Trotz Sieg gegen Maroussi die Euroleague verpasst
(11.10.) Obwohl ALBA das Rückspiel der entscheidenden Euroleague-Qualifikationsrunde gegen Maroussi Athen mit 75:70 gewonnen hat, haben die Berliner die Teilnahme an der Euroleague verpasst. Eine starke Leistung des Teams und eine Gala-Vorstellung von Julius Jenkins (32 Punkte) reichten am Sonntag Abend nicht, da die Griechen das Hinspiel zuhause mit neun Punkten Differenz gewonnen hatten. Wenige Sekunden vor Schluss waren die Albatrosse drauf und dran, die 9-Punkte-Marke zu knacken, aber ein Dreier mitten ins Herz der 12.196 ALBA-Fans in der o2 World beendete den Berliner Euroleague-Traum.
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Einen ganz engen Fight lieferten sich Maroussi und ALBA in diesem so wichtigen Spiel direkt am Anfang der Saison - leider mit dem besseren Ende für die Gäste. Fast identische Werte im Reboundduell (ALBA 30, Maroussi 29), bei den Freiwürfen (67%, 69%), den Dreiern (44%, 42%) spiegeln wieder, wie sich beide Teams auf Augenhöhe trafen. Matchwinner war Marios Batis (15 Punkte, 4/4 Dreiern), der wenige Sekunden vor Schluss den entscheidenden Dreier für Maroussi versenkte.
Es passierte zu Beginn gleich das, was sich kein Berliner gewünscht hatte: Maroussi erwischte den besseren Start und erhöhte seinen 9-Punkte-Vorspung aus dem Hinspiel gleich um weitere Zähler. Der Kanadier Levon Kendall war dabei tonangebend für die Griechen, die nach drei Minuten 10:3 in Führung gingen. Die Albatrosse kämpften sich angefeuert von den 12196 Fans in der o2 World mit mehr Energie in der Verteidigung zurück und verkürzten dank energischen Brettaktionen von Immanuel McElroy (13 Punkte, 6 Rebounds) und Adam Chubb (10 Punkte, 3 Rebounds) auf 12:14 in der achten Minute. ALBA verteidigte gut, überließ den Athener aber noch zu viele Offensivrebounds, die zumeist Maroussis Hüne Mavroidis (13 Punkte 4 Rebounds) nutzte, um im zweiten Anlauf nachzulegen. Die Gäste setzten sich wieder ab, aber ein Dreier und ein spektakulärer Floater von Jenkins brachten die Berliner zur Viertelpause wieder auf 19:21 heran.
Nach dem Seitenwechsel eröffnete Keys gleich mit seinem nächsten Treffer von Downtown, doch dann begann die große Julius Jenkins Show. Zwei Dreier in Folge schickte er durchs Netz, einen davon sogar, obwohl er unmittelbar davor geblockt worden war, und knackte in der 24. Minute aus der Mitteldistanz erstmalig die 10-Punkte-Marke. Doch Maroussi konterte stark und legte über Batis (zwei Dreier) und Homan am Brett einen 12:2-Lauf zum 55:55-Ausgleich hin. Rashad Wright beendete die Serie mit einem erfolgreich Freiwurf und hängte damit gleichzeitig Athens Homan sein viertes Foul an. Mehr Korberfolge gab es in diesem Viertel nicht zu sehen: Kenan Bajramovic, der bisher unglücklich im Abschluss agierte hatte, konnte den Ball einfach nicht im Korb unterbringen, revanchierte sich aber in den letzten Sekunden des Abschnitts mit einem spektakulären Monsterblock.
"Ich bin nicht enttäuscht über die Leistung meines Teams. Ich bin enttäuscht, dass wir die deutsche Meisterschaft nicht gewonnen und uns nicht direkt für die Euroleague qualifiziert haben. In einem Wettbewerb wie dieser Qualifikation kann alles passieren. Nach einem Spiel von solcher Bedeutung wie heute, würde eine Saison normalerweise enden. Bei uns ist es jetzt aber genau anders herum: Jetzt geht alles von vorne los. Wir werden nun in allen drei Wettbewerben attackieren, um die deutsche Meisterschaft kämpfen, im Eurocup in jedem Spiel um den Sieg zu spielen und versuchen, den Pokal zu gewinnen.“, richtete ALBA-Coach Luka Pavicevic den Blick nach der Niederlage unverwandt nach vorn.
Die erste Gelegenheit dazu bietet sich in Kürze. Die Beko Basketball Bundesliga hat an diesem Wochenende bereits begonnen und ALBA hat am kommenden Freitag das erste Auswärtsspiel in Gießen vor sich. Nur zwei Tage später, am Sonntag, den 18.10., ist im ersten Beko BBL-Heimspiel der Saison der deutsche Meister aus Oldenburg zu Gast in der o2 World.


