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Wie weit kommt das Nationalteam bei der WM?
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ALBA mit dem „Stern des Sports“ in Silber ausgezeichnet
Der ALBA BERLIN Basketballteam e.V. wurde für das Projekt „MBA – Mädchen Basketball Aktion“ mit dem „Stern des Sports“ in Silber ausgezeichnet.mehr

Mithat Demirel im Mittagsmagazin am Donnerstag
Am Donnerstag um ca. 13:45 Uhr könnt ihr unseren Team Manager Mithat Demirel als Talkgast im Sportblock des ARD-Mittagsmagazins sehen und hören.

Highlights vom Testspiel im Trainingslager
Schaut euch hier die Highlights vom 87:70-Testspielsieg gegen den slowenischen Club Pivovarna Lasko zum Ende des Trainingslagers in Kranjska Gora an.mehr

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Sven Schultze im Interview: "Von Anfang an Vollgas geben!"

Von 1998 bis 2002 spielte der als Kämpfernatur bekannte Sven Schultze bereits im Trikot der Albatrosse. Nun ist er nach acht Jahren im Ausland nach Berlin zurückgekehrt. Im Interview berichtet er über einen Sommer ohne Nationalmannschaft, Luka Pavicevic und sein Pläne mit ALBA BERLIN.




Sven Schultze
Sven, wie hast du den bisherigen Sommer verbracht?

Als zuerst einmal habe ich so einen heißen Sommer noch nicht erlebt in Deutschland. Zur Zeit bin ich noch mit meiner Familie in Bamberg und auch hier bei uns im Garten ist es unglaublich schwül. Den Großteil meiner freien Sommerzeit habe ich eigentlich hier mit meiner Frau und meinen beiden Kindern verbracht - das habe ich sehr genossen. Dadurch, dass ich auf die Nationalmannschaft verzichtet habe, hatte ich endlich mal mehr Zeit für meine Familie. Am zweiten August-Wochenende ziehen wir nun um nach Berlin. Wir haben in Pankow eine schöne Wohnung gefunden.

Warum hast du dich für die Nationalmannschafts-Auszeit entschieden?

Ich habe diese Entscheidung vor allem für meine Familie getroffen. Während der letzten Saison mussten wir alle gemeinsam gleich zwei mal umziehen, da ich in Italien während der Saison den Verein gewechselt habe. Jetzt steht der nächste Umzug auf dem Programm – da wäre uns sonst überhaupt keine ruhige Minute mehr geblieben. Außerdem passt das auch zu meinem Vorhaben, bei ALBA gleich richtig Tritt zu fassen. Ich möchte von Anfang an Vollgas geben und nichts verpassen.

Könnte es nächstes Jahr eine Rückkehr ins Nationalteam geben?

Ich habe Dirk Bauermann nur gesagt, dass ich jetzt aussetzen möchte. Nächstes Jahr stünde ich grundsätzlich schon wieder zur Verfügung. Aber bis dahin vergeht noch viel Zeit, da ist es einfach noch zu früh für Prognosen.


Du hast es selbst angesprochen, die Saison bei ALBA beginnt gleich mit den Endspielen in der Euroleague-Quali ...

Ja, das ist in der Tat auch für mich etwas Neues. Vor so einer Situation habe ich mit einer Vereinsmannschaft noch nicht gestanden. Dass man so früh topfit sein muss, ist ungewöhnlich. Ich bin daher froh, dass ich die ganze Vorbereitung mitmachen kann. Wenn man schnell seine besten Leistungen bringen will, muss man auch seine Position im Mannschaftsgefüge möglichst schnell finden.

Was hat bei dir den Ausschlag gegeben, nach Berlin zu kommen?

Ich hatte die letzten drei Jahre immer wieder Kontakt mit ALBA. Seit Luka hier Trainier ist, gab es jedes Jahr Gespräche. Es war immer Interesse vorhanden, aber aus verschiedenen Gründen hat es dann doch nicht geklappt. Dieses Jahr kam das Interesse von ALBA sehr früh und sehr konkret. Da habe ich nicht lange überlegt. Meine Erfahrungen im Ausland waren nicht immer nur positiv, so dass ich eh gerne wieder nach Deutschland wollte. Und in Deutschland gibt es einfach keine bessere Adresse als ALBA BERLIN.

Hast du deinen neuen Coach Luka Pavicevic schon genauer kennen lernen können?

Ich hatte leider noch keine Gelegenheit, ihn besser kennen zu lernen. Aber bei unseren ersten Treffen fand ich ihn sehr sympathisch. Luka ist für seinen Basketball-Sachverstand bekannt. Er ist ein richtiger Basketball-Verrückter. Alles was er macht, hat Hand und Fuß, und als er mit mir über meine Rolle im Team gesprochen hat, hörte sich das sehr interessant für mich an. Ich habe schon in den ALBA-Spielen, die ich in den letzten Jahren beobachten konnte, festgestellt, dass meine Position eine wichtige Rolle bei Luka spielt. Aber am Ende bin ich eh sehr unkompliziert. Ich mache immer einfach das, was mein Coach mir sagt.


Glaubst du, dass sich das Spiel für dich durch die nun 50 cm weiter entfernte Dreierlinie stark verändern wird?

Ich glaube eigentlich nicht. Letzte Saison habe ich in Italien schon mal ein Trainingsspiel mit der neuen Dreierlinie gemacht. Das war zwar schon ungewohnt, weil es wirklich ein gutes Stück weiter weg ist und man erst denkt, dass man mehr Kraft aufwenden müsste. Doch ich glaube, wenn man im Training regelmäßig aus der Distanz wirft, kann man sich schnell kaum noch dran erinnern, dass die Dreipunktelinie mal näher am Korb war.

Was glaubst du, wie sich die italienische und die deutsche Liga unterscheiden?

Als ich vor acht Jahren zum letzten Mal in Deutschland – damals mit Leverkusen – gespielt habe, waren die Bedingungen noch ganz andere. Durch die Auflockerung der Ausländer-Bestimmungen hat sich das Spiel danach verändert. Viele Amerikaner haben probiert, die Liga als Sprungbrett zu nutzen. In letzter Zeit hat Deutschland aber verglichen mit Ligen wie der italienischen wieder aufgeholt. Ich glaube, dass die neue deutsche Quotenregelung den Vereinen hier auf Dauer viel hilft. Ich bin überhaupt ein großer Befürworter der „Quote“. Wenn es nach mir geht, sollte in Deutschland auch immer ein Deutscher auf dem Parkett stehen müssen, wie es beispielsweise ähnlich in Russland praktiziert wird. Das kann nur gut sein für den deutschen Basketball.

Du hast damals noch in der Max-Schmeling-Halle gespielt. Freust du dich schon auf deine neue Arena, die o2 World?

Ich bin wirklich sehr gespannt. Dort herrscht bestimmt eine tolle Basketball-Atmosphäre und freue mich drauf, dort zu spielen. Ich fand es wirklich schade, dass ALBA mit der guten Mannschaft der letzten Saison in den Playoffs so früh ausgeschieden ist, obwohl sie sogar ins Eurocup-Finale gekommen sind. Das wollen wir in dieser Saison besser machen!
 
erstellt am 23.07.2010