ALBA erkämpft 1:0-Führung / Spiel 2 in Paderborn live auf Eurosport
(17.5.) Spätestens jetzt weiß jeder, warum in den Playoffs alles anders ist: In einem unglaublich intensiven und hart umkämpften Spiel rang ALBA die Paderborn Baskets mit 78:71 nieder und führt in der Viertelfinal-Serie nun 1:0. Vor 11.334 Zuschauern (BBL-Viertelfinalrekord) avancierte Julius Jenkins mit 20 Zählern zum Topscorer, gefolgt von Immanuel McElroy mit 14. ALBA benötigt nun noch zwei Siege fürs Erreichen der nächsten Runde, deren Spiel 2 am Donnerstag in Paderborn steigt und live auf Eurosport zu sehen ist.
Immanuel McElroy mit überragenden Statistiken (14 Punkte, 7 Rebounds, 4 Assists, 3 Steals)
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Als dritter Albatros punktete Sascha Nadjfeji mit 11 Zählern zweistellig, während bei Paderborn Peavy (20), McAllister (15) und Ensminger (14) am besten trafen. ALBA gewann das Reboundduell knapp mit 33:31, wobei McElroy mit sieben und Ensminger mit 13 die meisten Abpraller einsammelten. ALBAs 17 Assists standen nur acht von Paderborn gegenüber. Der RBB Sportplatz (23 Uhr) zeigt noch am heutigen Sonntag Bilder vom Spiel.
Schon vor Spielbeginn gab es für ALBA den ersten Rekord zu feiern: 11.334 Zuschauer hatten sich in der o2 World eingefunden – so etwas hatte es in der BBL in einem Viertelfinale noch nicht gegeben. Außerdem feierte Patrick Femerling sein Comeback im Aufgebot von ALBA BERLIN – Johannes Herber hatte aufgrund von Leistenproblemen passen müssen. Beide Teams agierten zu Beginn nervös und oft etwas überhastet. ALBA startete mit guter Intensität in der Verteidigung und hielt Paderborn vier Minuten lang ohne Korberfolg. Währendessen hatten Chubb per Tip-In sowie Jacobsen und Sesay per Dreier auf 8:0 erhöht. Doch die Gäste fanden nun besser ins Spiel und konterten ihrerseits mit starker Defense und einem 7:0-Lauf über Esterkamp, Peavy und Ensminger. Viel Fouls auf beiden Seiten sorgten für viele Freiwürfe. Die Berliner gerieten immer mehr aus dem Rhythmus und fanden kein Konzept mehr gegen die Paderborner Verteidigung. Die Gäste übernahmen so in der achten Minute nach Freiwürfen von McAllister erstmalig die Führung und bauten diese durch Esterkamp ebenfalls von der Linie auf 16:11 aus. Mit der Sirene gelang Immanuel McElroy der Anschluss auf 13:16.
Ein Dreier aus acht Metern von Julius Jenkins sorgte im ersten Angriff des zweiten Abschnitts für den direkten Ausgleich. Lavelle Felton legte noch einmal vor für Paderborn, doch ein Korbleger sowie drei Freiwürfe (Foul beim Dreier) durch Jenkins brachten Berlin in der 14. Minute wieder 21:18 in Front. Die extrem bissigen Paderborner, die im Gegensatz zum Hauptrundenspiel in Berlin vor zehn Tagen nicht wiederzuerkennen waren, hatten zwei Minuten später nach einem Korbleger von Nolte und zwei Distanzwürfen von McAllister wieder ausgeglichen (25:25). Jenkins und Nadjfeji legten wieder vor für die Hauptstädter, doch sieben Zähler in Serie von Chris Ensminger brachten Paderborn wieder einen 32:30-Vorsprung. Julius Jenkins konterte per Sprungwurf, aber Nathan Peavy traf im Gegenzug für Drei. Je ein Freiwurf von Hamann und McElroy bedeuteten den das 34:35 kurz vor der Halbzeit. Jenkins legte aus der Mitteldistanz noch einmal vor, doch Paderborns Felton sorgte mit seinem Buzzerbeater auf Höhe der Freiwurflinie für den 36:37-Halbzeitstand.
Die Zuschauern sahen einen Playoff-Fight mit Haken und Ösen
Beide Team starteten foulbelastet in den Schlussabschnitt: Chubb mit vier und Sekulic und Nadjfeji mit drei für Berlin sowie Esterkamp, Nolte und Peavy mit drei Fouls auf Paderborner Seite. Hamann begann mit einem Dreier, Peavy traf nur einen Freiwurf und Nadjfeji erhöhte auf 61:52. Sekulic kassierte sein fünftes Foul und der für ihn eingewechselte Dojcin geriet mit Chris Ensminger aneinander. Nach minutenlangen Beratungen belegten die Schiedsrichter beide Akteure mit einem unsportlichen und Luka Pavicevic zusätzlich noch mit einem technischen Foul. Paderborn machte mit zwei Freiwürfen von Felton und einem Korbleger von Peavy aus der Situation vier Punkte und das Spiel mit 57:61 wieder eng. McAllister konnte in der 35. Minute sogar noch auf 59:61 verkürzen, aber dann war Julius Jenkins zur Stelle und beendete mit einem Dreier die Paderborner Serie. Ensminger war noch einmal per Hakenwurf erfolgreich, doch die Albatrosse setzen zum Endspurt an: Drei Minuten waren noch zu spielen als Sascha Nadjfeji per Korbleger und Ansu Sesay mit einem Dreipunktespiel auf 68:61 erhöhten. McAllister sorgte mit einem Dreier noch einmal für Spannung, aber Immanuel McElroy, der pünktlich zur Playoffzeit wieder seine Dreierquote /2/3) steigerte, stellte mit seinem Distanzwurf zum 72:64 endlich die Weichen auf ALBA-Sieg. In der letzten Minute versuchte Nathan Peavy sein Team trotzdem noch heranzukämpfen, die Albatrosse gaben sich aber gegen das Stop-the-clock-Spiel der Gäste an der Freiwurflinie keine Blöße. So siegten die Hauptstädter schließlich nach einem unglaublich intensiven Fight mit 78:71 und fahren nun mit einem 1:0 Vorsprung nach Paderborn, wo am Donnerstag Spiel 2 der Serie steigt. Die Partie wird live im Free-TV auf Eurosport übertragen, das nächste Heimspiel gegen Paderborn (Spiel 3) ist am 24.5. (Sonntag, 17 Uhr) in der o2 World. Sichern Sie sich hier ihre Tickets: ALBA-Ticketshop >>
Stimmen zum Spiel
Doug Spradley (Paderborn Baskets):
Glückwunsch an Luka und sein Team. Wir haben uns heute sehr gut verkauft und ich bin stolz auf die Leistung meiner Mannschaft. Sie haben alles gegeben und nicht aufgesteckt, auch als sie zehn Punkte hinten lagen. In zwei Phasen haben wir etwas die Kontrolle verloren. Zum einem im dritten Viertel, als wir zwei Korbleger hintereinander verlegt haben und ALBA davon gezogen ist. Wir haben uns wieder herangekämpft, aber nach einer weiteren kurzen Phase mit zwei Ballverlusten im letzten Viertel konnten wir nicht mehr zurück kommen. Eine gute Mannschaft wie ALBA bestraft solche Fehler sofort. Das darf man sich nicht erlauben, wenn man gewinnen will. Ich freue mich auf das nächste Spiel in Paderborn.
Luka Pavicevic (ALBA BERLIN):
Danke an Coach Spradley und Glückwünsche zurück. Paderborn hat stark gespielt und war nur auf einen Sieg aus. Auch wenn wir nun vier mal in dieser Saison gegen sie gewonnen haben, ist es nie einfach gewesen. Paderborn hat die Qualität und den Charakter jedes Spiel zu gewinnen und deshalb sind sie auch in den Playoffs. Sie haben uns heute einen echten Playoff-Battle geliefert, aber meine Mannschaft hat am Ende den richtigen Siegeswillen gezeigt. Wir sind bis ins dritte Viertel nicht mit ihrer Aggressivität zurecht gekommen. Dann haben wir den Kampf angenommen und endlich die Initiative auf unserer Seite gehabt, die man braucht, um solche Spiele zu gewinnen.


