Albatrosse bewahren auch gegen Köln o2 World-Heimnimbus
(19.3.) Mit 86:77 besiegte ALBA BERLIN am Donnerstag Abend die Köln 99ers und bleibt damit in der BBL zuhause ungeschlagen. Nachdem die Berliner die Partie schon unter Kontrolle zu haben schienen, machten die Kölner die Schlussphase noch einmal richtig spannend. Im entscheidenden Moment konnten die Albatrosse um Topscorer Julius Jenkins (23 Punkte, 5 Assists) aber noch einmal einen Zahn zulegen und den 66. Sieg im 100. ALBA-Spiel von Luka Pavicevic einfahren.
Blagota Sekulic mit 12 Punkten und 3 Rebounds
Video-Highlights >>
Radio Eins Spielbericht >>
Die Albatrosse starteten fahrig in die Partie und vertändelten zu Beginn einige Bälle. So kamen die Kölner über Turner und Hunt zu einfachen Punkten und gingen 6:2 in Führung. Steffen Hamann fasste sich ein Herz und brachte sein Team mit zwei Ballgewinnen und sechs Zählern in Serie endlich ins Spiel. In der sechsten Minute schoss Casey Jacobsen ALBA aus der Ecke erstmals in 10:8 in Front. Doch so richtig hatten die Albatrosse ihren Rhythmus immer noch nicht gefunden und Köln eroberte über Korbleger von Jordan und Freiwürfe von Milosevic die Führung zurück. Der von der Bank kommende Julius Jenkins führte sich mit einem Dreier gleich gut ein, aber Bavcic antwortete prompt aus der selben Distanz. Nach einem Korbleger von Nadjfeji ging es ausgeglichen mit 15:15 in die erste Viertelpause.
Nach Fehlwürfen auf beiden Seiten startete Rashad Wright eine kleine Serie der Albatrosse: Er tankte sich zweimal am Brett durch und Blagota Sekulic tat es ihm anschließend gleich, währden Köln ohne Punkte blieb. Mit diesem 8:0-Run hatte sich das Team von Luka Pavicevic auf 23:15 abgesetzt. Bavcic konnte sich noch einmal gegen die immer stärker werdende ALBA-Verteidigung durchsetzen, danach starteten die Berliner einen erneuten Lauf: Neun unbeantwortete Punkte von Jenkins, McElroy und Chubb bedeuteten das 32:17 nach 17 Minuten. Die 99ers kamen über Distanzwürfe von Jordan und Fereti wieder in Spiel, aber Julius Jenkins lief heiß und schenkte der Kölner Ball-Raum-Verteidigung zwei Dreipunktewürfe in Folge ein. Roberte Turner verkürzte vor der Halbzeit noch wieder, doch auch Immanuel McElroy war für Drei zur Stelle und bescherte seinem Team eine 44:29-Halbzeitführung.
Immanuel McElroy (13 Punkte, 5 Rebounds, 7 Assists) in der Schlussphase mit allem Einsatz
Zu Beginn des Schlussviertels legte Youngster Tibor Pleiß gleich noch ein Dreipunktespiel nach und Köln führte 65:57. Julius Jenkins rüttelte seine Mannschaft mit einem Vierpunktespiel (Dreier plus Bonusfreiwurf) schließlich wieder wach. Die Intensität in der Verteidigung wurde erhöht und Steffen Hamann mit energischem Zug ans Brett sowie dem Dreier aus der Ecke verkürzte auf 66:67. Die Albatrosse ließen in der Defense weiter keine Punkte zu, so dass Sascha Nadjfeji mit einem Freiwurf und einem Korbleger ALBA wieder 69:67 in Front brachte. Die Partie war wieder offen und es entwickelte sich bei immer weniger verbleibender Spielzeit ein offener Schlagabtausch. Michael Jordan schoss sein Team von der Dreierlinie wieder in Führung, doch Dragan Dojcin ebenfalls für Drei und Immanuel McElroy mit Fastbreakdunk nach Ballgewinn setzten ALBA wieder etwas ab. Erneut war es Michael Jordan, der diesmal beim Dreier gefoult wurde und alle drei Freiwürfe traf und wieder auf einen Zähler verkürzte. Doch Julius Jenkins war erneut zur Stelle und netzte den nächsten Dreier ein. Nach einer erfolgreichen Verteidigungssequenz wurde Sekulic an die Linie geschickt, wo er einen Treffer erzielte und sein Team dadurch mit einem 80:75 in die letzten zwei Minuten ging. Eine Minute später verkürzte Robert Turner wieder auf drei Zähler Berlin-Führung, aber Julius Jenkins legte mit zwei wichtigen Freiwürfen wieder auf fünf vor. In der letzten Minute brachten die 99ers gegen die ALBA-Defense nichts mehr zustande. Sie schickten Blagota Sekulic immer wieder an die Freiwurflinie, wo dieser sich aber keine Blöße gab und ALBA damit am Ende einen 86:77-Heimerfolg und Cheftrainer Luka Pavicevic den 66. Sieg in seinem 100. ALBA-Spiel bescherte.
In der Bundesligatabelle haben sich die Hauptstädter durch den Sieg auf den zweiten Platz vorgeschoben, obwohl sie noch zwei Nachholspiele zu absolvieren haben.


