Sensationelles Comback in Badalona / ALBA im Viertelfinale
(9.3.) Mit einem nervenaufreibenden 68:62-Sieg in Badalona ist ALBA BERLIN als erstes deutsches Team in der Geschichte des Eurocups ins Viertelfinale eingezogen. Die Albatrosse treffen nun am 24. und 31. auf Hapoel Jerusalem.
Wie schon beim Sieg in Badalona in der letzten Saison war Immanuel McElroy Topscorer
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Aufgrund einer parallelen Niederlage von Aris in Le Mans ist ALBA sogar noch Erster der Eurocup-Gruppe I geworden. Dadurch genießen die Albatrosse im nun folgenden Viertelfinale gegen Haopel Jerusalem Heimvorteil. Sprich: das Hinspiel wird am 24.3. in Jerusalem ausgetragen, das Rückspiel am Mittwoch, den 31.3. in der o2 World. Die Ergebnisse aus beiden Spiel werden addiert. Der Sieger zieht ins TOP4-Turnier am 17./18. April in Vitoria ein. ALBA ist nun das erste deutsche Team, das es in der achtjährigen Geschichte des Wettbewerbs ins Viertelfinale geschafft hat.
Es war der erwartete Kampf auf Biegen und Brechen in Badalona – ein echtes Do-or-Die-Spiel. Blagota Sekulic verlor einen Zahn, Julius Jenkins humpelte vom Feld und Immanuel McElroy konnte vor Krämpfen kaum noch Laufen. Aber es war vollbracht, so dass alle Schmerzen und Blessuren erst Mal verflogen waren: Mit einem dramatischen Finish hatten die Albatrosse das Schlussviertel 33:20 gewonnen und so das Eurocup-Aus abgewendet und Badalona aus dem Wettbewerb befördert. Drei Viertel lang hatten die Berliner vor allem offensiv große Probleme gezeigt, offen Würfe nicht getroffen und teils mit über zehn Punkten zurück gelegen. Doch Derrick Byars gab seinem Team mit seinen wichtigen Dreiern eine Initialzündung, die noch mal Energie freisetzte und die Wende einleitete. Immanuel McElroy, der Joventuts Go-to-Guy Clay Tucker (7 Punkte) am Ende komplett abmeldete, Adam Chubb und Rashad Wright drückten dem Schlussviertel ihren Stempel auf. Die Katalanen machten es mit schnellen Dreiern am Schluss zwar noch mal spannend, doch die Albatrosse zeigten keine Nerven und verwandelten in der letzten Minute sämtliche Freiwürfe (20/22 im gesamten Spiel). Bester Berliner Werfer war Immanuel McElroy (14 Punkte, 6 Rebounds, 2 Assists), gefolgt von Derrick Byars (11, 3/ 4 Dreiern) und Adam Chubb (10, 4 Rebounds). Topscorer bei Badalona war Uros Tripkovic mit 17 Zählern.
Tolles Comeback: Adam Chubb nach seiner Verletzung wieder mit einer starken Leistung
Nachdem Badalonas Koffi mit Freiwürfen auf 18:13 erhöht hatte, reichte es Luka Pavicevic schnell im zweiten Abschnitt - er rief zur Auszeit. Während die Gastgeber mit 3/3 an der Dreierlinie bis dahin perfekt geblieben waren, hatte ALBA nur 1/6 Versuchen getroffen. ALBA versuchte sich zurückzukämpfen und legte defensiv wieder eine Schippe drauf. Nach 15 gespielten Minuten glichen Jenkins und Sekulic mit Freiwürfen zum 18:18 aus. Die Partie blieb zäh umkämpf und bot weiter wenig erfolgreichen Offensivbasketball. Die Albatrosse bekamen den Ball, wie schon am vergangenen Wochenende, aus der Distanz einfach nicht durch das gegnerische Netz, so dass sich die Katalanen über den langen Henk Norel anderthalb Minuten vor der Pause auf 26:20 absetzten. An dem Ergebnis änderte sich nichts mehr, so dass die Berliner mit rekordverdächtigen 20 erzielten Punkten in die Kabine gingen. Nach neun Zählern in den ersten vier Minuten, waren in den restlichen 16 nur noch elf dazu gekommen. Nur ein Dreier bei acht Versuchen war im Ziel gelandet.
Derrick Byars versenkte wichtige Dreier
Zum Schlussabschnitt hängten sich die Albatrosse noch einmal voll rein. Der wieder genesene Adam Chubb und Julius Jenkins harmonierten perfekt im Pick&Rolll und brachten ihre Farben nach schwierigen Würfen der Katalanen auf 42:43 heran. Wenig später brachte Blagota Sekulic, der kurz darauf einen Zahn verlor, ALBA unter großem Jubel seiner Teamkollegen endlich wieder mit 44:43 in Führung. Die Gastgeber wirkten zunehmen nervös und ratlos gegen die gute ALBA-Verteidigung. Trotzdem glich Bogdanovic per Dreier erneut zum 48:48 aus. Doch als Derrick Byars und Rashad Wright jeweils für Drei einnetzten, schien sich das Blatt endgültig zugunsten der Albatrosse zu wenden. Clay Tucker sah gegen Immanuel McElroy, der aufgrund von Krämpfen nur noch erschwert laufen konnte, überhaupt kein Land mehr und brachte nichts zählbares mehr zustande. Mit wilden, aber erfolgreichen Dreiern brachte Badalona ALBA in der Schlussminute nochmals in Gefahr, doch McElroy und Wright verwandelten beide jeweils vier von vier Freiwürfen, so dass sie und ihr Team mit der Schlusssirene endlich der Freude über die abgewendete Niederlage und den Viertelfinaleinzug freien Lauf lassen konnten.
Abschlussplatzierung Gruppe I
1. ALBA 4:2
2. Aris 3:3
3. Joventut 3:3
4. Le Mans 2:4
erstellt am 09.03.2010




