ALBA unterliegt den Brose Baskets Bamberg im Spitzenspiel
(4.4.) Im Topspiel des 29. Spieltags musste sich ALBA BERLIN den Brose Baskets mit 62:72 geschlagen geben. Von Beginn an liefen die Berliner einem Rückstand hinterher und konnten das Spiel, trotz viel Einsatz in der Defense, aber mit wenig Glück aus der Distanz (21% Dreierquote), nicht mehr drehen. ALBA-Topscorer war Blagota Sekulic mit 19 Punkten und 3 Rebounds, Immanuel McElroy erzielte ein Double Double aus 10 Punkten und ebensovielen Rebounds.
Julius Jenkins erwischte einen schwarzen Tag aus der Distanz (22% Trefferquote, 9 Punkte)
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Nach einem Blitzstart der Bamberger vor der mit 11.207 Zuschauern gut gefüllten o2 World mussten die Albatrosse unmittelbar einem zweistelligen Rückstand hinterherlaufen. Während die Berliner die ersten Angriffe erfolglos abschlossen, verwandelten die Franken erst zwei Korbleger über Suput und Brown und netzten im Anschluss (Goldsberry und Suput) für Drei zum 10:0 ein. Ansu Sesay hatte in dieser Phase zwei schnelle Fouls kassiert und musste direkt wieder auf die Bank. ALBA, weiterhin durch den Ausfall von Spielmacher Rashad Wright gehandicapt, kam endlich besser in das Spitzenspiel, das von Beginn an sehr emotional geführt wurde, und kämpfte sich über Brettpunkte von Chubb, Jacobsen und Hamann wieder heran. Die Hauptstädter hatten die Intensität in der Verteidigung erhöht, mussten aber immer noch zu viele Offensivrebounds der Gäste hinnehmen. Diese hielten ALBA mit einem Dreipunktespiel von Center Brown und weiteren Zählern von Suput auf Distanz. Die Berliner Verteidigung griff immer besser, so dass das Team von Luka Pavicevic nach einem Dreier von Casey Jacobsen in der neunten Minute auf 16:17 dran war. Damit war klar, dass Casey Jacobsens Serie nicht gerissen war und er zum 25. Mal in Folge in einem BBL- oder Pokal-Spiel aus der Distanz getroffen hatte. Bis zur Viertelpause setzte Robert Garrett Bamberg mit zwei Freiwürfen aber wieder auf 19:16 ab.
Casey Jacobsen läutete den zweiten Abschnitt mit seinem nächsten Dreier zum 19:19-Ausgleich ein. Doch die Führung konnten die Albatrosse nicht an sich reißen, denn Elton Brown im Pick&Roll und Rivera von der Dreierlinie legten wieder vor für die Gäste. Blagota Sekulic und Elton Brown lieferten sich untern den Körben ein packendes Duell, was der Berliner erst einmal für entschied. Er erzielte sechs Punkte aus schönen Bewegungen in Folge, doch Bamberg blieb Dank einem Dreier von Rivera in Führung. Als in der 18. Minute McElroy, der am Ende auf ein Double-Double aus 10 Punkten und 10 Rebouns kam, den Putback und erneut Sekulic nach eigenem Steal den Fastbreak verwandelten, war die Partie wieder ausgeglichen (31:31). Doch wieder gelang es den Albatrossen nicht, die Führung zu übernehmen, denn Rivera per Dreier mit Hand im Gesicht und Elton Brown am Brett setzten die Bamberg auf 36:32 ab. Mit zwei Freiwürfen konnte Julius Jenkins zur Pause noch auf 34:36 verkürzen.
Bambergs Suput war mit 23 Punkten und 10 Rebounds nicht zu stoppen
Tim Ohlbrecht setzte Bamberg zu Beginn des Schlussabschnitts etwas unerwartet mit einem Dreier wieder ab, aber die Albatrosse kamen wieder heran: Dojcin mit zwei Freiwürfen, Nadjfeji zweimal am Brett (einmal davon Dreipunktspiel) und McElroy per Dreier legten einen 10:0-Lauf aufs Parkett und glichen wieder aus (57:57). Wenig später baute Dragan Dojcin die Serie mit einem Freiwurf auf 11:0 aus und sorgte damit für die erste ALBA-Führung des Abends. Bamberg konterte jedoch mit Brettpunkten von Taylor und Suput, so dass sich Luka Pavicevic zur Auszeit gezwungen sah. Kopf an Kopf ging es in die Schlussphase einer bisher schon dramatischen Partie. Sascha Nadjfeji und Dragan Dojcin mussten beide mit fünf Fouls das Feld verlassen und auch Ansu Sesay folgte ihnen wenig später. Drei Minuten vor dem Ende versenkte Demond Greene von der Dreierlinie seinen ersten Feldwurf und setzte Bamberg wieder 65:58 ab. Sekulic konnte noch einmal mit zwei Freiwürfen verkürzen, doch die Zeit tickte unaufhaltsam herunter. Nach einem Korbleger von Garrett und Fehlwurf auf der Gegenseite von Jenkins wurden ALBAs Chancen 90 Sekunden vor dem Schluss beim Stand von 67:60 immer geringer. Suput und Rivera zeigten noch mal Nerven an der Freiwurflinie, aber die Albatrosse konnten daraus vorne kein Kapital mehr schlagen und mussten schließlich mit 62:72 die erste Niederlage gegen ein deutsches Team in der o2 World hinnehmen.
Stimmen zum Spiel
Chris Fleming (Brose Baskets Bamberg):
Erst noch einmal nachträglich Glückwunsch an ALBA zum Pokalsieg und vor allem zum Erreichen der TOP16 Europas. Das war wirklich etwas ganz Besonderes für den deutschen Basketball, was in den Medien nicht genug gewürdigt wurde. Was dieses Spiel angeht, war es für uns entscheidend, nach der frustrierenden Niederlage gegen Oldenburg diesen Sieg zu holen. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, dass sie so zurückgekommen ist. In der zweiten Halbzeit haben wir die Blöcke gut verteidigt und offensiv die richtigen Entscheidungen getroffen. Der Sieg war für uns sehr wichtig, wohl wichtiger als für die Berliner, aber trotzdem war das heute kein Playoffspiel.
Luka Pavicevic (ALBA BERLIN):
Glückwünsche an Chris Fleming sind angebracht. Seine Mannschaft hat stark gespielt und einen sehr wichtigen Sieg geholt. Bamberg gehört zu den besten Teams in Deutschland hat sehr gute Einzelspieler im Kader. Wir hatten von Beginn an Probleme, unser Spiel zu etablieren. In bestimmten Situationen haben wir nicht die richtigen Antworten gefunden, obwohl der Einsatz in der Defensive gestimmt hat. Wir wurden für alle Fehler, zum Beispiel, dass wir zu viele Rebounds weggegeben haben, von Bamberg bestraft.


