ALBA unterliegt Bamberg mit Minusrekord aus der Distanz
(6.3.) Für die Albatrosse war der Korb am Samstag wie vernagelt. Mit einem Saisonminusrekord an der Dreierlinie (2/20) verloren sie mit 64:79 gegen die Brose Baskets Bamberg. Kampf und Einsatz stimmten, aber die Gäste nutzten die Berliner Wurfschwäche schonungslos aus.
Blagota Sekulic mit 11 Punkte und 3 Rebounds
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Radio Eins-Spielbericht
In einer hitzigen und von ettlichen Fouls gezeichnneten Partie kämpften die Albatrosse bis zum Schluss gegen die Niederlage an, doch an diesem Tag war einfach nichts zu holen. Dafür war der Gegner zu stark und die eigenen Schwächen beim Wurf zu groß. Vor allem Julius Jenkins, der obwohl er Topscorer wurde (15) bei sieben Versuchen von der Dreierlinie nicht einmal traf, klebte das Pech an den Händen. Das letzte Mal, das ALBA ähnlich schlecht von außen getroffen hat, war beim Hinrundenspiel in Bonn, wo man 2 von 19 Dreiern getroffen und 53:65 verloren hatte. Das Fehlen von Jurica Golemac tat dieses Mal besonders weh, da sich beide weiteren Spieler auf seiner Position, Dragan Dojcin und Philip Zwiener, schon zur Halbzeit je drei Fouls eingehandelt hatten. Das nutzte vor allem Bambergs Bester, Power Forward Predrag Suput mit 16 Punkten und 7 Rebounds immer wieder clever aus.
Spielverlauf: In der mit 11.749 Zuschauern gut gefüllten o2 World herrschte von Beginn an eine ganz besondere Atmosphäre. Die Bamberger begannen unterstützt von zahlreichen Fans mit knallharter Defense, an der die Albatrosse zu knabbern hatten. Mit einem Dreier von Gavel führten die Gäste 2:5, doch ALBA kam über Julius Jenkins ins Spiel. Von Beginn an wurde um jeden Ball gefightet - was Bamberg besser für sich zu nutzen wusste. Mit sechs Punkten von Center Brown zogen sie auf 15:8 davon. Die Albatrosse fingen sich, ließen aber zu viele Punkte an der Freiwurflinie aus. Kurz vor der ersten Pause vergab Cemal Nalga den Tip-Dunk zum Ausgleich, worauf Karsten Tadda noch zum 13:17-Viertelendstand einlegte.
ALBA wollte aus der Distanz nichts gelingen, aber stattdessen attackierten sie das Bamberger Brett. Dort glichen McElroy und Byars zum 17:17 aus. Die Schiedsrichter pfiffen nun sehr konsequent alle Fouls ab, so dass beide Teams schnell die Teamgrenze überschritten und in Probleme gerieten. Pleiß und Brown bei Bamberg sowie Dojcin und Zwiener kassierten alle im Laufe des Viertels ihre dritte Verwarnung. Die Berliner gewannen etwas die Oberhand, vergaben aber immer noch zu viele Freiwürfe. Trotzdem sorgte Wright mit einem Treffer von der Linie für die ersten ALBA-Führung des Spiels von 22:21. Die Partie wogte nun hin und her, keiner konnte sich absetzen. Die Emotionen kochten immer weiter hoch, bis sich Chris Fleming ein technisches Foul abholte. Man sah beide Teams zum Ende der Angriffe fast nur noch an der Freiwurflinie, wo die Brose Baskets es deutlich besser machten und alle Versuch der Halbzeit trafen (Bamberg 10/10, ALBA 15/24). Byars brachte sein Farben mit dem ersten ALBA-Distanztreffer des Viertels kurz vor der Halbzeit auf drei Zähler heran, aber den Schlusspunkt setzte der bis dato unglücklich agierende Ex-Albatros Casey Jacobsen zum 35:40 aus Berliner Sicht.
Julius Jenkins erwischte trotz 15 Punkten einen schwarzen Tag
Mit einem tollen Steal vom hochmotivierten Hamann und anschließendem Dunk von Sekulic beginn der Schlussabschnitt vielversprechend. ALBA kämpfte mit 100% darum, die Partie zu biegen. Doch es blieb dabei, der Korb war für die Albatrosse einfach vernagelt. Im Gegensatz zu den Gästen, für die Roberts zwei schmerzhafte Dreier in Folge durchs Netz schickte. Nalga und Jenkins verkürzten nochmals, doch die Bamberger wurden nun immer sicherer. Weitere freie Dreier und auch Korbleger der Berliner sprangen aus dem Korb heraus, die Gästen hingegen verwandelten sicher, so dass es in der Schlussphase gar nicht mehr knapp wurde. ALBA verlor mit 64:79 und hat nun drei Tage Zeit, die Niederlage abzuhaken und sich voll und ganz auf das Do-or-die-Spiel am Dienstag in Badalona zu konzentrieren.
Stimmen zum Spiel
Luka Pavicevic (ALBA)
Zunächst Glückwunsch an Bamberg. Sie haben stark und konstant gespielt. Was bei uns passierte ist, fällt mir schwer zu begreifen. Wir haben eigentlich genau die Energie aufgebracht, die nötig ist für solch ein Spiel. Es schien jedoch als ob uns das Spiel umso mehr aus den Händen geronnen ist, je mehr wir investiert haben. Es ist ein komisches Gefühl - das habe ich noch nicht erlebt. Wir hätten noch zwei Tage lang so weiter spielen können und es wäre immer so weiter gegangen. Trotzdem müssen wir die Niederlage nun sofort vergessen und uns auf Badalona vorbereiten.
Chris Fleming (Bamberg)
Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Wir haben diese Saison schon Spiele auswärts nicht auf dem nötigen Level gespielt, aber heute haben wir sehr gut verteidigt. Als wir in der zweiten Halbzeit aufgehört haben, mit den Schiedsrichtern zu diskutieren, lief es besser. Ich wünsche ALBA viel Glück in Europa, ein Erfolg wäre wichtig für den deutschen Basketball. Es ist sehr schwierig international so konstante Leistungen zu bringen, wie sie es getan haben.
erstellt am 06.03.2010




