ALBA behält die Nerven in der Crunchtime und siegt 80:77 in Tübingen
(19.4.) Im vorletzten Auswärtsspiel der Punktrunde setzte sich ALBA BERLIN am Sonntag knapp mit 80:77 bei den Walter Tigers Tübingen durch. Mehrfach holten die Albatrosse hohe Rückstände wieder auf und behielten in der Schlussphase die Nerven: Trotz einer katastrophalen Quote an der Linie (54%) trafen Julius Jenkins (18 Punkte, 6 Assist) und Ansu Sesay (10 Punkte, 12 Rebounds) am Ende die entscheidenden Freiwürfe.
Casey Jacobsen erzielte 17 Punkte mit überragenden Quoten (3/3 2er, 3/6 3er, 2/2 Freiwürfe)
Die ersten Zähler der Partie markierte Tübingens Topscorer Rasko Katic, aber Jacobsen für Drei und per Korbleger antwortete umgehend. Adam Chubb legte freigespielt von Immanue McElroy einen Dunking zum 9:2 hinterher, wurde dabei sogar gefoult, konnte den Freiwurf aber nicht nutzen. Brettpunkte von Ratkovica, Katic und Haynes ließen den ALBA-Vorsprung schmelzen, bis Adam Chubb in der 6. Minute nach einem Dunk sein nächstes potentielles Dreipunktespiel machen konnte - er verfehlte aber wieder den Freiwurf. Sein Gegenüber Katic machte es auf der Gegenseite besser und verwandelte zwei Freiwürfe, doch Chubb konterte erneut unter dem Korb. Nach zwei Ballverlusten von Julius Jenkins gegen die überraschend aggressive Verteidigung der Gastgeber, die Michael Haynes beide im Fastbreak in Punkte ummünzte, lagen die Tigers wieder mit 18:15 vorn. Jenkins antwortete trocken per Dreier, aber auch Moye traf aus der Distanz. Im letzten Angriff des Viertels verkürzte Blagota Sekulic den Rückstand noch auf 20:21.
Sekulic legte nach und eroberte die Führung zum Auftakt des zweiten Abschnitts zurück. Haynes aus 6,25 Metern, Moye per Tip-in und Anderson, der wie kurz vorher Steffen Hamann einen von zwei Freiwürfen versenkte, drehten den Vorsprung wieder auf 27:23. Bei den Albatrossen lief es nicht rund, Ballverluste und Fehlwürfe häuften sich. Williams setzte Tübingen auf 29:23 ab und da McElroy und auf der anderen Seite Chaney auch nur einen Freiwurf trafen, blieb Tübingen bis zur 16. Minute weiter mit sechs Zählern vorn. Luka Pavicevic stellte sein Team in einer Auszeit neu ein, das danach mit vier schnellen Punkten von Jacobsen prompt auf 28:30 verkürzte. Doch die Tübinger spielten weiter wie entfesselt auf und zogen bis zwei Minuten vor der Pause wieder auf 37:32 davon. Julius Jenkins attackierte immer wieder erfolgreich das Brett, ließ bei zwei Korblegern mit Bonusfreiwurf allerdings auch beide Punkte an der Freiwurflinie liegen. Vier potentielle Dreipunktespiele hatte ALBA in der ersten Halbzeit nicht genutzt und insgesamt an der Freiwurf- sowie Dreierlinie nur zwei von zehn Versuchen ins Ziel befördert. In Anbetracht dieser Quoten fiel der Halbzeitrückstand mit 34:39 sogar noch mäßig aus.
Immanuel McElroy mit 10 Punkten, 4 Rebounds und 3 Assists
Mit einem Dreier von Haynes und drei verwandelten Freiwürfen von Anderson, der beim Distanzwurf gefoult worden war, hatte sich das Blatt im letzten Viertel schnell wieder gewendet. ALBA blieb drei Minuten lang korblos, so dass Tübingen nach vier Zählern durch Williams mit 62:54 vorn lag. Doch die Albatrosse stemmten sich noch einmal mit aller Macht gegen die drohende Niederlage: Anus Sesay, der das ganze Spiel über kein Händchen gefunden hatte, netzte seinen ersten Dreier ein, Steffen Hamann schloss nach Pass von Julius Jenkins per Alley-Oop ab und Sascha Nadjfeji fügte vier Zähler zu einem 9:0-Run der Berliner bei. Die Tübinger, die sowohl mit den Playoffs als auch dem Abstieg nichts mehr am Hut haben, spielten befreit auf und hielten das Spiel offen. Drei Minuten vor dem Ende setzte Julius Jenkins die Hauptstädter auf 67:64 ab, doch Jermaine Anderson glich von der Dreierlinie erneut aus. Haynes schickte sogar noch einen Dreier hinterher, den Ansu Sesay aber prompt mit seinem zweiten Distanztreffer konterte. Nur noch anderthalb Minuten waren beim Stand von 70:70 zu spielen, als Ansu Sesay gefoult und an die Freiwurflinie geschickt wurde. Jetzt, wo es zählte, netzte der Berliner nervenstark beide Versuche ein, wogegen Rasko Katic, den ALBA bei nur 10 Puntken und 2 Rebounds hielt, im Gegenzug zweimal an der Linie patzte. Bei nur noch 50 Sekunden Restzeit war Sascha Nadjfeji zur Stelle, der einen Fehlwurf von Sesay zum 74:70 eintippte. Haynes (mit 23 Punkten Topscorer der Gastgeber) beging auf der anderen Seite einen Schrittfehler, was Jenkins nutzte, um mit ebenfalls zwei erfolgreichen Freiwürfen 25 Sekunden vor dem Ende die Entscheidung herbeizuführen. Tübingen gab sich zwar immer noch nicht geschlagen und stemmte sich mit schnellen Punkten weiter gegen die Niederlage, aber Freiwurftreffer von Sesay und Jacobsen, der mit 17 Punkten großen Anteil am Erfolg hatte, machten alles klar und besiegelten den knappen 80:77-Auswärtssieg der Albatrosse. Damit hat ALBA bei noch vier zu absolvierenden Spielen bereits das Heimrecht in der ersten Playoffrunde in der Tasche.
Spitzenspiel am kommenden Mittwoch
Schon am Mittwoch steht für die Albatrosse in der o2 World ein echtes Schlüsselspiel auf dem Programm: Zum einen gilt es, Platz zwei in der Tabelle im direkten Duell gegen die punktgleichen Göttinger zu verteidigen. Zum anderen kann ALBA durch die Niederlage von Oldenburg gegen die Artland Dragons nun wieder aus eigener Kraft den ersten Tabellenplatz erreichen und braucht daher unbedingt einen Sieg gegen die Überrschangsmannschaft der Saison. Sicher Sie sich hier Ihre Tickets für das Spitzenspiel gegen Göttingen >>


