ALBA verpasst Überraschungssieg bei Lottomatica Rom
(4.12.) Mit 64:70 haben die Albatrosse ihr Euroleague-Auswärtsspiel bei Gruppen-Spitzenreiter Rom verloren. Die Italiener zeigten unerwartete Schwächen, die das Team von Luka Pavicevic aber nicht zum Sieg nutzen konnte. Je 11 Punkte von Jacobsen, McElory, Sesay (10 Rebounds) und Nadjfeji waren nicht genug, um den ersten europäischen Auswärtssieg zu landen.
Jacobsen startete gut
Der vor dem Spiel fragliche Allan Ray eröffnete das Spiel mit seinen ersten vier Punkten. Er konnte spielen, doch Sani Becirovic und Primoz Brezec fehlten verletzt im Team von Coach Repesa, während bei ALBA Julius Jenkins erneut passen musste. Casey Jacobsen startete mit einem Dreier und Korbleger über die Baseline zur 5:4 Führung. Das Spiel lief holperig und ALBA unterlief gegen die druckvolle Verteidigung der Römer mehrere Ballverluste. Das eigene Brett kontrollierten die Albatrosse im Rebound jedoch gut und gerieten so trotz offensiven Problem kaum in Rückstand. Beim Stand von 14:8 für Rom in der siebten Minute wollte Luka Pavicevic doch eingreifen und brachte sein Team mit einer Auszeit wieder auf Kurs. Kurz vor der Viertelpause erhöhte Rom mit einem Notdreier von Garbini auf 19:11, aber Aleksandar Nadjfeij antwortete mit einem Dreipunktespiel und hielt seine Mannschaft zur ersten Pause auf Tuchfühlung.
"Pista" legte im zweiten Viertel schön freigespielt unmittelbar einen Korbleger nach und ein weiterer Dreier von Jacobsen brachte ALBA auf 19:21 heran. Die Albatrosse zwangen die Römer zu vielen schwierigen Würfen und sammelten konsequent die Rebounds ein. Nach einem Jumper von McElroy und Korbleger von Chubb lag Berlin wieder vorn. ALBA erhöhte durch Nadjfeji weiter auf 25:21 bis Hudson den Run der Hauptstädter im Post-up stoppte. Einen 14:2-Lauf hatten die Albatrosse bis dahin aufs Parkett gelegt. ALBA verteidigte engagiert, fing sich dabei aber schnell vier Teamfouls ein. Das eröffnete den Römern die Chance, trotz mäßigem Offensivspiel, die Partie von der Freiwurfline offen zu halten. Eine Minute vor der Halbzeit ging Rom durch Hudson wieder mit zwei Zählern in Führung. Mit vier Sekunden Restspielzeit glich Immanuel McElroy durch zwei Freiwürfe wieder aus, doch Jacopo Giachetti zog beim Dreierversuch ein unnötiges Foul von Rashad Wright und nutzte alle drei Freiwürfe zum 35:38-Rückstand aus Berliner Sicht.
McElroy mit 11 Zählern
Die Albatrosse starteten schwach in den letzten Abschnitt. Im Angriff kamen sie überhaupt nicht ins Laufen und erlaubten den Römern so ihr kontrolliertes Setplay herunterzuspielen. Erneut Giachetti und kurz darauf Jaaber scorten mit Zug zum Korb und ALBA lag erstmalig zweistellig hinten (54:43). Ausgerechnet Adam Chubb und Steffen Hamann wahrten mit je einem Dreier ALBAs Chancen. Doch die Römer hatten nun nach ihrer Schwächephase wieder mehr Sicherheit gewonnen und hielten die Berliner auf Distanz. Ansu Sesay streute aus der Mitteldistanz zwei Jumpshots ein, wodruch ALBA vier Minuten vor Schluss noch einmal auf 53:60 heran kam. Auch Immanuel McElroy kämpfte sich noch zweimal am Korb durch, doch Andre Hudson hielt auf der anderen Seite dagegen. Die Zeit lief den Albatrossen davon und als Ibrahim Jaaber in der letzten Minute einen schwierigen Wurf zum 70:64 traf, war die Entscheidung gefallen. Dies bedeutete auch den Endstand und eine Niederlage, die ALBA durch den Sieg von Badalona in Ljubljana auf den fünften Rang der Gruppe C abrutschen lässt.
Schon am Dienstag bestreiten die Albatrosse ihr nächstes Euroleague-Spiel. Dann in der bisher unbezwungenen o2 World gegen Fenerbahce Istanbul, wo ALBA einen Sieg braucht, um weiter um den Einzug in die nächste Runde mitzuspielen.


