Albatrosse gewinnen auswärts bei den Eisbären Bremerhaven
(22.2.) Mit einem 78:69-Auswärtserfolg in Bremerhaven hat ALBA BERLIN den 14. Sieg im 19. Spiel der laufenden Bundesligasaison eingefahren. Offensiv getragen von Nadjfeji (16 Punkte), McElroy (13) und Jenkins (12) hatten die Albatrosse das Spiel lange kontrolliert, mussten aber im letzten Viertel doch noch eine engagierte Aufholjagd des Tabellenschlusslichts abwehren.
Casey Jacobsen mit 10 Punkten, 3 Steals und 2 Assists
Die Albatrosse kamen in der Bremerhavener Stadthalle lange nicht richtig in Schwung - vor allem offensiv lief wenig zusammen: Bis zur sechsten Minute wusste sich nur Adam Chubb zwei mal erfolgreich durchzusetzen, während der Rest seines Teams ausschließlich Fahrkarten warf. Unterdes hatten sich die sehr motiviert zu Werke gehenden Hausherren über Nicholson, Lipke und Jonusas auf 11:4 abgesetzt. Steffen Hamann brachte ALBA mit viel Intensität in Angriff und Verteidigung schließlich ins Spiel. Er erzielte vier Zähler in Folge und auch die eingewechselten Nadjfeji und Jenkins verwandelten erfolgreich zur ersten ALBA-Führung von 13:11. Callahan beendete den 7:0-Lauf der Albatrosse, doch zweimal McElroy mit energischem Drive zum Korb setzte die Berliner weiter ab. Ein Freiwurf von Callahan unmittelbar vor der Viertelpause verkürzte auf 17:14 aus ALBA-Sicht.
Mit Beginn des zweiten Abschnitts schienen die Albatrosse immer mehr Kontrolle zu gewinnen: Jacobsen traf für Drei und Nadfjeji unter dem Brett, doch eine turbulente Szene unterbrach den Rhythmus: Rashad Wright wurde zunächst mit einem unsportlichen Foul bedacht und bekam kurzhand auch noch ein technisches obendrauf. Zusätzlich hatte auch ALBA-Coach Luka Pavicevic ein technisches Foul kassiert, wodurch Bremerhaven sechs Freiwürfe plus Ballbesitz zugesprochen bekam. Osmundson verwandelte fünf der sechs Versuche und kurz drauf traf Jan Lipke aus dem Feld, so dass die Gastgeber die Führung mit 23:22 zurück erobert hatten. Doch die Albatrosse kamen nach dieser kurzen Phase stark zurück. Angeführt vom nicht zu bremsenden Julius Jenkins, der in dieser Phase zehn Zähler markierte, antworteten sie mit einer 18:2-Serie. Den Bremerhavenern fiel gegen ALBAs Defense nichts zwingendes mehr ein und vorne kam auch der vorher unscheinbare Ansu Sesay ins Spiel. In der letzten Minute konnten die Norddeutschen mit je zwei Punkten von Valeika und Watsen den Rückstand noch in den einstelligen Bereich bringen (33:42).
McElroy war mit 13 Punkten, 9 Rebounds und 5 Assists effektivster Berliner
Die Eisbären liefen weiter heiß aus der Distanz: Erst Ivey und kurz darauf erneut Callahan netzten für Drei ein. Die Albatrosse bekamen im Angriff immer Probleme mit Bremerhavens Zonenverteidigung und blieben ohne Korberfolg. Als wenig später Nicholson am Brett verwandelte stand die Stadthalle Kopf und die Albatrosse führten plötzlich nur noch mit sieben Zählern. Jacobsen traf einen wichtigen Dreier aus der Ecke, doch die Eisbären hatten sich in einen Rausch gespielt und wollten mehr. Ivey und Callahan (5/8 Dreiern, 22 Punkte) trafen erneut von der Dreierlinie und ALBA brauchte bei nunmehr nur noch zwei Punkten Führung eine Auszeit. Vier Minuten vor Schluss war es nun noch einmal richtig spannend geworden. Bremerhaven stand weiter tief in der Zonenverteidigung, gegen die sich die Albatrosse weiter schwer taten. Aber die Reboundschwäche der Zone nutzten Dragan Dojcin und Sascha Nadjfeji konsequent aus und fischten mehrere offensive Abpraller vom Brett. Diese müntzen sie auch in Punkte um, so dass ALBA sich wieder auf 75:69 absetzen konnte. Ivey verfehlte im Gegenzug den Dreier und bei anderthalb Minuten Restzeit sorgte Immanuel McElroy schließlich für die Entscheidung: Über die Baseline schneidend vollstreckte er mit krachendem Dunking über Bremerhavens Centergarde hinweg und klaute in der anschließenden Verteidigungssequenz den Ball. Jetzt war der Widerstand der Eisbären, die sich eindrucksvoll zurück gekämpft hatten, doch gebrochen. ALBA gewann schlussendlich mit 78:69. Jetzt muss sich das Team von Luka Pavicevic den schweren Aufgaben in den nächsten zwei Wochen zu wenden: Am Donnerstag kommt der FC Barcelona in die o2 World, am Wochenende steht das Pokal-TOP4 in Hamburg auf dem Programm und kurz darauf ist Maccabi Tel Aviv zu Gast in Berlin.


