Frankfurt bleibt schlechtes Pflaster - Rennen um Platz 1 weiter offen
(26.4.) Ein knappe 66:73-Niederlage setzte es am Sonntag Abend für die Albatrosse bei den Skyliners Frankfurt. In den letzten zehn Spielen am Main konnte ALBA nur drei mal gewinnen auch dieses Mal klappte es nicht mit einem Sieg. Topscorer der Berliner waren Casey Jacobsen mit 14 und Immanuel McElroy und Adam Chubb mit je 10 Zählern. Dank der Niederlage von Oldenburg bleibt im Rennen um die Tabellenspitze aber noch alles offen.
Topscorer Casey Jacobsen mit 14 Punkten
ALBA, das immer noch auf die Dienste von Rashad Wright verzichten musste, startete gut in die Partie und setzte sich schnell auf 6:0 ab. Die Albatrosse suchten und fanden immer wieder Adam Chubb am Brett und auch Ansu Sesay war per Sprungwurf zur Stelle. Die Skyliners fanden auch langsam ihren Rhythmus und kamen über Punkte von Allen und Jenkins wieder näher heran. Frankfurt verteidigte hart, aber die Berliner, die oft den Weg ans Brett gingen, wahrten sich mit Punkten von Jacobsen, McElroy und erneut Chubb einen knappen Vorsprung. Die Gastgeber fanden oft freie Ausstiege unter dem ALBA Korb und glichen in der neunten Minute nach weitern Zählern von Allen erstmalig aus. Ein Dreier von Jacobsen und ein Freiwurf von McElroy zum 19:15 verschafften ALBA zur Viertelpause wieder etwas Luft.
Sekulic erhöhte zum Auftakt der zweiten zehn Minuten weiter auf 21:15, doch Gordon und Allen hielten die hart umkämpfte Partie eng. Hamann setzte die Albatrosse mit einem Dreier wieder auf 24:18 ab, aber in Folge blieb ALBA drei Minuten ohne Korberfolg. McKinney, nach einer harten Regelauslegung gegen Jacobsen (unsportliches Foul), mit zwei Freiwürfen und Gordon mit Brettpunkten, schlossen in der Zeit wieder auf zwei Zähler Rückstand auf. Hamann war erneut, dieses Mal per Korbleger, erfolgreich, doch der erste Frankfurter Dreier durch McKinney brachte die Hausherren in der 16. Minute auf einen Zähler heran. Kurz vor der Pause war es dann passiert: Die Skyliners hatten nach einem Dreier Kapitän Pascal Roller erstmalig die Führung erobert. Zehn Sekunden vor der Halbzeit gelang Julius Jenkins bedient von Blagota Sekulic noch der 32:32-Ausgleich.
Immanuel McElroy kam auf 10 Punkte, 7 Rebounds, 3 Assists und 3 Steals
Sekulic mit schönem Spin um seinen Gegenspieler und Hamann von der Dreierlinie schossen ALBA wieder 57:54 in Front, aber ein schneller 6:0-Run der Frankfurter, bei dem Emmencker mit Ballgewinnen und zwei Korblegern die zentrale Figur war, wendete das Blatt. McElroy, der beim Offensivrebound überhaupt nicht zu bremsen war, brachte Berlin mit zwei Freiwürfen wieder in Schlagdistanz. Ivory traf auf der Gegenseite einen Notdreier, den Casey Jacobsen prompt aus der selben Distanz beantwortete - beim Stand von 63:62 brachen die letzten fünf Minuten an. Zwei Ballverluste und einige Unkonzentriertheiten von ALBA wurden erneut unmittelbar von den Hausherren bestraft, die sich nach Zählern von Gordon und Wysocki bis zwei Minuten vor Schluss auf 69:64 absetzen. Die Uhr tickte unaufhaltsam gegen die Berliner, die aber nach einem Monsterblock von Sesay gegen Gordon noch einmal die Chance bekamen, die Partie zu drehen. Leider glitt Sesay nach seiner tollen Defensivaktion im nächsten Angriff der Ball durch die Finger ins Aus, was Wysocki mit einem Backdoorcut zum vorentscheidenden 71:64 bestrafte. Casey Jacobsen, der sich ein dickes Veilchen am linken Auge eingefangen hatte, traf noch einmal doppelt von der Linie, doch die Frankfurter ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und gewannen schlussendlich mit 73:66.
Im Kampf um den ersten Tabellenplatz stehen ALBA in den verbleibenden beiden Hauptrundenspielen zwei echte Endspiele bevor.


