ALBA entscheidet 60. Auflage des Klassikers in Bamberg klar für sich
(8.11.) Deutlich mit 62:44 hat ALBA BERLIN sein Auswärtsauftritt bei den Brose Baskets Bamberg gewonnen. Die Albatrosse fanden die richtige Antwort auf ihre Niederlage in Bonn und fuhren dank einer starken Defensivleistung einen ungefährdeten Sieg bei den Franken ein. Schon zur Halbzeit (33:16) hatten die Berliner um Topscorer Julius Jenkins (16) den Grundstein für ihren Erfolg gelegt.
Dragan Dojcin warf zwar nur einmal (ohne Erfolg) auf den Korb, half seinem Team aber wie gewohnt mit seiner Defensivarbeit und seinem uneigennützigen Teamspiel
Im 60. Aufeinandertreffen mit dem fränkischen Rivalen hatten die Albatrosse die Partie fast von Beginn an unter Kontrolle und verbesserten die Bilanz gegen Bamberg damit auf 43:17. Vor allem gegen die starke Defense der Berliner, die auch das Reboundduell mit 39:31 klar für sich gestalteten, fiel den teils unglücklich agierenden Brose Baskets nicht genügend ein. Das Team von Luka Pavicevic zeigte sich zwar nicht überragend, aber stark verbessert an der Dreierline (38%), von wo die Hausherren nur vier von 22 Versuchen ins Ziel beförderten. Topscorer bei ALBA waren Julius Jenkins (16, 5 Ballgewinne, 4 Dreier), McElroy (13, 5 Rebounds, 3 Assists) und Sekulic (10, 8 Rebounds), während bei Bamberg nur Predrag Suput (11) zweistellig traf.
Im ausverkauften Hexenkessel der Bamberger Jako Arena kamen die Hausherren besser aus den Startlöchern. Predrag Suput legte gut los und sorgte mit sieben Punkten in den ersten Minuten für eine frühe 9:3 Führung. Die Albatrosse kamen schließlich aus guter Verteidigung ins Spiel. Blagota Sekulic räumt in der Defensive zweimal sein Gegenüber Elton Brown ab und schoss sein Team vorn gemeinsam mit Julius Jenkins und Rashad Wright zur ersten Führung von 11:9. Bambergs Point Guard Goldsberry knickte nach einem unglücklichen Foul um, musste auf die Bank und kehrte nicht in die Begegnung zurück. Der für ihn eingewechselte Karsten Tadda eröffnete eine Serie von vergebenen Dreiern der Gastgeber. Das nutzen Wright und der eingewechselte Chubb, um auf 15:9 zu erhöhen. In den letzten Sekunden des Viertels tauschten Pleiß und Chubb Korbleger aus und stellten damit das 17:11 für Berlin nach zehn gespielten Minuten her.
Zwei Minuten dauerte es, bis Elton Brown die ersten Punkte das zweiten Spielabschnitts markierte, die prompt von Blagota Sekulic, bedient durch Philip Zwiener, beantwortet wurden. Die Albatrosse verteidigten bissig und stellent Bambergs Offensive damit vor große Probleme. Nach einem Foul im Dreiversuch von Steffen Hamann punktet auch Ex-Albatros Casey Jacobsen erstmalig in der Partie – allerdings traf er nur einen von drei Freiwürfen. Kurz drauf erhöhten McElroy per Dreier und Sekulic am Brett auf 24:14. Die Partie war hart umkämpft, so dass sich bei beiden Teams – vornehmlich jedoch bei den Bambergern - die Ballverluste häuften. Das Team von Luka Pavicevic spielte offensiv konstanter und baute über Jenkins an der Dreierlinie und zwei mal „Imac“ im Fastbreak den Vorsprung eine Minute vor der Halbzeit auf 31:16 aus. Die nach Bamberg gereisten ALBA-Fans unterstützten ihr Team immer lautstärker, während sich bei den Bamberger Fans nach den furiosen Anfangsminuten erste Zweifel breit machten. Die Brose Baskets präsentierten sich offensiv stark von der Rolle und wurden von den Berliner auch im Rebound kontrolliert - bis zur Pause gelang es den Franken nicht mehr, den Ball im ALBA-Korb unterzubringen. Ganz im Gegensatz zu Adam Chubb, der unbedrängt den 33:16 Halbzeitstand erzielen konnte.
Rashad Wright mit einer soliden Vorstellung und sicherem Spielaufbau: 7 Punkte, 4 Rebounds, 3 Assists
Zum Auftakt des Schlussabschnitts machte Steffen Hamann „für Drei“ gleich deutlich, dass er und sein Team den Sieg nicht mehr aus der Hand geben wollten. Robert Garrett konterte auch von der Dreierlinie, aber ein große Schlussoffensive der Brose Baskets wollte sich nicht entwickeln. Vielmehr verlor das Spiel zunehmend an Schwung. Die Berliner setzten nun viele Würfe daneben, sicherten sich aber immer wieder den Offensivrebound und sorgten so dafür, dass die Zeit weiter heruntertickte, ohne dass sich viel am Punktestand änderte. Karsten Tadda kämpfte weiter und war oft nur durch Foul zu stoppen. Doch es war zu spät: Philip Zwiener mit dem Dreier und McElroy per Korbleger machten dann endlich alles klar. Auch Oskar Faßler holte sich noch seine Einsatzzeit, während ALBAs letzte Woche zum Team gestoßener Neuzugang Derrick Byars noch nicht zum Zuge kam. Das Spiel plätscherte dem Ende entgegen und schloss nach 40 Minuten mit einem klaren 62:44 für ALBA BERLIN.


