Hart erkämpfter Erfolg in Ulm sichert 677. Sieg im 1000. Spiel
(2.11.) Dank eines 85:69-Erfolgs bei ratiopharm Ulm am Sonntag steht ALBA BERLIN weiterhin alleine an der Spitze der BBL. In einem spannenden, mit harten Bandagen geführten Duell machten die Albatrosse erst in der Schlussphase den Jubiläumserfolg perfekt. Neben der konzentrierten Verteidungsleistung brachte Ansu Sesay (17 Punkte, 6 Rebounds) die Entscheidung in den Schlussminuten.
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Vor einem frenetischen Publikum im Hexenkessel Kuhberghalle starten die Gastgeber hoch motiviert. Immer wieder spielten sie über Jeff Gibbs und vor allem Sean Finn (20 Punkte) erfolgreich am Brett und gingen schnell in Führung. Finn und Chubb lieferten sich unter den Brettern ein packendes Duell, was Finn mit zehn Punkten im ersten Viertel zunächst zu seinen Gunsten entscheiden konnte. Immanuel McElroy hielt die Albatrosse im Spiel und verkürzte in der achten Minute per Dreier auf 14:17. Doch in den letzten beiden Minuten des Viertels liefen die Ulmer heiß: Fast jeder Spieler auf dem Feld traf einmal von außen, so dass die Hausherren bis zur Viertelpause mit einem 10:1-Lauf auf 27:15 davon zogen. ALBA hatte sich zu viele Ballverluste (drei Schrittfehler) geleistet und auch offensiv noch keinen richtigen Rhythmus gefunden.
Im zweiten Abschnitt zwangen Dragan Dojcin mit einem Dreier sowie freiem Korbleger und Sascha Nadjfeji über den Post schneidend mit einem 8:3-Lauf Ulm-Coach Taylor zu einer schnellen Auszeit. Danach besannen sich die Baden-Würtemberger wieder auf ihr Erfolgsrezept der Anfangsphase und das heiß, über Gibbs und Finn (der sich allerdings früh sein drittes Foul einfing) das Brett zu attackieren. Auch die Berliner wussten immer wieder ihren Center Adam Chubb gut in Szene zu setzen: Mit fünf Zählern in Folge brachte er ALBA wieder ins Spiel, nachdem Ulm sich erneut etwas abgesetzt hatte. Das Team von Luka Pavicevic blieb jetzt dran, steigerte sich in der Verteidigung und holte Stück für Stück auf. Julius Jenkins, der im Abschluss noch glücklos war, glänzte stattdessen mit viele guten Anspielen auf seine Mitspieler - das alleine in der ersten Halbzeit sieben Mal. Zweimal fand er Casey Jacobsen für den freien Dreier und in den letzten Sekunden der ersten Hälfte den zum Korb schneidenden Steffen Hamann, der den Buzzer zum 38:40-Pausenstand einlegte.
Mit je einem Dreier von Sesay und Wright antworteten die Albtrosse zu Beginn der zweiten Halbzeit gut auf Ulms Humphrey, der ebenfalls mit einem Distanztreffer die zweiten 20 Minuten eingeläutet hatte. Wenig später war es Julius Jenkins, der mit seinen ersten Punkten per Korbleger ALBA seit langem wieder in Führung brachte (46:45). Im Gegenzug foulte Jedoch McElroy Dru Joyce im Wurf und Julius Jenkins handelte sich ein technisches Foul ein, da er mit der knappen Entscheidung nicht einverstanden war. Wenig später erhielt auch Luka Pavicevic eine technische Verwarnung - die Stimmung in der Kuhberghalle wurde immer hitziger. Das Spiel wurde intensiver aber auch zerfahrener. Beide Seiten verteidigten hart - Ulm erzielte seit der 23. Minute alle Punkte des Viertels nur noch durch Freiwürfe. Julius Jenkins eroberte in der 28. Minute mit einem Dreier die Führung zurück, doch Ulm lag nach weiteren Freiwürfen von Gibbs wieder mit 57:55 vorn. Im letzten Angriff des Viertels bewegten die Albatrosse den Ball geduldig gegen die Ulmer Zone und fanden mit dem Dreier von Rashad Wright den richtigen Abschluss zur knappen 58:57-Führung nach 30 Minuten.
Mit Anbruch des letzten Abschnitts fing sich Luka Pavicevic ein weiteres technisches Foul ein und musste aufgrund der zweiten Verwarnung die Halle verlassen. Bis zum Ende des Spiels stand nun Assistenztrainer Petar Aleksic in der Verantwortung dieses harte umkämpfte Spiel als Chefcoach zu Ende zu führen. Das Team musste sich auf diese ungewohnte Situation einstellen, tat dies aber mit Bravur. Zunächst wechselte weiter munter die Führung. Gibbs und Finn setzten immer noch die Akzente für Ulm, während für ALBA der vorher unscheinbare Ansu Sesay nun spektakulär aufdrehte. Mit Autorität stopfte er die Kugel zunächst durch den Ulmer Korb und war anschließend mit zwei Dreiern und zwei Turn-around-Jumpern der entscheidende Faktor für ALBA in der jetzt angebrochenen, entscheidenden Phase dieser Partie. 14 der letzten 22 ALBA-Punkte gingen auf sein Konto, aber mindestens genauso wichtig war das Auftreten der Albatrosse in der Defensive, wo Ulm ab der 34. Minute bis zum Ende kein einziger Punkt mehr erlaubt wurde. So starten die Berliner aus einem 67:69-Rückstand einen 18:0-Lauf und gewannen ein enges Spiel am Ende doch noch deutlich mit 85:69.
Viel Zeit über dieses intensive Spiel und den 677. Erfolg im 1000. Spiel der Vereinsgeschichte (534 von 603 in der BBL) nachzudenken bleibt den Albatrossen allerdings nicht: Schon am Mittwoch setzt das wohl schwerste Euroleague-Auswärtsspiel der Gruppe C bei Tau Vitoria den Schlusspunkt auf ein langes Auswärtsprogramm.
Adam Chubb (13 Punkte, 4 Rebounds) arbeitete stark am Brett
Im zweiten Abschnitt zwangen Dragan Dojcin mit einem Dreier sowie freiem Korbleger und Sascha Nadjfeji über den Post schneidend mit einem 8:3-Lauf Ulm-Coach Taylor zu einer schnellen Auszeit. Danach besannen sich die Baden-Würtemberger wieder auf ihr Erfolgsrezept der Anfangsphase und das heiß, über Gibbs und Finn (der sich allerdings früh sein drittes Foul einfing) das Brett zu attackieren. Auch die Berliner wussten immer wieder ihren Center Adam Chubb gut in Szene zu setzen: Mit fünf Zählern in Folge brachte er ALBA wieder ins Spiel, nachdem Ulm sich erneut etwas abgesetzt hatte. Das Team von Luka Pavicevic blieb jetzt dran, steigerte sich in der Verteidigung und holte Stück für Stück auf. Julius Jenkins, der im Abschluss noch glücklos war, glänzte stattdessen mit viele guten Anspielen auf seine Mitspieler - das alleine in der ersten Halbzeit sieben Mal. Zweimal fand er Casey Jacobsen für den freien Dreier und in den letzten Sekunden der ersten Hälfte den zum Korb schneidenden Steffen Hamann, der den Buzzer zum 38:40-Pausenstand einlegte.
Julius Jenkins verteilte 9 Assists (und machte 11 Punkte)
Der Mann der Schlussphase: Ansu Sesay
Viel Zeit über dieses intensive Spiel und den 677. Erfolg im 1000. Spiel der Vereinsgeschichte (534 von 603 in der BBL) nachzudenken bleibt den Albatrossen allerdings nicht: Schon am Mittwoch setzt das wohl schwerste Euroleague-Auswärtsspiel der Gruppe C bei Tau Vitoria den Schlusspunkt auf ein langes Auswärtsprogramm.


