ALBA stoppt Tübinger Siegesserie mit Dreier-Spektakel
(6.2.) ALBA hat die Siegesserie der Walter Tigers Tübingen nach sechs Erfolgen in Folge zuhause mit 99:83 gestoppt. 9188 Zuschauer sahen eine spektakuläre Partie, die vor allem durch die Distanzschützen geprägt wurde. 18 Dreier trafen die Albatrosse (ALBA-Saisonrekord), Julius Jenkins (30 Punkte, 5 Assists) davon alleine acht. In nur drei Tagen (Dienstag) tritt ALBA im Eurocup gegen Aris Saloniki erneut in der o2 World an.
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Vor der Partie lag der ALBA-Saisonrekord bei 13 Treffern von der Dreipunktelinie (gegen Braunschweig). Am Samstag Abend hatten die Berliner diese Marke schon im dritten Viertel geknackt. Am Ende wurde mit der bisherige Bundesliga-Bestleistung 2009/2010 von 18 Dreiern (Bamberg - Ulm) gleichgezogen. Auch den Bundesliga-Saisonrekord von acht verwandelten Dreiern eines Spielers (Humphrey aus Ulm, Winters aus Düsseldorf) stellte Julius Jenkins ein. Für seinen Namensvetter im Tübinger Trikot Michael Jenkins galt das gleiche, er traf exakt wie der Berliner Shooting Guard 8/11 Würfe von "Downtown" - hatte am Ende aber zwei Zähler weniger (28) als der ALBA-Kapitän auf dem Konto. Neben Jenkins taten sich Derrick Byars (15 Punkte, 5 Rebounds, 2 Steals), Rashad Wright (14 Punkte, 4 Assists) und Immanuel McElroy (12 Punkte, 3 Rebounds, 5 Assists) hervor. Mit 99 erzielten Punkten stellte ALBA eine weitere eigene neue Saison-Bestmarke auf.
Das Spiel begann mit einem regelrechten Dreierfeuerwerk von beiden Seiten und es sollte bis zum Schluss so bleiben. Die ersten 12 ALBA-Punkte kamen alle aus 6,25 Metern, darunter alleine drei Treffer von Rashad Wright. Auch bei Tübingen trafen Jenkins und Watts von außen und Ex-Albatros Nadjfeji legte auch am Brett zum 12:12 ein. Von defensiver Härte war nicht viel zu spüren, stattdessen bekamen die Zuschauer ein munteres Offensivspiel zu sehen. Beide Mannschaften konnten relativ ungestört punkten. Ein Zwischenspurt in der letzten Minute des Viertels, begünstigt durch ein technisches Foul von Tübingens Williams, brachte die Berliner nach 10 Minuten 25:19 in Front.
Auch im zweiten Viertel wurde weiter fleißig von der Dreierlinie produziert. Fünf Dreier von Jenkins, drei von Julius Jenkins für ALBA und zwei von Michael Jenkins für Tübingen, fielen in den ersten vier Minuten durch die Reuse. Der letzte durch den Berliner brachte die Albatrosse erstmalig zweistellig 39:29 in Führung. Einfache Punkte der Gäste machten es schnell wieder eng, was ALBA-Cheftrainer Luka Pavicevic überhaupt nicht schmeckte. Er stellte sein Team in einer Auszeit neu ein, doch das half auch erst einmal defensiv nicht. Nach weiteren leichten Punkten durch Ratkovica und Travis waren die Tigers auf zwei Zähler dran. Die Defense der Gäste zog sich immer stark unter dem Korb zusammen und nahm dabei in Kauf, dass von außen viele freie Würfe entstanden. Julius Jenkins sagte Dankeschön und ließ weiter kräftig Dreier durch den Tübinger Korb rauschen. Stolze sieben Treffer hatte der Shooting Guard bis zur Halbzeit gesammelt. Tübingen fand seinerseits weiter Wege, den Ball am ALBA-Brett zu verwandeln, so dass die Berliner trotz einer offensiven Glanzleistung nur mit 50:43 in die Kabine gingen.
Michael Jenkins blieb auch im Schlussabschnitt „on fire“ und schickte gleich noch zwei weitere Dreier durchs Netz. Als ALBA einige Punkte an der Freiwurflinie liegen ließ und Travis zwei mal von dort verwandelte, waren die Gäste in der 34. Minute wieder auf 74:82 dran. Die Hauptstädter konterten mit Byars von „Downtown“, McElroy per Rückwärtsdunk sowie Dojcin nach traumhafter Passstaffette und die o2 World tobte. Doch die Gäste gaben sich nicht geschlagen, sondern verkürzten mit Körben von Watts zwei Minuten vor Schluss nochmals auf 83:92. Aber in der entscheidenden Phase ließen sich die Albatrosse nicht mehr aus der Ruhe bringen, zogen konsequent Fouls und verwandelten nun auch sicher ihre Freiwürfe. Kurz vor dem Ende wollten die Zuschauer gerne noch den „Hunderter“ erleben, doch mit 99:83 wurde dieser knapp verpasst. Trotzdem sind 99 Zähler die bisher höchste erzielte Punktzahl der Albatrosse in der Saison 2009/2010.


