86:65-Heimsieg gegen den MBC muss hart erkämpft werden
(20.1.) In einer äußert unterhaltsamen Partie besiegte ALBA BERLIN am Mittwoch Abend in der o2 World den Mitteldeutschen BC mit 86:65. Die Albatrosse brauchten ein Viertel, um sich auf die aggressive Spielweise der Gäste einzustellen, die den Berlinern alles abverlangten. Durch den Sieg in diesem Nachholspiel hat das Team um Topscorer Julius Jenkins (19) die alleinige Tabellenführung übernommen.
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Der MBC präsentierte sich erwartet aggressiv in der Verteidigung und sorgte so von Beginn an für viel Intensität und Hektik. Nachdem sich ALBA darauf eingestellt hatten und die Ballverluste abstellte, kippte das Spiel immer weiter in Richtung Berlin. Die Gäste bewiesen Kampfgeist und hielten die Partie lange offen. Wie meistens punkteten die Wölfe sehr ausgeglichen, einzig Ivan Elliott (11 Punkte, 7 Rebounds) kam in den zweistelligen Punktebereich. Bei ALBA traf Julius Jenkins (19 Punkte, 6 Assists) am besten, gefolgt von Immanuel McElroy (13 Punkte, 6 Assists, 4 Rebounds) und Derrick Byars (12 Punkte, 3 Rebounds).
Die Albatrosse ließen sich zum Auftakt komplett überrumpeln. Der MBC trat in allen Belangen wacher auf ging nach Ballverlusten von ALBA im eigenen Halbfeld schnell 9:0 in Führung. Nach dreieinhalb Minuten ohne Korberfolg erwachten die Berliner endlich in Person von Julius Jenkins, der mit zwei Dreiern in Serie den Knoten platzen ließ. Aber die extrem aggressiven Wölfe legten weiter vor, waren nach einem Dreier von Grünheid 14:7 in Front. Ob ihrer Spielweise sammelten sie auch reichlich Fouls, doch die Albatrosse nutzen ihre Chancen an der Freiwurflinie nicht konsequent. Der MBC switchte bei jedem Block der Albatrosse die Gegenspieler, so dass sich die Berliner Guards häufig den Weißenfelser Centern gegenüber sahen. McElroy und Jenkins nutzten das Missmatch jeweils mit Treffer von der Dreierlinie zum 17:18-Anschluss und Viertelendstand.
Die Albatrosse hatten sich nun auf das intensive Spiel eingelassen und hielten dagegen. Sie suchten immer stärker den Weg zum Korb, was zusehends zum Erfolg führte. Nach 14. Minuten lag ALBA mit 25:22 vorn – alle acht Berliner Punkte hatte Center Blagota Sekulic erzielte, alle vier des MBC kamen von Ade Dagunduro. Das Team von Luka Pavicevic bekam die Gäste defensiv immer besser in den Griff und setzte sich vorne Stück für Stück ab. Die Ganzfeldpresse der Wölfe wurde besser ausgehebelt, wodurch die Hauptstädter sich mit einer 10:0-Serie auf 33:22 absetzten. Weiterhin war mächtig Feuer in der Partie. Sowohl die zahlreichen mitgereisten MBC-Fans als auch das ALBA-Publikum sorgten für eine tolle Atmosphäre. Die Wölfe kassierten ein unsportliches und ein technisches Foul, was die Gemüter noch mehr hochkochen ließ, ALBA aber eine 38:24-Führung einbrachte. Die Mitteldeutschen steckten jedoch keineswegs auf und kämpften sich bis zur Halbzeitpause wieder auf 31:40 heran.
ALBA begann den Schlussabschnitt mit einem tollen Lauf: Chubb lies es nach Pass von Hamann per Monsterdunk krache und kurz darauf stoppfte Derrick Byars die Kugel per Alley-Oop nach Anspiel von McElroy in den Korb. Die Gäste schienen langsam ihrer kräftezehrenden Spielweise Tribut zu zollen und hatten immer weniger dagegen zu setzen. Die Albatrosse hingegen hatten immer noch reichlich Freude am Spiel. Sie veranstalteten einen regelrechten Dreipunkte-Shootout – Dojcin, Byars, Wright jeder durfte mal von außen einschießen. Die letzten Minuten plätscherten schnell herunter. Am Ende siegte das Team von Luka Pavicevic mit 86:65 doch deutlich. Trotz des klaren Ausgangs hatte die o2 World ein äußerst unterhaltsames Spiel erlebt.


