ALBA nach begeisterndem Sieg über Frankfurt im Pokal-Finale
(28.2.) In einem hochklassigen Halbfinale bezwang ALBA beim TOP4 in Hamburg die Frankfurt Skyliners mit 81:69 und kämpft nun am morgigen Sonntag gegen Bonn um den Pokaltitel. Sascha Nadjfeji (15 Punkte), Julius Jenkins (14, 3 Assists) und Immanuel McElroy (12, 7 Rebounds, 4 Assists) scorten zweistellig, aber der Berliner Sieg war vor allem das Resultat einer herausragenden Defensive, in der alle eingesetzten Akteure mit voller Intensität zu Werke gingen.
Rashad Wright mit 9 Punkten und großem Einsatz
Nervöser Start beider Teams: Lange Zeit standen nur ein Korbleger von Adam Chubb für ALBA und zwei Freiwürfen von Titus Ivory auf Frankfurter Seite zu Buche. Beide Teams verteidigten mit sehr hoher Intensität. Im Angriff suchte Frankfurt immer wieder im Post-Up unter dem Brett den Erfolg, während ALBA wie gewohnt seine Systeme durchlief. Ab der fünften Minute nahm die Partie offensiv Fahrt auf und die Berliner setzten sich über eine 7:0-Serie mit Körben von McElroy (Korbleger), Jacobsen (Dreier) und Hamann (Fastbreak-Dunk) auf 9:4 ab. Frankfurt konterte und hatte nach einem Dreier von Pascal Roller den 11:11-Ausgleich erzielt. Titus Ivory legte für die Hessen wenig später noch einen Treffer aus 6,25 Metern nach, doch die restlichen zwei Minuten des Viertels gehörten nur noch ALBA: Erst Chubb mit zwei Freiwürfen, dann Nadjfeji mit einem Dreipunktespiel und schließlich Jacobsen mit seinem nächsten Dreier sorgten für eine 21:14-Viertelführung für Berlin.
Auch im zweiten Abschnitt gefiel ALBA vor allem durch knochenharte Defense. Die Skyliners fanden keine einfachen Abschlüsse und die resultierenden Rebounds wurden von den Albatrossen sicher eingesammelt. Vier Brettpunkte vom aufpostenden Lorenzo Gordon brachten Frankfurt wieder auf fünf Zähler heran, doch ein erneuter Berliner Lauf verschaffte Luft: Jenkins für Drei sowie Chubb und McElroy sorgten für die bisher höchsten Führung von 30:18. Die Skyliners stellten um auf eine Zonenverteidigung und brachen damit den Rhythmus der Berliner. Derrick Allen schlug mit sieben Punkten Kapital aus einer Fehlwurfserie der Albatrosse, wodurch deren Vorsprung zur Halbzeit auf 32:26 geschmolzen war.
Immanuel McElroy hielt in der Schlussphase mit seinen Offensivrebounds den Sieg fest
Mit fünf schnellen Punkten setzte Julius Jenkins sein Team, das in der Defensive wieder eine Schippe drauflegte, weiter ab. Die hohe Intensität in der Verteidigung ging allerdings auf Kosten vieler Foulpfiffe: In der 33. Minute waren Dojcin, Sesay, Wright mit drei und Chubb und Nadjfeji mit vier Fouls belastet. Zum Glück war Sekulic zur Stelle, der sich schön unter dem Brett durchsetzte und auf 62:52 erhöhte. Frankfurts Jenkins, der sein Team bisher von der Freiwurflinie im Spiel gehalten hatte, kassierte auch das vierte Foul und musste wieder auf der Bank Platz nehmen. Derrick Allen übernahm nun wieder Verantwortung, aber die Berliner spielten abgebrüht ihr Spiel herunter. In der 36. Minute netzte der frisch von der Bank gekommen Casey Jacobsen für Drei zum 67:56 ein. Evtimov hielt noch mal aus der selben Distanz dagegen, aber Rashad Wright streute prompt den nächsten Dreier ein. Wright warf sich wenig später dem Ball hinter her, rette ihn, und läutete damit einen Fastbreak ein, den Immanuel McElroy per Dreipunktespiel zum vorentscheidenden 73:59 verwertete. McElroy sicherte in den folgenden Angriffen wichtige Rebounds für sein Team, wodurch endlich die Vorzeichen klar auf ALBA-Sieg gepolt waren. Frankfurt probiert es noch mit Stopp-the-clock, aber die Berliner, in Person von Rashad Wright, fuhren den Halbfinal-Sieg von der Freiwurflinie sicher nach Hause. Nach dem 81:69-Erfolg trifft das Team von Luka Pavicevic nun am morgigen Sonntag um 15 Uhr in der Colorline Arena auf die Telekom Baskets Bonn, die sich im anderen Halbfinale gegen die Giants Düsseldorf problemlos mit 83:62 durchsetzen.


