaufen.
Stimmen zum Spiel
Ingo Freyer (Hagen):
Das war eine sehr, sehr starke Leistung von uns. Nicht, weil wir gegen ALBA BERLIN gespielt haben, sondern weil wir über 45 Minuten konzentriert waren. Wir hatten mehr Würfe als Berlin und haben den Rebound gewonnen. Außerdem hatten wir sehr wenige Ballverluste. Das war eine starke Teamleistung, da kann man keinen einzelnen Spieler hervorheben. Auch Dominik Spohr und Max Rockmann haben uns sehr geholfen. Die Center haben prima gearbeitet, Eddie Seward hatte am Ende wichtige Offensivrebounds. Was soll ich noch sagen: Wir haben gewonnen.
Gordon Herbert (ALBA):
Glückwunsch an Hagen. Sie haben sehr engagiert und motiviert gespielt. Die Atmosphäre in der Halle war großartig. Im dritten Viertel haben die Hagener einige sehr wichtige Dreier getroffen und sind so zurück gekommen. Das alles ist sehr enttäuschend für uns, aber das soll die Leistung der Hagener nicht schmälern.

