Spanische Topmannschaft FC Barcelona zu stark für ALBA
(26.2.) Wie im Hinspiel bleib ALBA BERLIN auch in der heimischen o2 World chancenlos gegen das Starensemble des FC Barcelona und verlor mit 57:75. Von Beginn an machten die Spanier den Hauptstädtern mit kompromissloser Verteidigung des Leben schwer und spielten offensiv ihre individuelle Klasse aus. ALBAs Neuzugang Blagota Sekulic gab mit 4 Rebounds und 4 Punkten ein vielversprechendes Debüt.
Rashad Wright war mit 10 Punkten zweitbester Scorer
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Die Partie stand ganz im Zeichen von 46664, der von Nelson Mandela ins Leben gerufenen, weltweiten Initiative zum Kampf gegen die Ausbreitung von HIV und Aids. Alle Spieler wärmten sich in T-Shirts mit dem Kampagnenlogo auf und trugen während des Spiel 46664-Klebetattoos am Körper. ALBA-Mannschaftskapitän Johannes Herber hielt eine kurze Rede, in der er stellvertretend für alle Beteiligten das Engagement der Euroleague zugunsten der 46664-Kampagne erklärte.
Zum Auftakt taten sich beide Teams schwer, ins Spiel zu kommen, vor allem die Albatrosse hatten große Probleme, Struktur in den Angriff zu kriegen. Auch bei Barcelona, wo mit Andersen und Santiago gleich zwei etatmäßige Center in der ersten Fünf standen, lief es erst nicht rund, doch sie spielten deutlicher ihre individuelle Klasse aus. Dabei waren es vor allem Superstar Juan Carlos Navarro (der heute die 2.000 Punktemarke in der Euroleague durchbrach) und Center Andersen, die Punkte für die Katalanen aufs Scoreboard brachten. Nach ALBA-Zählern von McElroy und Jacobsen hatten sie Barcelona nach sechs Minuten 11:4 in Führung geschossen. Nach einer Auszeit von Luka Pavicevic kamen die Albatrosse durch Dreier von McElroy und Wright wieder auf einen Zähler heran, doch die Spanier setzen sich mit einem 7:0-Lauf und knochenharter Verteidigung bis zur Viertelpause prompt wieder auf 18:10 ab.
Im zweiten Viertel begannen die Berliner zusehendes den Faden zu verlieren. Vor allem aufgrund der starken Defense von Barcelona, die zahlreiche Ballverluste forcierte, gelang ALBA vier Minuten lang kein Korb. Die Katalanen setzten sich Stück für Stück ab und begannen im Angriff immer sicherer zu treffen. Rashad Wright ging beherzt einem schon verlorenen Ball hinterer und konnte am Brett endlich die Durststrecke seines Team beenden. Barcelona hatte indes aber schon auf 25:12 vorgelegt. Selbst vermeintlich einfache Würfe der Albatrosse, von den Barca wahrlich wenige zu ließ, sprangen nun wieder aus dem Ring und so standen in der 18. Minute magere vier ALBA-Punkte im zweiten Abschnitt 16 Zählern der Gäste gegenüber. Bei Barcelona ging nun trotz weiterhin engagierter Berliner Verteidigung nur noch wenig daneben: Fran Vasquez, Grimau und Andersen setzten offensiv treffsicher die Akzente und setzten ihr Team auf 36:16 ab. Kurz vor der Halbzeit brachte Sascha Nadjfeji mit einem Fastbreak-Dunking wieder Leben in die Ränge der o2 World, doch zwei mal Vasquez mit erfolgreichem Abschluss am Brett sorgte wieder für Ernüchterung und für eine klare 40:19-Pausenführung der Gäste.
Blagota Sekulic feierte einen gelungen Einstand
Mit solch einem Rückstand zu Beginn des letzten Viertels sind die Siegchancen gegen den FC Barcelona eher gering. Um das zu verdeutlichen versenkte Andre Barrett unmittelbar mit Beginn der letzten zehn Minuten ansatzlos von der Dreierlinie. Die Albatrosse steckten zwar weiterhin nicht auf, aber auch die Katalanen dachten nicht daran, in der Defensive einen Gang zurück zu schalten. Sesay und Chubb trafen für die Berliner - auf der Gegenseite waren Basile und erneut Barrett zur Stelle. An dem hohen Rückstand änderte sich nicht mehr viel. Blagota Sekulic bekam noch viel Gelegenheit sich weiter mit seinen Teamkollegen einzuspielen. Er gestaltete seinen ersten Auftritt sehr ordentlich und kam am Ende in 12 Minuten auf 4 Punkte und 4 Rebounds. Steffen Hamann drehte kurz vor Schluss noch einmal auf und sorgte mit einem Dreier und zwei Fastbreaks nach Ballgewinn für einen versöhnlichen Abschluss und viel Applaus von den 10.096 Zuschauern im Rund der o2 World. Die Partie endete mit einer 57:75-Niederlage für die Albatrosse, die an diesem Abend dem spanischen Topclub und Mitfavoriten um die Euroleague-Krone nicht das Wasser reichen konnten. Damit hat ALBA keine Chance mehr auf das Erreichen des Viertelfinales.
Zeit zum Durchschnaufen bleibt den Berlinern nicht: Schon am nächsten Morgen reist das Team von Luka Pavicevic nach Hamburg, wo es am Samstag Abend beim Pokal-TOP4 gegen die Frankfurt Skyliners um den Einzug ins Finale am Sonntag kämpft.


