69:44 gegen Bonn im TOP4-Finale - ALBA holt sechsten Pokaltitel!
(1.3.) Mit einem klaren 69:44-Sieg über die Telekom Baskets Bonn hat sich ALBA BERLIN im Finale des TOP4 in Hamburg zum sechsten Mal in der Vereinsgeschichte den BBL-Pokal gesichert. Die überragende Verteidigungsarbeit der Albatrosse, die pro Halbzeit nur 22 Punkte zuließen, war erneut Grundstein für den Erfolg. Treffsicherster Albatros war Julius Jenkins, der 25 Punkte für sein Team erzielte.
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Die über 800 ALBA-Fans - aufgrund der Finaleteilnahme hatten sich noch viele Berliner zu einer Spontanreise in die Hansestadt entschieden - unter den 6.645 Zuschauern sorgten bereits vor Spielbeginn gemeinsam mit dem Bonner Fantross für tolle Stimmung in der Arena. Beide Teams starteten nervös ins Finale, die Anfangsphase war vor allem von viel Verteidigungsarbeit geprägt. Nach einem Korbleger von Chubb und einem Dreier von Bowman fiel minutenlang kein Korb mehr. An Highlights mangelte es trotzdem nicht. Auch wenn Adam Chubb vorne zwei mal den Ball verlor, revanchierte er sich auf der Gegenseite um so spektakulärer und blockte zwei Bonn-Korbleger in die Tribüne. Auch Johnson glänzte auf der Gegenseite mit einem Monsterblock und in der fünften Minuten brachte Frazier Bonn mit einem Dreier 8:4 in Front. Doch viel mehr Punkte gab es nach wie vor nicht zu sehen. Beide Seiten verteidigten mit harten Bandagen und im Angriff konnten die Spieler die Nervösität nicht abschütteln. Immanuel McElroy mit einem Tip-In und zwei Freiwürfen sowie Julius Jenkins ebenfalls mit zwei Treffern von der Linie sorgten kurz vor der ersten Pause für den 10:10-Ausgleich, doch Winsome Frazier bescherte den Bonnern noch eine hauchdünne Zwei-Punkte-Führung.
Johannes Strasser zeichnete mit einem Dreier aus der Ecke für die bis dato höchste Führung von 15:10 für Bonn verantwortlich. Doch ALBA kam zurück: Der gut aufgelegte Adam Chubb per Tip-In und Korbleger sowie Dragan Dojcin von der Dreierlinie eroberten die Führung zurück. Die Albatrosse verteidigten genau so stark wie bereits am Vortag gegen Frankfurt und hielten die Zone sauber. Neun Zähler in Folge vom aufdrehenden Jenkins brachten Berlin in der 18. Minute einen 26:19-Vorsprung ein. Sekulic, der aber bereits sein drittes Foul kassierte, mit einem verwandelten Freiwurf und Wright im Fastbreak erhöhten weiter, aber Ken Johnson per Hakenwurf und von der Freiwurflinie beendete eine lange Bonner Durststrecke. Die Baskets wechselten kurz auf Zonenverteidigung, stellten dieses Vorhaben aber schnell wieder ein, da Julius Jenkins ihnen prompt eine Treffer aus über 6,25 Metern einschenkte. Die letzte Aktion der Halbzeit blieb Rashad Wright vorbehalten, der aus der Mitteldistanz den 34:22-Pausenstand herstellte.
Bonn agierte nach dem Seitenwechsel offensiv unsicher und legte zu Beginn der zweiten Halbzeit eine ganze Reihe von Distanzwürfen
daneben. Die Albatrosse nutzen die Chance nicht, noch weiter davon zu ziehen, hielten aber dank Punkten von Nadjfeji am Brett ihren Vorsprung. Bonns Frazier und Strasser kassierte bis zur 25. Minute beide ihr jeweils viertes Foul. Das Spiel blieb zerfahren: ALBA unterliefen vorne immer wieder Turnover, aber auch die Bonner offenbarten große Abstimmungsschwierigkeiten. Durch drei Distanzwürfe von Ken Johnson kamen die Baskets in der 28. Minute wieder auf 33:42 heran. Als wenig später Rowland zweimal von der Freiwurflinie einlochte, war der ALBA-Vorsprung bedenklich geschmolzen, aber Immanuel McElroy war in der Schlussminute des Viertels mit einem Dreier zur Stelle und machte das Polster wieder zweistellig. Nach einem erneuten Viertel mit geringer Punktausbeute ging es mit 45:35 in den Schlussabschnitt.
Johnson und Bowman punkteten für Bonn, aber der MVP hielt dagegen: Julius Jenkins versenkte zwei Dreipunktewürfe in Serie und setzte ALBA damit auf 51:39 ab. Die Albatrosse arbeiteten weiterhin stark in der Defensive und dominierten dort schon das ganz Spiel den Rebound. Johnson traf erneut aus der Distanz, doch ein Dreipunktspiel von McElroy im Fastbreak vergrößerte den Abstand auf 54:39. Die Bonner wirkten zusehends ratlos und ihnen rannte die Zeit davon. ALBA hingegen baute den Vorsprung mit aller Seelenruhe aus und hatte nach einer traumhaften Pass-Staffette, abgeschlossen mit einem "Parkplatz-Dreier" von Casey Jacobsen, vier Minute vor Schluss sogar die 20-Punkte-Marke durchbrochen. Die Messe war gelesen und die Albatrosse konnten die letzten Minuten noch zum Schaulaufen nutzen. Die ALBA-Fans feierten ihre Mannschaft und ihren ersten Titel der Saison. Nach 40 Minuten war
es amtlich: Der Pokalsieger 2009 heißt ALBA BERLIN!


