Höchster Saisonsieg im Spiel um Platz Zwei gegen Göttingen
(22.4.) Mit 91:54 spielte ALBA BERLIN die MEG Göttingen im direkten Duell um den zweiten Tabellenplatz am Mittwoch Abend regelrecht an die Wand. Die Albatrosse waren perfekt auf die berüchtigte Göttinger Verteidigung eingestellt und kontrollierten das Spiel vom Anfang bis zum Ende. Topscorer auf Berliner Seite waren Sascha Nadjfeji (18, 4 Rebounds) und Casey Jacobsen (16, 5 Assists). UPDATE: Video-Highlights und Interviews
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Die Albatrosse waren von Anfang an sehr gut auf das Göttinger Spiel eingestellt. Sie ließen die berüchtigte, druckvolle Verteidigung der Niedersachsen gar nicht erst zum Zuge kommen, stellten die Gäste aber mit der eigenen Defensive vor große Probleme. Nach mehreren freien, aber verworfenen Distanzwürfen der Hauptstädter traf Julius Jenkins nach drei Minuten den ersten Dreier für sein Team. Boone und Trice hatten für Göttingen unter dem Korb gepunktet und sorgten so für einen dünnen 4:3-Vorsprung. Minutenlang ließen die Berliner in der Verteidigung nun keinen Korb zu, eroberten die Führung und bauten sie über Chubb, McElroy und Sesay am Brett bis zur siebten Minute auf 11:6 aus. Mit Ruhe spielte ALBA gegen die heute durch den Ausfall von Charles Lee noch kleiner gewordenen Gäste seine Angriffe aus und konnte sich so mit Freiwürfen von Jacobsen und Jenkins bis zur ersten Pause auf 17:10 absetzen.
Auch im zweiten Viertel begannen die Berliner fokussiert und bauten den Vorsprung weiter aus. Trice mit einem Freiwurf und Brown unter dem Korb scorten für Göttingen, aber zwei mal Sascha Nadjfeji in Brettnähe sowie Steffen Hamann von der Dreierlinie sorgten für die erste zweistellige Führung des Abends (24:13). Die Gäste fanden schließlich aber doch eine sehr wirkungsvolle Option im Angriff und die hieß Clif Brown. Der bullige Forward setzte sich immer wieder mit alle seiner Physis unter dem ALBA-Korb durch. Doch die Berliner hatten das Geschehen im Griff und fanden ein ums andere Mal freie Ausstiege. Ansu Sesay erhöhte in der 25. Minute per Dreier auf 31:19, doch Ben Jacobsen war ebenfalls mit dem ersten Göttinger Distanztreffer zur Stelle. Auch wenn die Niedersachsen in Zonenverteidigung wechselten, kam kein Bruch ins Berliner Spiel – Sekulic per Dunk, McElroy an der Freiwurflinie und Nadjfeji mit dem Buzzerbeater bauten den Vorsprung bis zur Halbzeit auf 42:26 aus.
Mit dieser Führung schien das Spiel schon beim Anbruch des Schlussviertels entschieden zu sein und die Albatrosse erweckten auch nicht den Eindruck, als ob sie sich diesen Sieg noch nehmen lassen würden. Jacobsen und Dojcin unterstrichen dies und erhöhten auf 69:44. Kulawick stoppte den Berliner Lauf kurzfristig mit einem Treffer von der Dreierlinie, doch der ALBA-Express war nicht mehr aufzuhalten. Casey Jacobsen streute zwei Dreier in Folge vom Parkplatz ein, McElroy war nur durch Foul zu stoppen und Nadjfeji vollendete den Fastbreak zum 79:49 - die o2 World tobte. Nun war die Entscheidung selbstverständlich längst gefallen und Coach Pavicevic nutzte die Gelegenheit um kräftig durchzuwechseln. Am Ende hatten so alle zwölf Albatrosse inklusive Youngster Oskar Faßler mitgewirkt und auch dadurch kam kein Bruch ins Spiel. Die Albatrosse ließen weiter keine einfachen Punkte zu und konnten am Ende in diesem wichtigen Spiel mit 91:54 den bisher höchsten Saisonsieg feiern. Mit dem Heimerfolg kann ALBA weiter noch aus eigener Kraft die Tabellenspitze erreichen und hält Göttingen mit ihrer höchsten Saisonniederlage gleichzeitig auf Distanz.
Mit 26 Assists, 42 (zu 32) Rebounds, 70% Zweier- und 41% Dreierquote erreichten die Albatrosse in fast allen wichtigen statistischen Kategorien herausragende Werte.


