Start ins Last 16 mit Ausrufezeichen – ALBA gewinnt 68:63 in Le Mans
(26.1.) Die Basketballer von ALBA BERLIN haben ihren Auftakt in der Runde der besten 16 im Eurocup beim französischen Tabellenführer Le Mans mit 68:63 gewonnen. Acht nervenstark verwandelte Freiwürfe in der Schlussminute vom überragenden Julius Jenkins (27 Punkte) machten den Auswärtserfolg in Frankreich perfekt. Auch den Ausfall von Adam Chubb kompensierte Centerkollege Blagota Sekulic (20 Punkte, 8 Rebounds) mit einer beeindruckenden Leistung.
Julius Jenkins führte sein Team zum Sieg
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Trotz der beiden großartigen Einzelleistungen konnten sich die Berliner in einem von beiden Seiten vor allem von viel kontrolliertem Halbfeld-Basketball geprägten Spiel immer dann, wenn es eng wurde, auf ihre Defensive verlassen. Le Mans Topscorer Spencer, der sonst im Eurocup über 22 Punkte pro Spiel erzielt, war bei Julius Jenkins besten aufgehoben und kam am Ende nur auf magere 5 Zähler. Stärkster Mann bei den Franzosen war Joao Paulo Batista, der ALBA mit seinen 18 Punkten die meisten Probleme bereitete. Le Mans entschied das Reboundduell für sich (37:32), leistete sich aber entscheidend mehr Ballverluste als die Hauptstädter (17:10). Neuzugang Cemal Nalga wurde "ins kalte Wasser geworfen" und zeigte in drei Minuten Spielzeit ein solides Debüt.
Ohne den verletzten Adam Chubb war klar, dass in dieser Partie viel Verantwortung auf den Schultern von Blagota Sekulic lasten würde. Dieser stellte sich der Aufgabe mit Bravur und sorgte mit neun Punkten in den ersten Minuten für einen guten Start der Albatrosse. Im Hinspiel in der Euroleague-Quali war man anfangs in Le Mans noch mit 0:15 überrannt worden, doch dieses mal lief es anders. Julius Jenkins steuerte zu Sekulics Zählern noch einen Dreier bei, so dass die Berliner nach sechs Minuten mit 14:9 vorne lagen. Sekulics Gegenüber Batista musste mit zwei schnellen Fouls früh auf die Bank und Julius Jenkins legte mit seinem zweiten Dreier auf 17:11 vor. Mit flinken Händen und Ballgewinnen in der Verteidigung, aber auch durch zahlreiche Schrittfehler der Franzosen hatten die Berliner mehrere Chancen, noch weiter davonzuziehen. Diese blieben jedoch ungenutzt, so dass die Hausherren mit einem Dreier von Ndoye zur Viertelpause wieder auf 14:17 verkürzten.
Beide Mannschaften lieferten sich einen harten Fight, auch Le Mans wurde nach einem langsamen Start immer aggressiver. Doch dann war es erneut Sekulic, der wie so oft aus dem Pick & Roll für sein Team erhöhte. Die Franzosen schlugen zurück und waren nach einem Dreier von ihrem Topscorer Spencer bis auf 19:20 dran. Aber Wright aus der selben Distanz und der starke Sekulic verschafften den Hauptstädtern wieder Luft. Kurz darauf feierte Neuzugang Cemal Nalga sein ALBA-Debüt und führte sich mit zwei Zähler sogleich gut ein. McElroy legte per Dunk nach und ALBA lag drei Minuten vor der Halbzeit wieder 29:21 vorn. Zwei Minuten Unkonzentriertheit mit vielen Berliner Fouls nutze Le Mans Salyers, seines Zeichens ehemaliger Topscorer der Euroleague, um mit einem Dreipunktespiel auf 26:29 zu verkürzen. Luka Pavicevic griff anderthalb Minuten vor der Pause noch mal zur Auszeit und die machte sich bezahlt: Sekulic mit seinen Punkten 14 und 15 sowie Julius Jenkins für Zwei verschafften ALBA zur Halbzeit wieder einen etwas angenehmeren Vorsprung von 33:26.
Blagota Sekulic kompensierte den Ausfall von Adam Chubb bravurös
ALBA startet mit zwei vergebenen Dreiern (Byars, Hamann) in den Schlussabschnitt und Le Mans bekam noch einmal Aufschwung, arbeitete sich auf 44:51 heran. Doch dann schlug wieder Julius Jenkins von der Dreierlinie zu und erhöhte auf 10 Zähler Vorsprung. Le Mans war keineswegs geschlagen und macht des Spiel mit Punkten von Wright und Batista wieder enger. Über drei Minuten lang stand es nun 56:48, da keiner der beiden Kontrahenten, auch ob harter Defense auf beiden Seiten, den Ball mehr im Korb unterzubringen vermochte. Golemac beendete die Durststrecke in dieser entscheidenden Phase und legte in der 38. Minute auf 58:48 vor. Doch es blieb spannend: Salyers netzte den Dreier ein und als kurz darauf auch wieder Zack Wright traf, war der Berliner Vorsprung auf 53:58 zusammen geschmolzen. Nach einer Auszeit von Luka Pavicevic war wieder Golemac am Brett mit all seiner Routine und dem wichtigen 60:53 zur Stelle. Die Franzosen steckten nicht auf und setzten mit Stop-the-clock noch mal alles auf eine Karte. Antione Diot brachte sein Team mit zwei Dreiern in der letzten Minute immer wieder gefährlich nah heran. Aber Julius Jenkins zeigte sich überragend nervenstark an der Freiwurflinie und sicherte ALBA mit acht sicher verwandelten Freiwürfen den 63:68-Auswärtssieg.
Im parallel ausgetragenen Gruppenspiel besiegte Joventut Badalona zuhause Aris Saloniki mit 74:72. Am kommenden Dienstag (20 Uhr) kommt es so in der o2 World zum Duell der beiden ungeschlagenen Teams der Gruppe I. Vorher steht den Albatrosse aber noch ein weiterer Härtetest bevor. Am Freitag (19:10 Uhr, live im DSF) müssen sie beim deutschen Meister aus Oldenburg in der EWE Arena Farbe bekennen.


