Ohne Chance beim spanischen Champion Tau Ceramica Vitoria
(5.11.) Die Fernando Buesa Arena im spanischen Vitoria blieb für die Albatrosse am dritten Spieltag der Euroleague-Gruppe C die erwartet uneinnehmbare Bastion. Mit 65:106 musste ALBA beim ACB-Meister zum Ende eines dreiteiligen Auswärtstrips eine deutliche Niederlage einstecken.
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Gleich vor Spielbeginn gab es eine schlechte Nachricht für Luka Pavicevic: Julius Jenkins, MVP der letzten BBL-Saison, musste aufgrund einer Prellung des Handwurzelknochens aus dem letzten Spiel gegen Ulm passen. Mit Spielbeginn zeigte der spanische Meister gleich, wer Herr im Hause ist und eröffnete die Partie mit zwei Dunkings von McDonald und Barac. ALBA war aber nicht weiter beeindruckt und glich durch Chubb und Hamann unvermittelt aus. Vitoria macht mit seiner gefürchteten Ganzfeld-Presse viel Druck und kam damit auch gleich zu zwei Ballgewinnen. Igor Rakocevic zeigte, warum er derzeit in der Form seines Lebens ist und versenkte mit ganz schnellem Händchen zwei Dreier in Folge. Sein Guard-Partner Prigioni legte beinahe von der Mittellinie noch einen Dreier hinterher und die Spanier führten mit 18:11. Die Albatrosse ließen sich jedoch weiterhin nicht aus der Ruhe bringen und antworteten mit Dreipunktewürfen von Hamann und Sesay. Der beste Center der letztjährigen Euroleague-Saison, Tiago Splitter kam in der 8. Minute von der Bank und erhöhte mit vier Zählern am Brett wieder auf 24:15 für Vitoria. Aber ALBA setzte zu einem Schlussspurt zum Ende des Viertels an: Erst Nadjfeji und Jacobsen mit Drive zum Ring und schließlich Rashad Wright von der Dreierlinie mit Ablauf der 24-Sekunden-Uhr sorgten mit einem 9:0-Lauf dafür, dass es zur Viertelpause wieder unentschieden stand.
In der Pause schien Tau-Coach Dusko Ivanovic die richtigen Worte gefunden zu haben, denn im zweiten Viertel zeigte sich ein völlig anderes Bild: Der spanische Meister hatte die Intensität deutlich erhöht und ALBA komplett den Faden verloren. Vorne spielten die Spanier Offensivbasketball auf allerhöchstem Niveau und machten den Albatrossen das Leben hinten in der Defensive schwer. Bis zur 16. Minute blieben die Hauptstädter ohne Korberfolg, bis Ansu Sesay sein Team mit einem Dreier schließlich erlöste. Bis dahin hatten die Spanier allerdings durch die heißlaufenden Rakocevic und Teletovic einen 18:0-Run aufs Parkett gelegt und führten deutlich. ALBA fing sich langsam, vor allem Immanuel McElroy fasste sich in der Offensive ein Herz, doch Vitoria punktete weiter nach Belieben und teilweise zu unbedrängt. Bis zur Halbzeit bauten die Spanier ihre Führung auf ein deutliches 58:38 aus.
Berliner Träume von einem schnellen Comeback nach dem Seitenwechsel ließ Scharfschütze Igor Rakocevic mit seinen Treffern Nummer fünf und sechs von der Dreipunktemarke jäh zerplatzen. Gegen den Serben war kein Kraut gewachsen, er blieb bei insgesamt 27 Punkten ohne Fehlversuch von der Dreier- sowie von der Freiwurflinie. Sein Teamkollege Vidal netzte auch noch zwei mal für Drei ein (5/7 insg.) und anstatt zu verkürzen, lag ALBA nun noch weiter hinten. Vitoria hatte zu dem Zeitpunkt unglaubliche 12 von 16 Dreierversuchen verwandelt und konnte nach Spielende immer noch auf sagenhafte 62% Dreiquote zurückblicken. Sascha Nadjfeji und Rashad Wright setzten sich gut am Brett durch, doch Tau kam immer wieder zu einfachen Punkten und zog weiter davon. Angesichts des Spielstands von 54:87 und der Qualität des Gegners war die Entscheidung in diesem Spiel zugunsten der Spanier längst gefallen und ALBA konnte die restlichen 10 Minuten nur noch nutzen, sich anständig aus der Affäre zu ziehen.
Im letzten Viertel ging es für die Albatrosse nur noch um Ergebnisverbesserung, doch auch das wollte nicht gelingen. Vitoria verteidigte weiter hart und die Berliner hatten immer noch wenig Mittel dagegen. Neuzugang Dragisa Drobnjak kam schließlich auch noch auf seine erste Euroleague-Minuten für ALBA, während die Spanier weiter ihren Vorsprung ausbauten. Vitoria war mittlerweile im dreistelligen Bereich angelangt und spielte weiterhin konzentriert - ALBA leistete keinen Widerstand mehr. Das ganze Spiel über hatten die Spanier Basketball allerhöchster Güte gezeigt und gewannen schlussendlich sehr deutlich mit 106:65.
Nach drei Auswärtsspielen in Folge (Istanbul, Ulm, Vitoria) ohne zwischenzeitliche Rückkehr in die Heimat, können die Berliner das kommende spielfreie Wochenende nun nutzen, um die Niederlage zu verdauen und sich auf das nächste Heimspiel vorzubereiten. Das ist nächste Woche Donnerstag die wichtige Euroleague-Partie gegen Joventut Badalona. Dabei bietet sich in der o2 World die Chance, das Punktekonto in der Gruppe C mit einem Sieg wieder auszugleichen und die Niederlage in Vitoria vergessen zu machen. Das Team von Luka Pavicevic wird am Donnerstag mit Sicherheit ein ganz anderes Gesicht zeigen.
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Ansu Sesay war mit 11 Punkten ALBAs Topscorer
In der Pause schien Tau-Coach Dusko Ivanovic die richtigen Worte gefunden zu haben, denn im zweiten Viertel zeigte sich ein völlig anderes Bild: Der spanische Meister hatte die Intensität deutlich erhöht und ALBA komplett den Faden verloren. Vorne spielten die Spanier Offensivbasketball auf allerhöchstem Niveau und machten den Albatrossen das Leben hinten in der Defensive schwer. Bis zur 16. Minute blieben die Hauptstädter ohne Korberfolg, bis Ansu Sesay sein Team mit einem Dreier schließlich erlöste. Bis dahin hatten die Spanier allerdings durch die heißlaufenden Rakocevic und Teletovic einen 18:0-Run aufs Parkett gelegt und führten deutlich. ALBA fing sich langsam, vor allem Immanuel McElroy fasste sich in der Offensive ein Herz, doch Vitoria punktete weiter nach Belieben und teilweise zu unbedrängt. Bis zur Halbzeit bauten die Spanier ihre Führung auf ein deutliches 58:38 aus.
Igor Rakocevic war nicht zu stoppen
Im letzten Viertel ging es für die Albatrosse nur noch um Ergebnisverbesserung, doch auch das wollte nicht gelingen. Vitoria verteidigte weiter hart und die Berliner hatten immer noch wenig Mittel dagegen. Neuzugang Dragisa Drobnjak kam schließlich auch noch auf seine erste Euroleague-Minuten für ALBA, während die Spanier weiter ihren Vorsprung ausbauten. Vitoria war mittlerweile im dreistelligen Bereich angelangt und spielte weiterhin konzentriert - ALBA leistete keinen Widerstand mehr. Das ganze Spiel über hatten die Spanier Basketball allerhöchster Güte gezeigt und gewannen schlussendlich sehr deutlich mit 106:65.
Nach drei Auswärtsspielen in Folge (Istanbul, Ulm, Vitoria) ohne zwischenzeitliche Rückkehr in die Heimat, können die Berliner das kommende spielfreie Wochenende nun nutzen, um die Niederlage zu verdauen und sich auf das nächste Heimspiel vorzubereiten. Das ist nächste Woche Donnerstag die wichtige Euroleague-Partie gegen Joventut Badalona. Dabei bietet sich in der o2 World die Chance, das Punktekonto in der Gruppe C mit einem Sieg wieder auszugleichen und die Niederlage in Vitoria vergessen zu machen. Das Team von Luka Pavicevic wird am Donnerstag mit Sicherheit ein ganz anderes Gesicht zeigen.


