15 Jahre Korac Cup
Der damals 26 Jahre alte Henrik Rödl
Am Montag, den 15. März 2010 jährte sich wieder einmal der Tag, an dem ALBA 1995 mit dem Korac Cup seinen ersten Titel und gleichzeitig die neben acht deutschen Meister- und sechs Pokaltiteln bis heute einzige europäische Trophäe gewann.
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Wie ALBA damals für das Finale gegen Stefanel Mailand in die Deutschlandhalle umzog, wo dann am 15. März 10.000 Fans unsere Europapokalhelden nach dem Sieg über die Italiener ausgelassen feierten, ist schon oft beschrieben worden. Aber ein solches Endspiel bildet ja stets nur die Krönung einer langen Saison, in die ein Team auch vorher schon soviel für den am Ende erhofften Erfolg investiert hat. Vorher musste ALBA nicht nur im ersten Finalspiel in Mailand ein Unentschieden erkämpfen und davor im Viertel- sowie Halbfinale favorisierte Gegner aus dem Weg räumen, sondern das Team von Trainer Svetislav Pesic musste überhaupt erst einmal Vor- und Hauptrunde heil überstehen, was auch vor 15 Jahren schon leichter gesagt als getan war.
Nach fünf Hauptrundenspieltagen hatte in der Gruppe B des Korac Cups EB Pau-Orthez (Frankreich) sein Ticket für das Viertelfinale bereits mit 4:1 Siegen sicher. Um den zweiten Platz in der Gruppe buhlten drei mit 2:3 Siegen punktgleiche Teams: Verona (Italien), Estudiantes Madrid und ALBA. Da die Albatrosse am vierten Spieltag mit einer Niederlage in Verona den direkten Vergleich gegen die Italiener verspielt hatten, mussten sie am letzten Spieltag nicht nur in eigener Halle (das war damals noch die Sporthalle Charlottenburg) Estudiantes besiegen, sondern auch auf eine gleichzeitige Niederlage Veronas bei Pau hoffen. Das, was ALBA in seiner eigenen Hand hatte, wurde mit einem 107:80 über das damals übrigens von „Pepu“ Hernandez (aktuell seit kurzem Trainer von Joventut Badalona) gecoachte Estudiantes erfüllt, aber was machte Verona in Frankreich?
Sasa Obradovic mit der Trophäe
ALBA, damals mit Sasa Obradovic, Teoman Alibegovic, Henrik Rödl, Stephan Baeck, Gunther Behnke, Ingo Freyer, Sebastian Machowski, Ademola Okulaja, Teoman Öztürk und Oliver Braun, stand erstmals in einem europäischen Viertelfinale! Dass das erst der Anfang einer Riesensensation war, wagte damals kaum jemand zu hoffen – außer Trainer Svetislav Pesic, der erklärte: „Wir dürfen nicht immer nur auf die EM 2003 zurückblicken. Der deutsche Basketball braucht neue Erfolge!“ Wir nehmen uns diese Worte unseres früheren Coaches jetzt auch zu Herzen, beenden den kleinen Rückblick auf ALBAs ersten großen Erfolg 1995 und blicken wieder nach vorne: ALBA hat gerade mit einem Sieg über das Team von „Pepu“ Hernandez (Joventut Badalona) das Viertelfinale im Eurocup erreicht, ist dank der Schützenhilfe aus Frankreich (Le Mans schlug Aris Saloniki) sogar Gruppensieger geworden und steht im Viertelfinale des Eurocups. Geschichte wiederholt sich nicht? Vielleicht beweist das aktuelle ALBA-Team ja das Gegenteil!
Highlights aus der Fernseh-Übertragung
Der Saisonverlauf im Korac Cup
| Viertelfinale | Halbfinale | Finale | Halbfinale | Viertelfinale |
| CB Caceres | Panion. Athen | |||
| 82:93 118:96 | Caceres | Mailand | 59:73 73:82 | |
| Illy Triest | ALBA | Stef. Mailand | ||
| 70:93 | 87:87 | 82:76 | ||
| 72:74 | 85:79 | 90:85 | ||
| Fort. Bologna | Mailand | Pau-Orthez | ||
| 73:77 80:80 | ALBA | Pau-Orthez | 65:72 88:73 | |
| ALBA BERLIN | Ülker Istanbul |



