ALBA verliert Overtime-Krimi in Bonn und geht 0:2 in Rückstand
(3.6.) Wie schon im ersten Halbfinale haben die Albatrosse auch die zweite Partie gegen die Telekom Baskets, dieses mal auswärts in Bonn, in letzter Sekunde verloren (72:75). Es ging sogar in einen Verlängerungs-Krimi, nachdem ALBA die Bonner in der ersten Hälfte schon im Griff zu haben schien. Auch eine bärenstarke Vorstellung von Blagota Sekulic (24 Punkte) reichte am Ende im Bonner Hexenkessel nicht. Nun stehen die Berliner mit dem Rücken zur Wand und müssen drei Spiele in Serie gewinnen, um noch ins Finale einzuziehen.
Rashad Wright stemmte sich mit 16 Punkten, 7 Rebounds und 3 Assists gegen die Niederlage
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Zunächst gab es für die Zuschauer im Telekom Dome reichlich Verteidigungsarbeit zu bewundern. Drei Minuten lang blieben beide Teams ohne Punkte, bis Adam Chubb sich nach vorherigem Block von Ken Johnson durchsetzte und die ersten Zähler markierte. Er schickte gleich noch zwei Freiwürfe hinterher, aber nach vier Minuten kamen auch die Bonner zu ihren ersten Punkten durch Rowland. Johnson glich im Anschluss zum 4:4 aus, aber nach vier Zählern in Serie von Jenkins und einem Dreipunktespiel von Jacobsen war ALBA wieder auf 11:6 weg. Bonn konterte über den eingewechselten Bowler, der sich mehrfach unter dem ALBA-Korb durchsetzte. Doch die Albatrosse hatten von außen nun ihr Händchen gefunden: Erst Wright, dann Jenkins und schließlich noch mal Wright jeweils für Drei setzten ALBA bis zur neunten Minute auf 20:15 ab. Wenige Sekunden vor der Viertelpause netzte Wright noch zwei Freiwürfe ein, fing den völlig verunglückten Einwurf der Baskets ab und verwandelte mit der Schlusssirene zum 24:15.
Auch den zweiten Abschnitt begannen die Albatrosse mit viel Rhythmus und hatten die Gastgeber vor allem Defensiv gut im Griff. Sekulic und McElroy erhöhten auf 27:15, bis Alex King für Bonn verkürzte. Adam Chubb setzte ALBA schön bedient von Jenkins wieder ab, kassierte wenig später aber auch sein drittes Foul. Er hatte Flomo an die Linie geschickt, der dort zwei mal zum 19:29 traf. Nach einer eigentlich guten Verteidigungssequenz der Berliner landete der Ball irgendwie bei Winsome Frazier, der von ganz weiten draußen zum 22:29 aus Bonner Sicht verwandelte. Julius Jenkins konterte aus der Halbdistanz, während auf der Gegenseite Rowland sein Team mit drei von vier Freiwürfen auf Tuchfühlung hielt. Bonn arbeitete sich über Rowland, Johnson und King trotz starker Berliner Verteidigung immer wieder heran, aber die Albatrosse hatten vorne stets eine Antwort parat. Vor allem Blagota Sekulic arbeitete hervorragend am Brett und setzte ALBA in der letzten Minute vor der Halbzeit wieder auf 31:40 ab. Die Bonner brachten in ihrem letzten Angriff nichts mehr zustande - ganz im Gegenteil zu Rashad Wright, der mit allen Seelenruhe noch in letzter Sekunde auf Jacobsen ablegte, der mit der Sirene den 42:31-Pausenstand erzielte.
Julius Jenkins (12 Punkte) blieb glücklos aus der Distanz
Zu Beginn des letzten Viertels fanden die Albatrosse mehrfach Blagota Sekulic in Brettnähe, der dort nur durch Foul zu stoppen war und seine Freiwürfe gut verwandelte. ALBA verteidigte stark, kassierte aber am Ende - wie so oft - einen unglücklichen Korb. So verkürzte Flomo auf 51:53, aber im Gegenzug war Dragan Dojcin mit Eiswasser in den Adern per Dreier zur Stelle und setzte ALBA auf fünf Zähler ab. Bowman brachte Bonn im Fastbreak auf Drei heran, doch Wright vergrößerte das Polster mit zwei Freiwürfen wieder. Die Baskets bekamen immer wieder zweite Wurfchancen, so auch in der 36. Minute: Julius Jenkins blockte Winsome Frazier spektakulär beim Dreierversuch, der Ball landete aber wieder genau in seinen Händen und er netzte trocken zum 58:60 ein. Sekulic traf noch einmal von der Freiwurflinie, doch sechs erfolgreiche Freiwürfe in Serie von Frazier (2x gefoult plus ein technisches gegen den ALBA-Coach) sorgten zwei Minuten vor dem Ende für die erste Bonner Führung der gesamten Partie (64:61). Rashad Wright antwortete sicher von der Freiwurflinie und nach einer erfolgreichen Verteididigung hatte ALBA 30 Sekunden vor dem Ende den Ball. Die Uhr wurde herunter gespielt und schließlich Sekulic an die Linie geschickt, der einen von zwei Freiwurfversuchen zum Ausgleich ins Ziel beförderte. Ein letzter Wurf von Rowland verfehlte das Ziel und so ging es mit 64:64 in die Verlängerung.
Frazier eröffnete die Extrazeit per Korleger, doch Julius Jenkins antwortete mit einem Dreipunktespiel. Rashad Wright legte für ALBA am Brett auf 69:66 vor, aber ein eiskalter Dreier von Yarbrough gegen den Mann bedeutete den Ausgleich. Yarbrough versuchte den nächsten Dreier, der dieses Mal im Airball resultierte, aber Flomo stand goldrichtig und legte zwei Punkte für Bonn ein. Sekulic beging auf der Gegenseite ein Offensivfoul und Bowler erhöhte auf 73:69. Sekulic verkürzte wieder per Dunk sowie einem von zwei Freiwürfen (72:73) und es waren nur noch 30 Sekunden zu spielen. Rowland warf den Ball ins Aus und gab ALBA damit noch die Möglichkeit, innerhalb von 14 Sekunden den Siegtreffer zu erzielen. Doch Rashad Wright fand keine Lücke und Dojcin verpasste den Dreier aus der Ecke. Als Frazier von der Freiwurflinie den 75:72-Endstand herstellte war das Spiel schon entschieden, da nur noch eine Sekunde zu spielen war.
Schon am Samstag (6.6.) geht es für ALBA um alles oder nichts, wenn die Bonner zu Halbfinale drei in der o2 World antreten müssen. Bereits am Mittwoch waren für die Partie 10.000 Karten verkauft - noch sind aber Plätze in allen Kategorien verfügbar. Hier Tickets für Spiel 3 sichern >>


