Kantersieg gegen Bremerhaven – ALBA zurück an der Tabellenspitze
(19.10.) 11.845 Zuschauer in der o2 World sahen am Sonntag Abend einen sehr deutlichen 98:63-Erfolg von ALBA BERLIN gegen die Eisbären Bremerhaven. Die Berliner waren jederzeit Herr der Lage und führten von der ersten bis zur letzten Sekunde. Topscorer war Casey Jacobsen mit 19 Zählern, neben ihm punkteten mit Ansu Sesay (16), Immanuel McElroy (14), Rashad Wright (11) und Adam Chubb (10) noch vier weitere Albatrosse zweistellig.
Casey Jacobsen (4/7 Dreiern)
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Vor den 11.845 Zuschauern in der o2 World brannte ALBA von Beginn an ein Offensivfeuerwerk ab. Unmittelbar nach dem Start setzten sich die Berliner 7:0 ab und blieben konstant in Führung. Der Ball lief im Angriff schnell und präzise, so dass viele freie Würfe und einfache Korbleger für die Hauptstädter heraussprangen. Sechs von neun Dreierversuchen schickten die Albatrosse im ersten Viertel durchs Netz – drei davon alleine von Topscorer Casey Jacobsen. So schraubte ALBA den Vorsprung hoch, aber Bremerhaven wusste ebenfalls zu punkten. Besonders in Korbnähe spielten die langen Brettspieler um Marcus Slaughter ihre Athletik aus. So standen sensationellen 32 ALBA-Punkten zur Viertelpause auch 21 Zähler für Bremerhaven gegenüber.
Auch wenn mit Patrick Femerling, Julius Jenkins und Johannes Herber verletzungsbedingt viele wichtige Spieler in der Rotation von Luka Pavicevic fehlten, lief das Offensivspiel der Albatrosse wie aus einem Guss. Nachdem Bremerhaven zu Beginn des zweiten Abschnitts kurzzeitig auf sieben Zähler verkürzt hatte, konterten die Albatrosse mit einem 9:0 Lauf zum wieder deutlichen 41:25. Nach schönen Passstaffeten und Pick & Roll aus dem Lehrbuch waren es meistens die eingewechselten Philip Zwiener und Dragan Dojcin, die unter dem Korb vollstreckten. Jeb Ivey beendete die Bremerhavener Durststrecke mit einem Treffer von der Dreierlinie, doch die Albatrosse kontrollierten weiter das Spiel. Die Außenspieler der Gäste wurden von der ALBA-Verteidigung komplett abgemeldet, lediglich Marcus Slaughter und Yemi Nicholson spielten unter dem Korb ihre Stärken aus. An der klaren Berliner Führung änderte dies nichts, mit 51:35 verabschiedeten sich beide Teams in die Kabine.
Aufgrund der Ausfälle von Femerling und Jenkins war Philip Zwiener Kapitän der Albatrosse
Auch im letzten Abschnitt ließen die Albatrosse nicht nach und überrumpelten die Eisbären mit drei Fastbreaks in Folge zur ersten 30-Punkte-Führung des Abends (82:52). Die Entscheidung war schon lange gefallen, doch das Team von Luka Pavicevic enttäuschte die Fans nicht und spielte weiter mit Tempo und Herz. Bremerhaven allerdings hatte seine Gegenwehr mittlerweile komplett eingestellt und blieb sieben Minuten ohne Korberfolg. Bei ALBA konnten alle Spieler etwas für ihr Punktekonto tun und beim Stand von 92:52 für seine Mannschaft feierte auch Neuzugang Drobnjak sein Debüt. Schön bedient von Rashad Wright führte er sich gleich erfolgreich mit zwei Punkten ein. Auch Youngster Oskar Faßler bekam seine ersten Minuten in dieser Saison und konnte am Ende einen mehr als deutlichen 98:63-Heimerfolg seiner Mannschaft feiern.
Schon am Vortag war ALBA durch die Niederlage von Ulm wieder an die Spitze der Bundesliga-Tabelle geklettert und hat diese nun durch den Sieg gefestigt. Bereits am nächsten Donnerstag steht ein ganz besonderes Spiel für die Albatrosse auf dem Programm: Um 20 Uhr wird die diesjährige Euroleaguesaison in der o2 World gegen Lottomatica Rom eröffnet.
Stimmen zum Spiel
Sarunas Sakalauskas (Eisbären Bremerhaven)
"Glückwunsch an ALBA, sie haben heute sehr gut gespielt. Sie haben alles richtig gemacht, sowohl in der Verteidigung als auch im Angriff. Wir konnten nicht dagegenhalten. Oft waren wir zu langsam und bekamen keine Chancen, leichte Punkte zu machen. Es hat uns auch an Mentalität und Erfahrung gefehlt."
Luka Pavicevic (ALBA BERLIN)
"Danke an Coach Sakalauskas für die Glückwunsche und Gratulation an meine Mannschaft zu ihrem fünften Sieg in der BBL. Wir haben 40 Minuten lang stark gespielt, was wichtig war, nach unserem schwierigen Auswärtstrip. Wir waren heute Favorit, was wir oft sind und womit nicht immer leicht umzugehen ist, und sind dieser Rolle gerecht geworden. Bremerhaven hat irgendwann aufgegeben, aber wir haben das Level hochgehalten und daher hoch gewonnen. Am Donnerstag haben wir unser erstes Euroleaguespiel gegen Lottomatica Rom, was ein große Herausforderung wird. Wir freuen uns sehr auf diese Europaligasaison."


