Perfekter Jahresstart mit 87:71-Sieg gegen Frankfurt
(3.1.) Mit einem 87:71-Heimerfolg gegen die Frankfurt Skyliners ist ALBA BERLIN am Samstag Abend perfekt in das neue Jahr gestartet. Die beste Verteidigung der Liga aus Frankfurt wurde von der ALBA-Offensive, die mit Sascha Nadjfeji (17 Punkte) ihren treffsichersten Akteur hatte, dabei förmlich überrollt. Damit ist ALBA in der Bundesliga weiterhin ungeschlagen in der o2 World.
Immanuel McElroy mit 9 Punkten und 9 Assists
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ALBA startete gut ins Spiel: Adam Chubb markierte per Hakenwurf die ersten Punkte des Jahres vor 10.612 Zuschauern in der o2 World und Steffen Hamann ließ im nächsten Angriff den ersten Dreier folgen. Durch einen weiteren Dreipunktewurf von Jacobsen führten die Berliner mit 8:0. Nach einer schnellen Auszeit von Skyliners-Coach Murat Didin fand auch Frankfurt besser ins Spiel. Viele Fouls (allein vier unsportliche im ersten Viertel), führten zu vielen Freiwürfen, die Frankfurt mit hochprozentiger Quote nutzte, um in der fünften Minute auf 10:12 zu verkürzen. In den folgenden Minuten spielte aber nur noch ALBA. Mit schönen Ballstafetten zogen sie immer weiter davon. So markierte der seltene Moment eines Nadfjeji-Dreiers die erste zweistellige ALBA-Führung. Minutenlang hielten die Albatrosse ihren Korb sauber und führten in der achten Minute nach einem 11:0-Lauf mit 28:12. Die o2 World tobte und wurde kurz vor der ersten Pause noch einmal richtig laut, als MVP Julius Jenkins sein lang ersehntes Comeback gab. Frankfurt gelang weiterhin kein Erfolgserlebnis, während Wirght und Nadjfeji zum 31:12-Viertelendstand einnetzten.
Nachdem Johannes Herber vom Perimeter und Julius Jenkins aus dem Fastbreak zum Auftakt des zweiten Abschnitts trafen, ging die bis dato sensationelle Wurfquote der Albatrosse erst einmal in den Keller. Auf der Gegenseite drehte Frankfurts Lorenzo Gordon auf und stellte mit sechs Zählern in Serie das 21:38 her. Der aufgrund von zwei schnellen Fouls lange auf der Bank gebliebene Ansu Sesay kam wieder aufs Parkett und beendete mit einem Dreier die kurze offensive Durststrecke seiner Mannschaft. ALBAs Defense rührte weiter Beton an, so dass zwei Freiwürfe von Nadjfeji das Berliner Polster wieder auf 20 Punkte schraubte. Wenn die Skyliners die ALBA-Verteidigung knackten, dann geschah es über Lorenzo Gordon (30 Punkte, 8 Rebounds) oder Derrick Allen (10, 6). Sie erzielten die 16 von 19 Frankfurt-Punkten im zweiten Viertel, konnten aber nicht verhindern, das die Hauptstädter zur Pause weiterhin deutlich mit 52:31 führten.
Wie zu erwarten kamen die Gäste aggressiv aus der Kabine uns setzten noch einmal alles auf eine Karte. Mit ihrer Zonenverteidigung brachten sie ALBA aus dem Konzept und fanden vorne über Lorenzo Gordon weiter eine sehr erfolgreiche Angriffsoption. So hatte sich Frankfurt in der 24. Minute auf 40:54 heran gekämpft. Die Albatrosse fanden sich gegen die Zonendefense nun aber langsam besser zurecht und verschafften sich durch einen Korbleger von Chubb und einen Dreier von McElroy wieder Luft. Nach wie vor bekam das Team von Luka Pavicevic Gordon nicht unter Kontrolle, aber dank eines mittlerweile wieder guten Offensiv-Rhythmus konnten die Albatrosse ihre Führung bei knapp 20 Punkten halten. Den Schlusspunkt des Viertels setzte Julius Jenkins der per Alley-Oop (Korbleger) zum 67:49 einlegte.
Alley-Oop von Steffen Hamann
Mit dem Sieg können die Albatrosse nun am Mittwoch mit dem nötigen Selbstvertrauen nach Spanien reisen, wo es in der Euroleague im Do-or-die-Spiel gegen Joventut Badalona darum geht, um den Einzug in die nächste Runde zu kämpfen. Das Spiel ist live auf Großbildleinwand in der Axel-Springer-Passage zu sehen. Alle Infos >>
Stimmen zum Spiel
Murat Didin (Deutsche Bank Skyliners Frankfurt):
Ein Statement ist natürlich schwer nach so einer Niederlage. Erst einmal gratuliere ich ALBA und Luka zu einem verdienten Sieg. Wir waren bisher vor allem dank unserer Teamdefense erfolgreich, aber heute haben wir 21 Punkte mehr kassiert, als unser Schnitt ist. Vor allem unter dem Korb haben wir überhaupt nicht dagegen gehalten. Wir hatten zu viele Ballverluste und haben nun einiges zu besprechen. Ich hoffe, dass es nur ein Unfall war. Die Atmosphäre in dieser Arena ist großartig – ich wünsche ALBA hier weiterhin viel Glück in der Euroleague.
Luka Pavicevic (ALBA BERLIN):
Frankfurt hat sich als Mannschaft etabliert, die in allen Belangen um die Meisterschaft mitspielt. Nach der Weihnachtspause war es wichtig für uns, einen direkten Konkurrenten um den Titel zu schlagen. Wir hatten heute von Anfang an den richtigen Focus, die richtige Aggressivität und das richtige Tempo und haben dadurch das Spiel schnell unter Kontrolle bekommen.


