ALBA schlägt Braunschweig mit 87:79 und bleibt zuhause unbesiegt
(20.12.) In einer unterhaltsamen Partie hat ALBA BERLIN die New Yorker Phantoms Braunschweig am Sonntag Abend mit 87:79 besiegt. Ein schwaches zweites Viertel und einen 37:46-Halbzeitrückstand machten die Albatrosse mit einem konzentrierten zweiten Durchgang vor 11.671 Zuschauern in der o2 World wieder wett. Bei einer Quote von 57% Prozent stellten die Berliner mit 13 verwandelten Dreipunktewürfen einen neuen eigenen Saisonrekord auf, der viel zum verteidigten Heimnimbus beitrug.
Adam Chubb (12 Punkte, 3 Rebounds)
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Auch die Braunschweiger trafen sehr sicher ihre Dreier, vor allem im zweiten Viertel, wo sie das vorher einseitige Spiel drehten. Aber die Treffsicherheit der Albatrosse in der zweiten Hälfte ließ das Pendel am Schluss wieder in Richtung der Hausherren ausschlagen. In einem ausgeglichenen ALBA-Team punktete Blagota Sekulic (16, 4 Rebounds) am häufigsten, gefolgt von Dragan Dojcin und Julius Jenkins (beide 14). Bei den gut auftretenden Braunschweigern breiteten ALBA vor allem Nate Fox (14 Punkte, 3 Rebounds) und Brandon Thomas (14 Punkte, 5 Rebounds, 4/5 Dreier) Probleme.
Im ersten Bundesliga-Heimspiel der Albatrosse seit über einem Monat kamen die Zuschauer gleich auf ihre Kosten. Julius Jenkins sorgte wie so oft mit viel Firepower zum Beginn dafür, dass die Albatross offensiv ins Rollen kamen. Er versenkte drei Dreier in Serie während Braunschweig die ALBA-Defense mit erzwungenen Würfen nicht knacken konnte. Beim Stand von 13:2 für Berlin nach fünf Minuten wollte Sebastian Machowski die erste Auszeit. Diese zeigte Wirkung bei den Gästen, die nun härter den ALBA-Korb attackierten und nach einem daraus resultierenden freien Dreier von Heiko Schaffartzik auf 11:17 verkürzten. Zum Ende des Viertels setzen sich die mit viel Energie agierenden Albatrosse nach einem Dreier und Fastbreak von Derrick Byars auf 26:13. Doch das letzte Wort des ersten Abschnitts hatte Brandon Thomas, der per Buzzerbeater-Dreier für ein 26:16 nach 10 Minuten sorgte.
Nachdem Steffen Hamann das zweite Viertel per Dreier eröffnet hatte, kamen die Braunschweiger immer besser in Fahrt. Von der 13. bis 15. Minute legten sie einen 9:0-Lauf aufs Parkett der o2 World und kamen damit auf 29:31 heran. Neuzugang Golemac kam noch nicht zum Einsatz, dafür rückte Philip Zwiener auf die Position vier. Die harte Gangart der Gäste unter dem Korb, die oft großzügig laufen gelassen wurde, führte trotzdem dazu, dass sich die Berliner zumeist an der Freiwurflinie wieder fanden. Die Braunschweig hingegen spielten sich offensiv in einen Rausch. Zum einen wurden ihnen zu leichte Punkte gestattet, aber auch wenn die Albatrosse ihren Gegner auf den Füßen standen, wurden die schwierigsten Würfe getroffen. Braunschweig eroberte über Fox die Führung und bauten diese kurz vor der Halbzeit mit Dreiern von Allen, Cielebak und Mittmann weiter aus. Während bei den Albatrossen von außen nichts mehr zusammen lief – viele Würfe guckten schon in den Korb, entschieden sich dann aber doch wieder herauszuspringen –, erzielte Nate Fox die letzten Zähler der Halbzeit zum 46:37 für die Phantoms.
Derrick Byars mit einer guten Partie (10 Punkte, 4 Rebounds, 2 Assists)
Auch wenn der Schlussabschnitt mit einem unsportlichen Foul von Byars an Mittmann unglücklich begann, ging es gut für ALBA weiter. Dragan Dojcin und Julius Jenkins schickten die nächsten Dreier durchs Netz und erhöhten damit auf 72:66. Idibhi konterte mit zwei Freiwürfen, aber zwei Korbleger vom starken Dojcin wahrten den ALBA-Vorsprung. Nach vierzehn Minuten Spielzeit in Hälfte zwei durfte der Routinier dann auch endlich wieder auf der Bank durchschnaufen. Das Spiel befand sich in seiner kritischen Phase und die Berliner hatten das Momentum auf ihrer Seite. Das Team von Luka Pavicevic spielte sein Offensivspiel konsequent und konzentriert durch und baute die Führung über Wright von der Dreierlinie, der mit dem 13. Dreier des Spiels einen ALBA-Saisonrekord markierte, und McElroy per Freiwurf bis vier Minuten vor Schluss auf 82:70 aus. Vielleicht fühlten sich die Albatrosse schon zu früh siegessicher, denn Braunschweig kam über leichte Punkte von Idbihi bis eine Minute vor dem Ende noch mal auf sechs Zähler heran. Aber Rashad Wright brachte den insgesamt elften Beko BBL-Saisonsieg (und achten in Serie) mit einem Jumpshot und einem Freiwurf endgültig in trockene Tücher. In der Tabelle rangierte ALBA mit 11 Siegen und 2 Niederlagen nun wieder auf Platz zwei hinter Bonn, das 10 Siege und 5 Niederlagen auf dem Konto hat.
Die Albatrosse gehen nun mit dem Gefühl, eigentlich Tabellenführer zu sein, in eine Winterpause, die kaum eine Pause ist. Denn am 26. Dezember öffnet die o2 World zum Gastspiel der MEG Göttingen, dem Team das in der Bundesliga nach ALBA derzeit den besten Lauf hat, schon wieder ihre Tore. Tickets für das Weihnachtsspiel gibt es hier.


