ALBA holt in Bremerhaven den zehnten Pflichtspielsieg in Serie
(13.12.) Mit einer souveränen Vorstellung hat ALBA BERLIN am Sonntag Nachmittag bei den Eisbären Bremerhaven mit 79:60 gewonnen. Schon zur Halbzeit hatten die Berliner mit 26 Punkten vorne gelegen und fuhren am Ende ungefährdet ihren 10. Sieg in Serie ein. Gegen die sonst so offensivstarken Bremerhavener überzeugte ALBA vor allem in der Defensive, wo sie die Gastgeber 22 Punkte unter ihrem Saisonschnitt hielten.
Adam Chubb war am Korb nicht zu stoppen
Den Grundstein legten die Berliner im ersten Viertel, das sie mit 17 Zählern gewannen. Als der Vorsprung zur Halbzeit auf 26 ausgebaut wurde, war die Messe im Norden schon fast gelesen. Vor allem die starke Verteidigungsleistung war der Berliner Trumpf - lediglich Eisbär Jeff Gibbs (22 Punkte, 8 Rebounds) war schwer zu kontrollieren. Bremerhavens Topscorer Buford (18 Punkte im Schnitt) wurde hingegen bestens von "Imac" abgeschirmt. Ein großes Aufbäumen der Hausherren blieb in Hälfte zwei aus. Erfolgreichste ALBA-Schützen waren Adam Chubb (16 Punkte, 5 Rebounds), Julius Jenkins (16) sowie Dragan Dojcin (13, 3/7 Dreier) während Rashad Wright acht Assists verteilte und Immanuel McElroy mit 7 Punkten, 7 Rebounds und 5 Assists einmal mehr einer der effektivsten ALBA-Spieler war.
ALBA erwischte einen perfekten Start in der Stadthalle Bremerhaven. Nachdem Eisbär Jeff Gibbs die ersten Berliner Punkte durch Sekulic noch unmittelbar ausgleichen konnte, zog das Team von Luka Pavicevic mit dem nächsten Korbleger von Sekulic und zwei Dreiern von Dragan Dojcin auf 10:2 davon. ALBA verteidigte bissig und gab den Gastgebern nur schwierige Wurfoptionen. Diese konterten noch einmal mit Lucas und Buford am Brett zum 9:13, doch in den folgenden fünf Minuten des Viertels ließen die Albatrosse nicht mehr einen einzige Zähler der Norddeutschen zu. Vorne lief es rund bei den Berlinern, wo Julius Jenkins, Adam Chubb und der gut aufgelegte Dragan Dojcin den Vorsprung immer weiter anwachsen ließen. Den Schlusspunkt des ersten Spielabschnitts setzte Steffen Hamann per Korbleger zum 26:9.
Das zweite Viertel begann mit einem Dreier von Kenan Bajramovic, der damit den ALBA-Lauf seit der fünften Minute auf 16:0 ausbaute. Philipp Schwethelm beendete die Berliner Serie, doch sein Team lag nun immer noch 18 Punkte zurück. ALBA hat das Spiel vollkommen unter Kontrolle, dominierte im Rebound und spielte im Angriff sehr konzentriert mit kaum Ballverlusten (zwei zur Halbzeit). Douglas Spradley versuchte mit unkonventiollen Mitteln den Berliner Rhythmus zu brechen. Er stellte fünf kleine Spieler aufs Parkett und ließ diese in einer 3-2-Zone verteidigen. Das bracht ALBA aber nicht lange aus dem Konzept und kurz darauf baut baute Adam Chubb den Vorsprung mit sechs unbeantworteten Punkten auf 35:11 aus. Ein Phase von Distanzfehlwürfen der Albatrosse nutzte Bremerhaven, um über Schwethelm und Buford etwas zu verkürzen. Als Julius Jenkins zwei Minuten vor der Halbzeit jedoch wieder genauer von außen Maß nahm, wuchs das Berliner Polster auf 24 Zähler (42:18) an. In der letzten Minute vor dem Kabinengang gelang es Sekulic und Jenkins sogar noch, die Führung auf 49:23 hoch zu schrauben.
Rashad Wright mit einem persönlichen Saisonrekord von acht Korbvorlagen
Ob des großen Vorsprungs und der bisherigen Souveränität der Schützlinge von Luka Pavicevic glaubte zu Beginn des Schlussabschnitts wohl kaum noch einer der 4.100 Zuschauer in der Stadthalle auf eine Wende. Auch dass ALBA nun vier Minuten lang keinen Korb erzielte, blieb ohne große Auswirkungen. Bremerhaven verkürzte auf 45:66, bis Dragan Dojcin endlich wieder von der Dreierlinie erfolgreich war. Die Partie war längst gelaufen und die Albatrosse ließen die Zügel etwas schleifen. Die Gastgeber betrieben noch ein wenig Ergebnis-Kosmetik, mussten aber am Ende mit 79:60 trotzdem ihre höchste Saisonniederlage hinnehmen. ALBA hingegen fuhr den zehnten Pflichtspielsieg in Serie ein und reist nun direkt aus Bremerhaven nach Istanbul, wo die Berliner am Dienstag im Eurocup bei Galatasaray um den Einzug in die Zwischenrunde spielen.


