ALBA verliert Halbfinal-Auftakt knapp / Mittwoch Spiel 2 in Bonn
(31.5.) Nach 40 Minuten Playoff-Krimi zog ALBA BERLIN am Sonntag im Halbfinal-Auftakt gegen die Telekom Basket Bonn haarscharf mit 71:73 den Kürzeren. Julius Jenkins, der mit 21 Punkten und 4 Assists einmal mehr eine starke Leistung ablieferte, verstolperte mit Pech den letzten Wurf einer spannenden Partie. Damit hat ALBA den Heimvorteil in der Serie verloren und will ihn gleich am Mittwoch in Spiel zwei in Bonn wieder zurückerobern.
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Neben Jenkins kamen auch Sekulic (10) und Chubb (11) auf zweistellige Punktewerte. Mit vier Treffern bei 14 Versuchen hatte ALBA erneut ungewohnte Schwächen aus der Dreipunkte-Distanz, während Bonn von dort mit 50% sogar besser traf als aus dem Feld (48%).
Beide Teams starteten nervös und brachten in den ersten Angriffen keine Korberfolge zustande. Adam Chubb erzielte die ersten Punkte aus dem Pick&Roll, einem Spielzug, den die Albatrosse in Folge immer wieder erfolgreich wiederholten. Frazier antwortete mit einem Dreipunktespiel, doch dann spielte erstmal nur ALBA. Nach Freiwürfen von Chubb und einem Korbleger von Hamann, sorgte Julius Jenkins per Korbleger und Dreipunktewurf für eine 10:5 ALBA-Führung. Ken Johnson musste mit zwei schnellen Fouls auf die Bank, aber auch der eingewechselte Bowler hatte Probleme gegen die starke Berliner Verteidigung, die Bonn nicht zur Entfaltung kommen ließ. Chubb und Sekulic erhöhten bis eine Minute vor Viertelende auf 16:7, doch Rowland sorgte mit vier Punkten noch für einen knappen 11:16-Ausgang des Viertels.
Yarbrough eröffnete das zweite Viertel mit einem Dreier mit Brett und Bowman legte kurz darauf aus der gleichen Distanz nach, so dass Bonn plötzlich mit 17:16 vorn lag. Aufgrund von je zwei Fouls gegen ihre Brettspieler Johnson, Bowler und Flomo (Diagne fehlt seit längerem verletzt) spielten die Baskets mit einer sehr kleinen Aufstellung. Sekulic und Nadjfeji nutzten dass, um nach einem weiteren Dreier von Yarbrough zum 20:20 auszugleichen. Die Albatrosse wurden von Bonn unentwegt an die Freiwurflinie geschickt, Feldkörbe blieben Mangelware. Dort ließen sie einige Punkte liegen, so dass die Gäste sich über King und Johnson in der 18. Minute auf 32:28 abgesetzt hatten. Weitere Freiwürfe von Sesay verkürzten auf 28:32, aber da die Berliner in den letzten beiden Minuten des Viertels reihenweise freie Dreier daneben setzte, baute Johnson die Bonner Führung mit vier Punkten auf 36:28 aus.
Strasser und Bowman begannen das Schlussviertel mit je einem Dreier, doch Casey Jacobsen konterte mit einem Dreipunktespiel. Bonns Schlüsselspieler Bowman kassierte sein viertes Foul und musste wieder auf die Bank, doch sein Team ging nach zwei Ballverlusten im Spielaufbau der Berliner mit 64:55 in Führung. Das Team von Luka Pavicevic steckte nicht auf und kam nach einem Korbleger von Nadjfeji sowie einem Dreipunktespiel von Jenkins auf 60:64 heran. Die Defensive stand gut und ließ kaum noch Bonner Korberfolge zu. Johnson war noch einmal erfolgreich aus der Halbdistanz, doch nach einem Fastbreak-Dunk von McElroy hatte ALBA wieder ausgeglichen. Johnson netzte nochmals aus der Mitteldistanz ein, aber im Gegenzug schlug Julius Jenkins wieder von der Dreierlinie und zu und ALBA lag erstmals seit langer Zeit wieder vorn (69:68). Zwei Minuten waren noch zu spielen und die o2 World kochte. Zwei mal verteidigten die Albatrosse gut, aber die Bonner bekamen einen Foulpfiff und sicherten sich den Offensivrebound. 80 Sekunden vor dem Ende ging Rowland an die Freiwurflinie und versenkte beide Versuche. Im anschließenden Angriff der Albatrosse sprang ein Dreierversuch von Jenkins wieder aus dem Ring, aber auf der Gegenseite traf Yarbrough einen schwierigen Dreier und brachte Bonn 40 Sekunden vor Schluss 73:71 in Führung. Jenkins war im Folge-Angriff nicht erfolgreich und die Baskets spielten die Uhr lange herunter. Johnson schloss ab, verwarf aber und ALBA hatte noch 8 Sekunden Zeit auszugleichen, oder mit einem Dreier in Führung zu gehen. Doch Jenkins tratt unglücklich auf den Fuß seines Gegenspielers und scheiterte mit einem verstolperten Wurf. Bonn sicherte sich mit 73:71 den Sieg in der o2 World und führt nun 1:0.
Am Mittwoch steigt im Bonner Telekom Dome das zweite Spiel der Serie, in dem die Albatrosse sich den Heimvorteil zurück erobern müssen. Der Fanclub ALBA-TROSS bietet dazu eine Fanfahrt an, Anmeldung hier. Außerdem gibt es ein Public Viewing in der Axel-Springer-Passage. Alle Infos dazu hier.
Stimmen zum Spiel
Mike Koch (Telekom Baskets Bonn):
Wir haben heute beim amtierenden deutschen Meister, Pokalsieger und Euroleague-TOP16-Teilnehmer gespielt. Wir hatten Phasen, wo wir nicht gut gespielt haben und Runs von ALBA kassiert haben, aber die Mannschaft hat nie aufgesteckt und weiter gekämpft. Am Ende haben wir etwas glücklich gewonnen, denn es gehört Glück dazu, so ein enges Spiel am Ende zu gewinnen.
Luka Pavicevic (ALBA BERLIN):
Glückwunsch an Bonn für diesen wichtigen Sieg. Sie haben uns heute den Heimvorteil geklaut. Wir hatten eigentlich den richtigen Ansatz in diesem Spiel. Es ist schlecht für uns gelaufen, wir haben zu viele Freiwürfe verworfen und Bonn wieder ins Spiel kommen lassen. Bonn hat dann stark gespielt und nach vielen guten Verteidigungssequenzen von uns doch den Korb erzielt. Wir haben viel Energie darauf verwendet, auszugleichen. Am Schluss wurde es dann in wenigen Ballbesitzen entschieden. Wir hatten unsere Chance, haben sie aber nicht genutzt.


