ALBA gewinnt auswärts gegen ungewöhnliche Trierer Aufstellung
(9.1.) Mit 68:59 haben sich die Albatrosse am Samstag Abend bei der TBB Trier durchgesetzt. Durch den achten Sieg im zehnten Beko BBL-Auswärtsspiel verbesseren die Berliner ihre weiterhin beste Gesamtbilanz der Liga auf 14:3. Die durch den Ausfall von Copeland ungewöhnlich klein spielenden Trierer hielten die Partie bis in die Schlussminuten offen. Dort setzte sich ALBA schließlich mit starker Verteidigung und Punkten von Topscorer Julius Jenkins (17) durch.
Immanuel McElroy stand 37 Minuten auf dem Feld - jede davon war gerechtfertigt
Triers Power Forward Copeland verletzte sich im zweiten Viertel und kam nicht zurück. Danach gingen die Moselstädter mit vier kleinen Spielern (Pekovic auf Position vier) zu Werke, worauf die Albatrosse sich lange nicht gut einstellen konnten. Eine gute Verteidigungsleistung der Trier führte so dazu, dass das Spiel bis zum Schluss offen blieben. Die Berliner hatten viel Pech bei ihren Würfen von außen (6 von 18), einzig Julius Jenkins, der fünf der sechs Trefffer erzielte, zeigte sich sehr sicher. Jenkins kam auf 17 Punkte und 3 Assists. Neben ihm scorten Sekulic (11, 8 Rebounds) und Immanuel McElroy mit 16 Punkten, 7 Rebounds und vier Korbvorlagen zweistellig. Letzterer hatte mit seiner überragenden Vorstellung lange großen Anteil dran, dass ALBA sich in den starkern Trierer Phasen nie abschütteln ließ. In der Schlussphase spielten die Hauptstädter ihren Auswärtssieg mit konzentrierter Verteidigung abgeklärt nach Hause. Für Trier trafen Pekovic (13) und Raivio (10) am besten, konnten aber ihre sechste Niederlage in Serie nicht abwenden.
Beide Teams starteten nervös und brachten anfangs wenig erfolgreiches zustande. Die Trierer kamen mit Dreiern durch Copeland und Raivio ins Laufen und brachten damit auch ihr Heimpublikum ins Spiel. Julius Jenkins hielt mit Distanzwürfen dagegen und ALBA begann immer mehr, seine Spielsysteme erfolgreich zum Abschluss zu bringen. In der siebten Minute schoss Jurica Golemac sein Team mit 12:10 in Führung, doch Trier holte sich die Führung nach einem Steal von Raivio an Wright und anschließendem Dreipunktespiel zurück. Die vor dem Spiel fraglichen Wright und Dojcin wurden beide schon im ersten Viertel eingewechselt. Doch noch waren die Berliner in der bisher nicht sonderlich intensiv geführten Partie nicht voll da und gingen mit einem knappen 14:15 Rückstand aus dem ersten Viertel.
Auch im zweiten Spielabschnitt stellte sich bei den Albatrossen noch kein richtiger Spielfluss ein. Und es kam auch Wurfpech dazu: Golemac stand zum wiederholten Male ganz frei an der Dreierlinie und im Halbfeld, legte aber alles daneben. Julius Jenkins hingegen versenkte seinen dritten Drier im dritten Versuch. Doch auch die Hausherren in Person von Copeland und Pekovic netzten für Drei ein, so dass ALBA immer noch im Rückstand war. Dieser erhöhte sich, nachdem die Berliner Punkte an der Freiwurflinie liegen ließen, wo die Trier ihrerseits fehlerlos blieben, auf 21:27. Nach einer Auszeit von Luka Pavicevic kam sein Team mit mehr Biss zurück aufs Feld und glich schnell auf 27:27 aus. Immanuel McElroy, der für die beiden etatmäßigen, aber mit je zwei Fouls belasteten Point Guards Hamann und Wright, den Spielaufbau übernahm, brachte viel der nötigen Energie zurück aufs Feld. Triers Copeland hatte sich am Fuß weh getan und musste auf die Bank, so dass Coach Defraigne ein Experiment wagte: Er stellte den kleinen Pekovic auf die Position vier. Der hatte dort in der Defense gegen Dojcin zwar Probleme, nutzte aber vorne seine Schnelligkeit gegenüber Adam Chubb, um die TBB per irrem Dreier und Korbleger wieder 31:34 in Front zu bringen. Punkte von McElroy und auf der Gegenseite Evans änderten an der Differenz zur Halbzeit mit 33:36 nichts mehr. Zu viele Chancen (8/14) hatten die Albatrosse an der Freiwurflinie vergeben.
Blagota Sekulic räumte ab am Brett
Nach zwei erfolgreichen Korblegern von Hamann und McElroy zum Auftakt des Schlussviertels setzte sich ALBA auf 56:48 ab und schien Oberwasser zu bekommen. Doch schlechte Wurfauswahl und -Quoten bei den Albatrossen und eine 9:0-Serie der Trierer machten die Partie wieder vollkommen ausgeglichen. Die Arena stand Kopf als Pekovic per Dreier das 57:56 für sein Team erzielte. Nach einer Auszeit von Luka Pavicevic gingen die Berliner defensiv mit deutlich mehr Intensität zu Werke. Immer wieder wurden die Hausherren an das Ende der 24 Sekunden Angriffszeit gedrängt, doch vorne schwächelten die Albatrosse immer noch bei ihren Distanzwürfen. Nur Julius Jenkins blieb treffsicher. Er traf als einziger Berliner bis dato überhaupt von der Dreierlinie, dafür in der 17. Minute bereits zum fünften Mal und damit zum 61:57. In dieser entscheidenden Phase das Spiels zeigten sich die Trierer kopflos gegen die verbesserte ALBA-Verteidigung und als schließlich auch Wright für Drei einnetzte und Sekulic nach schönem Durchstecker von Golemac zum 66:57 einlegte, war die Partie 80 Sekunden vor Schluss entschieden. Auch das Stop-the-clock der Gastgeber zeigte keine Wirkung mehr, so dass ALBA mit 68:59 den achten Auswärtssieg im zehnten Spiel auf fremden Parkett in der Beko Basketball Bundesliga feierte.
Am kommenden Dienstag müssen die Berliner schon wieder aufs Feld - dann aber zuhause und im internationalen Geschäft: Um 19 Uhr steigt in der o2 World gegen Azovmash Mariupol das letzte Spiel der Eurocup-Vorrunde. Tickets für die Partie gibt es hier.


