74:68 in Paderborn - Albatrosse mit 5. Sieg in Folge weiter auf Kurs
(21.3.) Einen 74:68-Auswärtssieg hat ALBA BERLIN am Samstag Abend in der Paderborner "Maspernhölle" erkämpft. Gegen die erwartet beherzt zu Werke gehenden Westfalen, die in der BBL zuhause seit 16 Wochen ungeschlagen waren, blieben das Spiel bis in die Schlussminute spannend. Erst 20 Sekunden vor dem Ende sorgte Immanuel McElroy, neben dem vier weitere Albatrosse zweistellig punkteten, mit seinem Dreier für die endgültige Entscheidung.
Julius Jenkins war mit 16 Punkten (5 Assists) Topscorer
Nach einem Korbleger von Esterkamp und einem Freiwurf von Ensminger für Paderborn konterte ALBA mit acht unbeantworteten Punkten: Immanuel McElroy (11 Punkte, 4 Assists, 3 Rebounds) am Brett und Ansu Sesay (ebenfalls 11) zwei mal von der Dreierlinie sorgten für einen 8:3 Vorsprung. Steffen Hamann hatte schnell zwei Fouls gesammelt und musste früh wieder auf die Bank. Auf beiden Seiten lief es noch nicht rund, die Ballverluste häuften sich. Paderborn glich über Wright und Ensminger wieder aus, aber die Albatrosse setzten sich erneut ab: Ein Korbleger und ein Dunking von Nadjfeji sowie ein Jumpshot von Jenkins bedeuteten das 16:10. In den letzten zwei Minuten des Viertels fanden die Berliner keinen erfolgreichen Abschluss mehr, was Baskets-Center Marius Nolte mit vier Punkten in Brettnähe nutze, um auf 14:16 nach zehn Minuten zu verkürzen.
Julius Jenkins legte zu Beginn des zweiten Abschnitts per Korbleger auf 18:14 vor, doch Paderborn glich über Felton und Garris erneut aus. Die Paderborner schwächelten im Abschluss, aber ALBA versäumte es, die resultierenden Abpraller einzusammeln. Nach mehreren Offensivrebounds gingen die Gastgeber so in der 14. Minute nach einem Dreier von Esterkamp wieder in Führung. Steffen Hamann kassierte sein drittes Foul und musste erneut auf die Bank. Rashad Wright hatte sich kurz vorher am Fuß verletzt und konnte in dem Spiel nicht mehr eingreifen. So stand Luka Pavicevic für den Moment kein etatmäßiger Aufbauspieler mehr zur Verfügung. Immanuel McElroy musste dafür den Spielaufbau übernehmen. Offensiv wurde Paderborn stärker und fand vor allem unter dem Korb immer wieder erfolgreiche Ausstiege. Die Albatrosse hatten aus der Distanz nicht die richtige Wurfjustierung, aber Julius Jenkins machte die Schwäche wett, in dem er stets das Brett attackierte und dort vollendete oder auf den freien Mann ablegte. Trotzdem lagen die Hausherren nach Korbleger und Freiwurf von Peavy in der 19. Minute mit 33:26 vorn. Ansu Sesay hielt ALBA mit seinem dritten Dreier im Spiel, aber McAllister antwortete ebenfalls für Drei. Die letzten Punkte der Halbzeit erzielte Sascha Nadjfeji, der am Ende auf 11 Punkte kam, mit einem Freiwurf zum 30:36-Pausenstand aus Berliner Sicht.
13 Punkte und 7 Rebounds von Blagota Sekulic
McElroy eröffnete den Schlussabschnitt mit zwei Punkten und nach einem Jumper von Terwilliger legten Najdfeji und Sekulic vier weitere zum 58:52 nach. Beide Team lieferten sich jetzt einen heißen Fight, so dass es mehrheitlich schwierige Würfe und Defensivaktionen zu bewundern gab. Ein Korbleger sowie Freiwurf von McAllister machte das Spiel wieder enger, doch Steffen Hamann war zwei mal in Folge mit wichtigen Körben zur Stelle und brachte sein Team vier Minuten vor dem Ende 62:55 in Front. Die Baskets warfen reihenweise Dreier daneben, erkämpften sich aber immer wieder zwei Wurfchancen (ALBA verlor das Reboundduell 27:46). So auch in der 37. Minute als sich Chris Ensminger nach verworfenem Distanzwurf den Offensivrebound angelte und auf fünf Zähler Rückstand verkürzte. Die Albatrosse spielten in den letzten Minuten ihre Angriffe routiniert aus und ließen sich durch den Druck der Hausherren nicht beeindrucken: Obwohl Paderborns Wright endlich für Drei traf, blieben Julius Jenkins und Blagota Sekulic an der Freiwurflinie cool und hielten den Gegner auf Distanz. So führte die Mannschaft von Luka Pavicevic zwei Minuten vor dem Ende mit 68:60. Wenig später nahm Casey Jacobsen von der Dreierlinie Maß und verwandelte eiskalt, obwohl er bis dato nur Fahrkarten produziert hatte. Eigentlich schien die Entscheidung gefallen, doch sechs verworfene Freiwürfe von Jenkins, Jacobsen und Hamann sowie auf der Gegenseite zwei weitere Dreier von Wright machten es plötzlich doch noch einmal richtig eng. Immanuel McElroy hatte genug gesehen, drückte 20 Sekunden vor Schluss von der Dreierlinie ab und brachte mit seinem Treffer den ALBA-Sieg endgültig in trockene Tücher. Mit 74:68 holten die Berliner einen hart erkämpften Erfolg in der "Maspernhölle" und sind mit dem fünften BBL-Sieg in Folge Tabellenführer Oldenburg, der in Nördlingen 61:56 gewann, weiter dicht auf den Fersen. ALBA gewann damit in der Bundesliga zum fünften Mal in Folge, was aktuell die beste BBL-Serie ist.
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