ALBA entscheidet Duell "Meister gegen Pokalsieger" klar für sich
(24.1.) Mit einem souveränen 90:78-Erfolg setzte sich ALBA BERLIN am Samstag Abend in fremder Halle bei den Artland Dragons durch. Ein offensiv nicht zu stoppender Julius Jenkins (23 Punkte, 8/11 aus dem Feld) und eine konzentriert verteidigende ALBA-Mannschaft legten schon in der ersten Halbzeit den Grundstein für den zwölften Sieg der laufenden BBL-Saison.
McElroy mit seinem üblichen Do-it-all-Paket: 14 Punkte, 5 Rebounds, 4 Assists
Nachdem Casey Jacobsen und Adam Hess zum Auftakt Körbe ausgetauscht hatten, setzten sich die Albatrosse mit einem schnellen 8:0-Lauf auf 10:2 ab. Jacobsen und Hamann hatten beide aus der Ecke für Drei versenkt sowie McElroy den eigenen Fehlwurf gereboundet und im Quakenbrücker Korb untergebracht. Die Dragons kamen über Prewitt, Fenn und Hess ins Spiel, doch Punkte von Chubb und McElroy wahrten den Vorsprung für das Team von Luka Pavicevic. Ein paar Unkonzentrierheiten der Berliner nutzten Blalock mit Drive zum Korb und Fenn durch ein Dreipunktespiel in der achten Minute um auf drei Zähler Rückstand zu verkürzen. Julius Jenkins hatten von der Dreierlinie die richtige Antwort parat und stellte damit auch den 21:15-Viertelendstand her.
ALBA knüpfte auch im zweiten Abschnitt an die gute Leistung des ersten an. Aus Quakenbrücker Sicht war kaum ein Kraut gegen das schnelle Passspiel der Albatrosse gewachsen. Immer wieder resultierten daraus freie Würfe, die hochprozentig verwandelt wurden. Besonders Julius Jenkins hatte ein heißes Händchen aus der Distanz und erzielte mit dem 27:17 die erste zweistellig Führung der Begegnung. Die Berliner verteidigten aggressiv - nur in Brettnähe wussten sich die Gastgeber von Zeit zu Zeit durchzusetzen. Aus Ballgewinnen kam ALBA ins Laufen und hatte sich in der 16. Minute nach Freiwürfen von McElroy und Jenkins auf 38:23 abgesetzt. Die Albatrosse hatten das Spiel unter Kontrolle und bauten den Vorsprung weiter aus. Julius Jenkins verwandelte in der 18. Minute seinen bereits dritten Dreier - er hatte noch nicht einmal sein Ziel verfehlt und schon 15 Punkte auf dem Konto. Mit zwei anschließenden Freiwürfen von "Pista" Nadfjeji knackte die ALBA-Führung erstmalig die 20-Punkte-Marke (45:24). Quakenbrücks Topscorer Adam Hess wurde gut in Schach gehalten und kassierte kurz vor der Halbzeit bereits sein viertes Foul. Dirk Mädrich wollte sich mit dem hohen Rückstand nicht abfinden und verkürzte mit starken Aktionen am Brett zur Halbzeit wieder auf 32:48 aus Sicht der Gastgeber.
Julius Jenkins (23 Punkte, 8/11 Treffer) war nicht zu stoppen
Nach einem Dreier von Mädrich zum Start der letzten zehn Minuten sorgten Jacobsen für Drei, Dojcin schön bedient von Jenkins im Fastbreak und der MVP selbst per Dunking für das 77:55. Immer mehr Spieler, besonders auf Artland-Seite, mussten mit fünf Fouls das Parkett verlassen, aber die Dragons bauten mit einer Pressverteidigung viel Druck auf und konnten so in den Schlussminuten noch einmal eine Serie starten. Auch das Artland-Publikum gab auch alles mit dem Resultat, dass die Albatrosse zahlreiche Würfe daneben legten. Einen 13:0-Lauf legten die Quakenbrück so angeführt von Chad Prewitt aufs Parkett und es wurde noch mal eng. Doch zwei Minuten vor Schluss versenkte Julius Jenkins aus der Ecke den erlösenden Dreier für sein Team und sorgte damit endgültig für die Entscheidung. Obwohl die Albatrosse ihre Freiwürfe nicht konsequent nutzten, konnte das Stop-the-clock-Spiel der Dragons den Ausgang der Partie nicht mehr verändern und ALBA gewann mit 90:78.


