ALBA unterliegt Bonn trotz Rekordkulisse in Spiel 5 und scheidet aus
(11.6.) Vor 14.800 Zuschauern in der ausverkauften o2 World (Playoff-Rekord) hat ALBA BERLIN das fünfte Halbfinale gegen die Telekom Baskets Bonn mit 71:82 verloren und ist in den Playoffs ausgeschieden. Mit dem Druck auf Berliner Seite zeigten gut aufgelegte Bonner ein ganz lockeres Händchen aus der Distanz und brachten ALBA mit einer Serie von neun Dreier bei einem Fehlwurf 20 Punkte in Rückstand. Davon erholten sich die Berliner trotz großen Kampfes nicht mehr. Damit hat es ALBA verpasst, Playoff-Geschichte zu schreiben und nach einem 0:2-Rückstand im Halbfinale doch noch ins Finale einzuziehen.
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ALBA BERLIN hat nach begeisternden Spielen in der Euroleague und dem Einzug in Europas TOP16 sowie dem Gewinn des Pokals 2009 das verbleibende Saisonziel, den Gewinn der Meisterschaft, verpasst.
Playoff-Rekord für die Ewigkeit: 14.800 Zuschauer in der o2 World
Wie erwartet war die Partie, in der ALBA erneut auf seinen effektivsten Spieler der Hauptrunde, Immanuel McElroy verzichten musste, von Anfang an von Verteidigung geprägt. Bowler, der erstmalig in dieser Serie in der ersten Fünf stand, eröffnete das Spiel mit Brettpunkten. Chubb konterte zwei mal gut unter dem Korb freigespielt mit vier Zählern, doch ein Dreier von Frazier brachte Bonn wieder in Führung. Nachdem Jenkins und Rowland Korbleger austauschten, brachten Jacobsen am Brett, Chubb mit einem Dreipunktespiel und Sekulic mit zwei Freiwürfen ALBA in der siebten Minute 13:7 in Front. Ken Johnson verkürzte für die Gäste mit zwei Fade-away-Würfen wieder auf zwei Zähler, bis Rashad Wright den letzten Punkt des Viertels zum 16:13 von der Freiwurflinie erzielte.
Zum Auftakt des zweiten Abschnitts brachte King die Baskets im Post-up wieder einen Punkt heran, doch Dragan Dojcin antwortete trocken mit einem Dreier. Allerdings legte er die nächsten beiden Würfe daneben und auch seine Teamkollegen taten sich schwer im Abschluss. So verkürzten Flomo per Tip-in und Rowland mit zwei Freiwürfen auf 19:21. Chubb punktet am Brett, aber ein Treffer von der Dreierlinie bedeutete eine 22:21-Führung für Bonn nach 15 Minuten. Philip Zwiener holte sich seinen eigenen Rebound und eroberte die Führung zurück, doch dann ging eine ganze Weile nichts mehr zusammen bei den Albatrossen. Bonn setzte sich über Dreier von Yarbrough und Frazier sowie einem Dreipunktespiel von Rowland zwei Minuten vor der Halbzeit auf 36:23 ab. ALBA kam zurück und verkürzte nach einem Korbleger von Nadjfeji und einem Dreier von Jenkins auf 28:36. Nach einer Auszeit von Bonn netzte Bowman gleich den nächsten Dreier für die Rheinländer ein, aber Hamann konterte mit einem Korbleger gegen Ken Johnson. Zwölf Sekunden vor der Pause schickten die Baskets Hamann an die Freiwurflinie, um den letzten Angriff zu haben und der Plan ging auf: Hamann traf einen Freiwurf und Yarbrough netzte im Gegenzug mit der Sirene und einer Hand im Gesicht für Drei zum 42:31-Halbzeitstand ein. Bonn hat in Hälfte eins sechs von sieben Dreierversuchen verwandelt, während ALBA insgesamt nur auf 44% aus dem Feld kam.
Wer glaubte, dass die Bonner so nicht weiter so Dreier treffen könnten, sah sich getäuscht: Nach einem Offensivrebound verwandelte Frazier den nächsten extrem schwierigen Dreipunktewurf. ALBA suchte im Gegenzug immer wieder erfolgreich Sekulic am Brett, aber gegen die Distanzwürfe der Bonner war überhaupt kein Kraut gewachsen. Gegen eine eigentlich gute Verteidigung traf Frazier von kurz hinter der Mittellinie seinen fünften Dreier und wenig später schoss Yarbrough nach einem Berliner Ballverlust von der Dreierlinie zum 55:35 ein. Neun von zehn Dreiern hatten die Bonner nun versenkt. Nach einer Auszeit kam ALBA gut zurück. Mit sechs schnellen Punkten am Brett über Nadjfeji und Sekulic verkürzten sie auf 41:55 und nötigten Bonn-Coach Koch zu einer Auszeit. Die Albatrosse bleiben am Drücker und warfen sich mit allem was sie hatten in die Verteidigung. Bonn kam überhaupt nicht mehr zum Korberfolg und ALBA kämpfte sich ran. Wright mit dem Dreier verkürzten weiter und die 14.800 Zuschauer verwandelten die o2 World in ein Tollhaus. Während ALBA den Gästen in diesem Viertel überhaupt keine Punkte mehr erlaubte, verkürzte Adam Chubb mit krachendem Dunking zur letzten Viertelpause wieder auf 48:55. Ken Johnson hatte mittlerweile vier Fouls gesammelt.
Bowler beendete die Bonner Durststrecke zu Beginn des Schlussabschnitts per Dreipunktespiel. Sesay konterte am Brett, aber zwei Freiwürfe von Frazier machten es wieder 50:60. Jenkins brachte die Albatrosse mit einem Dreipunktespiel wieder auf sieben heran und hängte dabei Vincent Yarbrough sein drittes Foul an. Das Spiel drohte zu kippen, aber Centerspieler Bowler versenkte kaltblütig einen Dreier und machte die Bonner Führung wieder zweistellig. Nach dem vierten Foul von Sesay und zwei Ballverlusten der Berliner zogen die Baskets über Flomo und Bowman wieder auf 66:53 davon. Casey Jacobsen brachte ALBA in der 35. Minute mit einem ganz wichtigen Dreier zurück ins Spiel. Aber nach nur einem Freiwurf von Sekulic zogen die Bonner mit Punkten von Yarbrough, Rowland und Bowman dreieinhalb Minuten vor Schluss wieder auf 72:57 weg. Die Zeit lief den Berlinern davon, aber mit weiter starker Defense kamen sie zweieinhalb Minuten vor dem Ende nach einem Korbleger von Nadjfeji und zwei Treffern von der Linie von Wright erneut auf 61:72 heran. Aber es reichte nicht mehr für die Berliner. Zwar feuerten das großartige Publikum die Albatrosse bis zum Schluss an, aber die Bonner gaben sich an der Freiwurflinie keine Blöße mehr und schaukelten den Sieg (71:82) und damit den Finaleinzug nach Hause.
Michael Koch (Telekom Baskets Bonn):
Zuerst muss ich meiner Mannschaft ein großes Lob aussprechen. Totgesagte leben länger und wir sind nach einem 2:2 Ausgleich nach einer 2:0 Führung noch mal zurückgekommen. ALBA hat mit zwei dominanten Auftritten ein fünftes Spiel in Berlin erzwungen, aber mein Team hat heute das nötige Engagement und den nötigen Willen gezeigt, um auch Runs von ALBA zu überstehen. Wir haben heute als Team gespielt und dabei konsequent verteidigt. Ich bin sehr glücklich, dass wir zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte eine Playoffserie gegen Berlin gewinnen konnten. Respekt auch an die Berliner, die nie aufgegeben und Charakter gezeigt haben. In einem fünften Spiel kann immer viel passieren. So können zum Beispiel auch einmal so die Dreier fallen wie bei uns heute. Wir waren vom Kopf her freier und hatten nicht so einen großen Druck wie Berlin.
Luka Pavicevic (ALBA BERLIN):
Glückwunsch an Coach Koch, sein Team und den Club zum Gewinn dieser Serie. Ich hatte vor dem Spiel die Befürchtung, dass wir nach dem Ausgleich in Bonn nach einem 0:2 Rückstand den Hunger und das Energielevel nicht aufrecht erhalten können. Das war ein großes Problem und vor der ausverkauften o2 World haben wir zwar vollen Einsatz gezeigt, aber nicht mehr die nötige Leidenschaft entwickeln können. Es gab Momente, wo wir getragen vom Publikum dieses Level erreicht haben, aber es reichte nicht. Das Ausscheiden ist natürlich eine Enttäuschung, denn unser Ziel ist immer, Meister zu werden und wir haben nicht davon abgelassen. Trotzdem haben wir eine Saison erlebt, die uns viele exzellente Spiele in der großartigen Atmosphäre der o2 World beschert hat.
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ALBA BERLIN hat nach begeisternden Spielen in der Euroleague und dem Einzug in Europas TOP16 sowie dem Gewinn des Pokals 2009 das verbleibende Saisonziel, den Gewinn der Meisterschaft, verpasst.
Wie erwartet war die Partie, in der ALBA erneut auf seinen effektivsten Spieler der Hauptrunde, Immanuel McElroy verzichten musste, von Anfang an von Verteidigung geprägt. Bowler, der erstmalig in dieser Serie in der ersten Fünf stand, eröffnete das Spiel mit Brettpunkten. Chubb konterte zwei mal gut unter dem Korb freigespielt mit vier Zählern, doch ein Dreier von Frazier brachte Bonn wieder in Führung. Nachdem Jenkins und Rowland Korbleger austauschten, brachten Jacobsen am Brett, Chubb mit einem Dreipunktespiel und Sekulic mit zwei Freiwürfen ALBA in der siebten Minute 13:7 in Front. Ken Johnson verkürzte für die Gäste mit zwei Fade-away-Würfen wieder auf zwei Zähler, bis Rashad Wright den letzten Punkt des Viertels zum 16:13 von der Freiwurflinie erzielte.
Wer glaubte, dass die Bonner so nicht weiter so Dreier treffen könnten, sah sich getäuscht: Nach einem Offensivrebound verwandelte Frazier den nächsten extrem schwierigen Dreipunktewurf. ALBA suchte im Gegenzug immer wieder erfolgreich Sekulic am Brett, aber gegen die Distanzwürfe der Bonner war überhaupt kein Kraut gewachsen. Gegen eine eigentlich gute Verteidigung traf Frazier von kurz hinter der Mittellinie seinen fünften Dreier und wenig später schoss Yarbrough nach einem Berliner Ballverlust von der Dreierlinie zum 55:35 ein. Neun von zehn Dreiern hatten die Bonner nun versenkt. Nach einer Auszeit kam ALBA gut zurück. Mit sechs schnellen Punkten am Brett über Nadjfeji und Sekulic verkürzten sie auf 41:55 und nötigten Bonn-Coach Koch zu einer Auszeit. Die Albatrosse bleiben am Drücker und warfen sich mit allem was sie hatten in die Verteidigung. Bonn kam überhaupt nicht mehr zum Korberfolg und ALBA kämpfte sich ran. Wright mit dem Dreier verkürzten weiter und die 14.800 Zuschauer verwandelten die o2 World in ein Tollhaus. Während ALBA den Gästen in diesem Viertel überhaupt keine Punkte mehr erlaubte, verkürzte Adam Chubb mit krachendem Dunking zur letzten Viertelpause wieder auf 48:55. Ken Johnson hatte mittlerweile vier Fouls gesammelt.
Stimmen zum Spiel
Michael Koch (Telekom Baskets Bonn):
Zuerst muss ich meiner Mannschaft ein großes Lob aussprechen. Totgesagte leben länger und wir sind nach einem 2:2 Ausgleich nach einer 2:0 Führung noch mal zurückgekommen. ALBA hat mit zwei dominanten Auftritten ein fünftes Spiel in Berlin erzwungen, aber mein Team hat heute das nötige Engagement und den nötigen Willen gezeigt, um auch Runs von ALBA zu überstehen. Wir haben heute als Team gespielt und dabei konsequent verteidigt. Ich bin sehr glücklich, dass wir zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte eine Playoffserie gegen Berlin gewinnen konnten. Respekt auch an die Berliner, die nie aufgegeben und Charakter gezeigt haben. In einem fünften Spiel kann immer viel passieren. So können zum Beispiel auch einmal so die Dreier fallen wie bei uns heute. Wir waren vom Kopf her freier und hatten nicht so einen großen Druck wie Berlin.
Luka Pavicevic (ALBA BERLIN):
Glückwunsch an Coach Koch, sein Team und den Club zum Gewinn dieser Serie. Ich hatte vor dem Spiel die Befürchtung, dass wir nach dem Ausgleich in Bonn nach einem 0:2 Rückstand den Hunger und das Energielevel nicht aufrecht erhalten können. Das war ein großes Problem und vor der ausverkauften o2 World haben wir zwar vollen Einsatz gezeigt, aber nicht mehr die nötige Leidenschaft entwickeln können. Es gab Momente, wo wir getragen vom Publikum dieses Level erreicht haben, aber es reichte nicht. Das Ausscheiden ist natürlich eine Enttäuschung, denn unser Ziel ist immer, Meister zu werden und wir haben nicht davon abgelassen. Trotzdem haben wir eine Saison erlebt, die uns viele exzellente Spiele in der großartigen Atmosphäre der o2 World beschert hat.


