70:79 in Athen - Endspiel gegen Maroussi am Sonntag in Berlin
(6.10.) Nach einer starken ersten Hälfte haben die Albatrosse ihr Hinspiel bei Maroussi Athen in der letzten Runde der Euroleague-Qualifikation am Dienstag mit 70:79 verloren. Dadurch benötigt das Team von Luka Pavicevic im Rückspiel am Sonntag vor heimischem Publikum einen Sieg mit mindestens 10 Zählern Differenz, um in die Euroleague einzuziehen. Stärkster Berliner war Blagota Sekulic mit 14 Punkten und 9 Rebounds, gefolgt von Immanuel McElroy und Rashad Wright mit je 12 Zählern.
14 Punkte und 9 Rebounds vom besten Berliner in Piräus, Blagota Sekulic
Radio Eins Bericht >>
Im Gegensatz zu den beiden vorherigen Qualifikationsspielen gingen die Albatrosse gegen Maroussi in der Heimarena von Olympiakos Piräus, in die das Spiel verlegten worden war, gleich sehr konzentriert zu Werke. Nach einem Dunk von Sekulic und einem Dreier von Jenkins lag ALBA schnell 5:0 in Front. Kaimakoglou brachte die Gastgeber per Korbleger in der dritten Minute schließlich ins Spiel. Während sein Teamkollege Calathes ebenfalls für zwei einnetzte, setzten Sekulic und Wright Berlin weiter auf 9:4 ab. Jenkins versenkte seinen nächsten Dreipunktewurf, doch Scharfschütze Keys konterte aus der selben Distanz. Die Albatrosse hatten das Spiel besser unter Kontrolle, kombinierten flüssig und setzten sich über McElroy und Chubb bis zur ersten Viertelpause auf 19:12 ab.
Bajrmovic erhöhte zum Auftakt der zweiten zehn Minuten auf 21:12, doch zwei Dreier von Kaimakoglou in Folge macht die Partie schnell wieder eng. Pelekanos legte nach und die Berliner Führung war auf einen Punkt zusammengeschmolzen. Das Team von Luka Pavicevic ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, zog mit konsequentem Spiel zum Brett viele Fouls und baute den Vorsprung von der Freiwurflinie wieder Stück für Stück aus. Stets wurde Blagota Sekulic am Brett gefunden, der von Maroussi kaum zu stoppen war und sein Team in der 15. Minute wieder 29:24 absetzte. Diamantopoulos brachte die Griechen wieder näher heran, doch vier Freiwürfe in Serie vom starken Sekulic, der zur Halbzeit schon 12 Punkte und 4 Rebounds auf seinem Konto hatte, wahrten den Vorsprung für ALBA. Maroussi versuchte es oft mit schwierigen Einzelaktionen, was Jenkins und Chubb nutzen, um Berlin in der 19. Minute erstmalig zweistellig in Führung gehen zu lassen (37:26). Diamantopoulos und Mavroeidis verkürzten in der letzten Minute noch 30:38.
Immanuel McElroy mit 12 Punkten, 7 Rebounds und 3 Assists, aber auch 4 Ballverlusten
Zwei Punkte von Kaimakoglou zum Start des Schlussabschnitts in der Geisterkulisse von 950 Zuschauern im fast 15.000 Fans fassenden Sportpalast "Frieden und Freundschaft" beantwortete Dragan Dojcin mit einem wichtigen Dreipunktwurf zum 54:60. Mavroeidis war erneut für Maroussi zur Stelle, doch Adam Chubb konterte am gegnerischen Brett. Topscorer Mavroeidis (10 Punkte) legte kurz darauf wieder auf 65:56 für Athen vor, aber Wright und McElroy verkürzten in der 35. Minute auf 60:65. Maroussi zog über über Homan wieder auf acht Zähler davon, bis Rashad Wright mit dem Dreier aus der Ecke und Steffen Hamann per Dunk nach Ballgewinn wieder auf 65:68 verkürzten. Wright kassierte im Anschluss ein technisches Foul, was die Griechen mit zwei erfolgreichen Freiwürfen und einem Korbleger von Mavoreidis eiskalt bestraften. Als Julius Jenkins im Gegenzug einen Dreier verfehlte und Maroussis Kaimakoglou aus der gleichen Distanz traf, war ALBA plötzlich wieder mit zehn Punkten im Rückstand. Wright und Dojcin verringerten die Differenz, aber ein Dreier von Pelekanos sorgte in der 39. Minute für einen erneuten 10-Zähler-Vorsprung für die Griechen. Jeder Punkt war in Hinblick auf das Rückspiel nun von großer Bedeutung und die beiden Coaches griffen in der Schlussminute noch zu zahlreichen Auszeiten. McElroy stellt per Korbleger das 70:78 her, doch während die Albatrosse aus ihren letzten beiden Angriffen kein Kapital mehr schlagen konnten, gelang den Hellenen noch ein Freiwurf zum 79:70 Endstand.
Trotz der Niederlage ist der Kampf um die Euroleague noch lange nicht verloren: Die Albatrosse müssen nun am Sonntag (17 Uhr) in der o2 World das Rückspiel mit mindestens zehn Zählern gewinnen, um in die nächste Runde einzuziehen. Bei neun Zählern Vorsprung nach 40 Minuten gäbe es eine Verlängerung. Eine schwere, aber nicht unmögliche Aufgabe, bei der das Team von Luka Pavicevic die Unterstützung des Berliner Publikums brauchen wird. Tickets für das Endspiel sind noch in allen Kategorien verfügbar, zum Ticketshop >>


