ALBA entscheidet Spiel drei 77:67 für sich und führt 2:1
(24.5.) Im wichtigen Spiel drei der Viertelfinal-Serie bezwang ALBA BERLIN die Paderborn Baskets mit 77:67 und hat nun zwei Matchbälle zum Erreichen des Halbfinales. Obwohl die Albatrosse sich vor 12.567 Zuschauern angeführt von Julius Jenkins (20 Punkte, 6 Assists) auf 20 Punkte abgesetzt hatten, machten die Westfalen die Schlussphase noch einmal spannend. Schon am Dienstag tritt das Team von Luka Pavicevic zum vierten Spiel in Paderborn an.
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Neben Jenkins punkteten bei ALBA Casey Jacobsen (13), Blagota Sekulic (13, 5 Rebounds) und Adam Chubb (12, 4 Rebounds) zweistellig. Die besten Paderborner Werfer waren Chris Ensminger (14), Lavelle Felton (14) und Matt Terwilliger (13).
Kurz vor Spielbeginn verlieh BBL-Geschäftsführer Jan Pommer den beiden Albatrossen Julius Jenkins und Immanuel McElroy ihre persönlichen Auszeichnungen für die Saison 2008/2009. Jenkins war als bester Offensivspieler und McElroy als bester Defensivspieler gewählt worden.
Das Spiel begann genauso hart umkämpft wie die vorherigen Playoff-Partien gegen Paderborn. Wenig Korberfolge, dafür umso mehr Defense prägten die Anfangsphase. Jacobsen erzielte die ersten Punkte der Partie mit schönem Drive, die aber von vier Zählern von Peavy direkt beantwortet wurden. Zwei Freiwürfe und ein Turnaroundshot von Adam Chubb sowie auf der Gegenseite ein Sprungwurf von Esterkamp bedeuteten das 6:6 nach vier Minuten. Ein Mini-Serie der Berliner aus zwei Korblegern von Jenkins und einem Dreier von Jacobsen setzten ALBA auf 13:6 ab. Paderborns Peavy und Wright mussten mit je zwei persönlichen Fouls auf die Bank, doch die Westfalen kämpften sich zurück. Nach einem Korbleger von Nadjfeji brachten Felton am Brett und Esterkamp per Tip-In und mit zwei Freiwürfen die Baskets zur Viertelpause auf 14:16 heran.
Den unmittelbaren Ausgleich durch Terwilliger, der aufgrund einer Schulterverletzung von Marius Nolte viel Einsatzzeit bekam, beantwortete Sekulic schön bedient von Nadjfeji per krachendem Dunk. Nino Garris setzte Paderborn mit einem Korbleger und einem Dreipunktewurf auf 21:18 ab, doch Sascha Nadjfeji fand nach gutem Passspiel seines Teams im Gegenzug immer wieder die Lücken in der Paderborner Zonenverteidigung und setzte sich zwei mal am Brett durch. Ensminger legte nach Offensivrebound auf drei Punkte Paderborn-Vorsprung vor, doch Immanuel McElroy mit schönem Drive, Hamann per Alley-Oop Korbleger bedient von Jenkins sowie Adam Chubb in Brettnähe brachten ALBA in der 16. Minute wieder mit 28:25 in Führung. Sekulic von der Freiwurf- und Jacobsen von der Dreierlinie legten nach, bauten den Lauf auf 11:0 aus und die 12.467 Zuschauer in der o2 World (erneuter Viertelfinalrekord) flippten aus. Ensminger und Felton verkürzten mit je zwei Punkten noch einmal auf 29:33, aber Julius Jenkins mit seinem ersten Dreier und Hamann, der im Gewühl unter dem Baskets-Korb zupackte und einlegte, sorgten für einen 38:29-Halbzeitvorsprung der Albatrosse.
Steffen Hamann mit vier Punkten und als Energizer seiner Mannschaft
Drei erfolgreiche Distanzwürfe von Terwilliger und Garris zeigten, dass sich die Paderborner noch lange nicht geschlagen gegeben hatten. Jenkins und Chubb hielten dagegen, aber trotz des fünften Fouls von Spielmacher Wright kämpften sich die Baskets immer weiter heran und hatten den Rückstand in der 37. Minute nach einem Dreier von Felton und Tip-in von Terwilliger wieder in den einstelligen Bereich gebracht (61:70). Jenkins antwortete aus der Halbdistanz, doch Paderborn blieb dran. Vier Zähler von McAllister verkürzte auf 65:72 eine Minute vor dem Ende. Ansu Sesay verlor vorne den Ball und Felton setzte an der Dreierlinie an, um das Spiel noch einmal richtig spannend zu machen, doch er fehlte knapp. Dann übernahm Casey Jacobsen: Erst schloss er den wichtigen folgenden Ballbesitz von ALBA per Dunking ab und netzte nach anschließendem Turnover der Westfalen von der Dreierlinie zur endgültigen Entscheidung und dem 77:65 ein. Felton sorgte mit den letzten Punkten des Spiels für den 77:67-Endstand.
Schon am Dienstag treten die Albatrosse um 20 Uhr in der Paderborner „Maspernhölle“ zu Spiel vier an, wo sie in einem sicherlich mindestens genauso harten Kampf den Einzug ins Halbfinale sicherstellen können. Wer sich noch kurzfristig entscheidet, die Albatrosse nach Paderborn zu begleiten: Der Anmeldeschluss zur Fanfahrt wurde auf Montag, 20 Uhr verlängert. Hier gehts zur Anmeldung >>
Stimmen zum Spiel
Douglas Spradley (Paderborn Baskets):
Glückwunsch an Luka und an ALBA, die heute stark gespielt haben. In den entscheidenden Phasen waren wir im Kopf und von der Intensität her nicht gut genug. Das ganze Spiel über waren wir einen Schritt langsamer. Ich habe schon vor dem Spiel in der Kabine gespürt, dass uns heute Intensität fehlt. Das kann man sich in den Playoffs nicht erlauben. Trotzdem bin ich stolz, dass meine Mannschaft noch mal zurück gekommen ist. Aber ich hatte nicht das Gefühl, dass wir die Partie noch hätten drehen können.
Luka Pavicevic (ALBA BERLIN):
Wir haben heute einen sehr wichtigen Sieg eingefahren - gegen den gewohnt starken Gegner. Gegen Paderborn muss man durchweg aufmerksam sein und das waren wir heute von Beginn an. Wir haben es die meiste Zeit geschafft, die Initiative auf unserer Seite zu halten, aber Paderborn hat nicht aufgegeben. Kurz vor Schluss hatten sie den entscheidenden Dreier auf der Hand, der sie auf vier Punkte heran gebracht hätte. Wir fahren nun wieder nach Paderborn und nachdem wir in dieser Saison bereits drei mal dort gespielt haben wissen wir genau, was uns dort erwartet: Ein Hexenkessel und ein starker Gegner.


