Niederlage in Paderborn / Donnerstag geht es um alles oder nichts
(26.5.) In einer dramatischen Partie hat ALBA BERLIN in Paderborn den Ausgleich in der Viertelfinaleserie kassiert (80:85). Dadurch kommt es am Donnerstag zum alles entscheidenden Spiel fünf in der o2 World. Nach 20 Punkten Rückstand hatten sich die Albatrosse im Paderborner Hexenkessel mit ungebrochenem Kampfgeist in der Schlussminute auf zwei Punkte herangekämpft, doch wie bereits in Spiel zwei verwandelten die Gastgeber den entscheidenden Dreipunktewurf. Tickets für das Do-or-die-Spiel am Donnerstag, dessen Gewinner ins Halbfinale einzieht, sind ab sofort erhältlich.
Sascha Nadjfeji (15 Punkte) brachte sein Team wieder ins Spiel
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Während bei ALBA mit Jenkins (19), Nadjfeji (15), Sekulic (11) und Wright (11) schon vier Akteure zweistellig punkteten, brachten das bei Paderborn gleich sechs Spieler fertig (Peavy, Ensminger, Felton, Wright, Esterkamp, McAllister). Auch die starke Wurfquote der Albatrosse (56%) überboten die Paderborn mit unglaublichen 64%. Am Ende war es ein eigentlich gut verteidigter Dreier aus der Bedrägnis von Steven Wright, der die Partie entschied.
Nach einem guten Start, bei dem Adam Chubb und Casey Jacobsen auf 5:0 vorgelegt hatten, ging für eine ganze Zeit erst einmal gar nichts mehr zusammen bei den Albatrossen. In der aufgeheizten Atmosphäre der Maspernhalle folgte ein Ballverlust dem nächsten - schonungslos ausgenutzt durch die Hausherren: Nach Punkten von Peavy, Esterkamp und Ensminger setzte McAllister mit einem Dreipunktespiel den Schlusspunkt auf eine 16:0-Serie der Baskets. In einer Auszeit versuchte Luka Pavicevic sein Team wieder auf Kurs zu bringen und prompt verkürzte Dragan Dojcin in der siebten Minute mit einem Korbleger plus Bonusfreiwurf auf 8:16. Doch die Paderborner spielten weiter wie entfesselt auf und machten ihren Vorsprung mit je einem Dreier von Wright und Peavy, der seine 21 Punkte ohne einen einzigen Fehlwurf erzielte, wieder zweistellig. Die Albatrosse hatten im Angriff gegen die aggressive Verteidigung der Westfalen immer noch nicht ihren Rhythmus gefunden (11 Ballverluste in der ersten Halbzeit) und sahen sich nach Freiwürfen von Peavy und einem Korbleger von McAllister einem 8:26-Rückstand gegenüber. Mit je einem Freiwurf verkürzten Immanuel McElroy und Rashad Wright zur ersten Viertelpause noch auf 10:26.
Esterkamp verwandelte zu Beginn des zweiten Abschnitts den nächsten Dreier und ALBA war direkt mit 19 Punkten im Rückstand. Doch die Albatrosse zeigten Moral und bissen sich zurück in die Partie. Sascha Nadjfeji wirbelte unter dem Paderborner Korb und sorgte mit Unterstützung von Rashad Wright an der Dreierlinie für den 21:34-Anschluss in der 14. Minute. Zwei Freiwürfe von Sekulic und ein Korbleger von Felton machten es 23:36, aber ein Dreier vom nicht zu kontrollierenden Nadjfeji brachten ALBA nach langer Zeit wieder auf zehn Punkte Differenz heran. Es ging jetzt Schlag auf Schlag in der Maspernhalle: Erst Ensminger, dann Sekulic, im Gegenzug Felton, dann Jenkins mit dem Dreier und nochmals Ensminger am Brett tauschten binnen kürzester Zeit Punkte aus. Luka Pavicevic beruhigte das Spiel beim Stand von 31:42 mit einer Auszeit, aber wieder auf dem Feld war von Ruhe aber nichts zu spüren. Julius Jenkins und Casey Jacobsen ließen je einen Dreipunktewurf fliegen und hatten ihr Team damit zwei Minuten vor der Halbzeit wieder auf 37:44 herangebracht. Sekulic verkürzte weiter und nach einem Ballverlust von Wright brauchte Paderborn-Coach Spradley kurz vor der Pause noch eine Auszeit. Zählbares kam danach nicht mehr zustande. Der letzte Wurfversuch von Lavelle Felton wurde von Julius Jenkins geblockt und so ging es nach einem starken Comeback der Albatrosse im zweiten Viertel „nur“ mit einem 39:44-Rückstand in die Kabine.
Topscorer Julius Jenkins (19 Punkte) konnte die Niederlage nicht verhindern
Zu Beginn des Schlussabschnitts hängte der vor dem Spiel noch fragliche Marius Nolte Julius Jenkins sein drittes Foul an und verwandelte beide Freiwürfe zum 67:55. Im Gegenzug netzte Jenkins zwei mal für Drei ein, während Peavy einmal in Brettnähe gepunktet hatte, und es stand 61:69. Eine Reihe von Fehlwürfen der Berliner nutzte Esterkamp an der Linie und Peavy mit einem Fastbreak zum 72:61 für Paderborn fünfeinhalb Minuten vor dem Ende. Die Zeit lief gegen die Albatrosse, aber Immanuel McElroy wollte sich nicht geschlagen geben. Mit einem Dreier verkürzte er auf 66:74. Wenig später legte Sascha Nadjfeji zwei Freiwürfe nach und ALBA war dreieinhalb Minute vor Schluss wieder dran. Ensminger konterte für Paderborn, aber Nadjfeji war nochmals in Korbnähe zur Stelle. Nach zwei Freiwürfen von Esterkamp und einem Korleger von Sekulic im Gegenzug stand es 72:78. Zwei Ballgewinne von Immanuel McElroy münzten die Albatrosse in Körbe um und hatten so bei 56 Sekunden Restzeit auf 76:78 aufgeschlossen. Doch dann traf Steven Wright 30 Sekunden vor dem Ende einen tödlichen Dreier, wie es auch in Spiel zwei sein Teamkollege Lavelle Felton getan hatte und brachte ALBA wieder mit fünf Zählern in Rückstand. Mit Stop-the-clock versuchten die Berliner bis zum Schluss, die Partie zu drehen, doch die Paderborner versenkten alle Freiwürfe und besiegelten damit die Niederlage der Berliner.
Nun kommt es am Donnerstag (20 Uhr) in der o2 World zum alles entscheidenden Spiel fünf. Der Gewinner dieser Partie zieht ins Halbfinale ein, für den Verlierer ist die Saison beendet. Karten für die do-or-die-Partie sind absofort im Onlineshop erhältlich. Jetzt Tickets sichern!


