ALBA bleibt mit Auswärtssieg in Ulm an der Tabellenspitze
(13.2.) Mit 86:77 hat ALBA BERLIN am Samstag Abend in Ulm den 18. Sieg im 22. Bundesliga-Saisonspiel eingefahren. Obwohl die Hauptstädter meist hoch geführt hatten, machten es die Gastgeber kurz vor Schluss noch einmal ganz eng. Doch Rashad Wright sicherte seinem Team in der letzten Minute mit sechs Freiwürfen den Sieg, der die Tabellenführung für ALBA festigt.
Blagota Sekulic mit 17 Punkten und 5 Rebounds
Während die Mannschaft von Luka Pavicevic die Ulmer defensiv die meiste Zeit gut in Schach gehalten hatte, taten diese ALBA insbesondere mit ihren Offensivrebounds weh. Von denen holten sie stolze 18. Nur 2 von 14 Dreiern verwandelten die „Spatzen“ jedoch, wogegen die Albatrosse immerhin 9/24 trafen und auch aus dem Feld hochprozentig mit 59% vollstreckten. Ulms Burns stellte ALBA mit 23 Punkten und 5 Rebounds vor große Probleme. Neben ihm scorten Trice (15) und Benzing (10) am besten. Bei den Berliner trugen sich mit Sekulic, Jenkins (je 17), Dojcin, Byars (je 12) und Wright (11) gleich fünf Spieler zweistellig in der Punkte-Statistik ein.
Die Albatrosse traten unter schwierigen Bedingungen in Ulm an: Am Freitag hatten sie aufgrund der Witterungsverhältnisse viele Stunden am Flughafen festgesessen und Rashad Wright plagte sich mit Magenprobleme herum. Außerdem konnte Julius Jenkins aufgrund einer Prellung am Oberschenkel aus dem letzten Spiel nicht mit der Mannschaft trainieren. So stand Derrick Byars am Samstag in der Startformation, doch sowohl Jenkins als auch Wright waren einsatzfähig. Beide Teams begannen durchwachsen und vergaben zunächst den ein oder anderen Korbleger. Über das Duo Golemac-Sekulic kam ALBA schließlich in die Partie und setzte sich nach einem Dreipunktespiel vom Power Forward Golemac auf 7:2 ab. Die Ulmer bissen sich an der ALBA-Defense die Zähne aus, die ihnen nur schwere Ausstiege gestattete. Vor allem über ihre Offensivrebounds blieben die Hausherren jedoch dran. Steffen Hamann kam mit Energie von der Bank und verwandelte gleich ein Dreipunktespiel zum 17:9. Collins setzte sich noch einmal für Ulm am Brett durch, doch Dreier von Byars und dem mittlerweile eingewechselten Jenkins brachte ALBA zur ersten Pause 23:11 in Führung.
Im zweiten Spielabschnitt kamen die Ulmer über Benzing und Collins besser in Tritt und verkürzten schnell auf 17:24. Jenkins verschaffte ALBA mit seinem nächsten Dreier wieder Luft, doch über ihre Athletik am Brett und weitere Offensivrebounds (neun zur Halbzeit) arbeiteten sich die „Spatzen“ mit Punkten von Kevin Martin (7 Offensivrebounds!) erneut auf 27:32 heran. Luka Pavicevic hatte zur Auszeit gerufen und sein Team gewann Stück für Stück Sicherheit zurück. Rashad Wright mit einem wichtigen Dreier und Cemal Nalga mit kraftvollem Einsatz am Korb markierten die letzten Punkte der ersten 20 Minuten und bescherten ALBA zur Pause noch einen zweistelligen Vorsprung von 33:43. Aus der Dreipunktedistanz hatten die Hausherren in den ersten beiden Vierteln nicht einmal getroffen, während die Berliner immerhin vier von zehn Versuchen verwandelt hatten.
Immanuel McElroy (4 Punkte, 6 Rebounds, 3 Assists) erzielte den entscheidenden Dreier
Bei 15 Punkten Rückstand mit Anbruch der letzten 10 Minuten musste für ratiopharm Ulm eine echter Run her, um die Partie noch umzubiegen. Während sie anfangs immer nur kurze ihre Zonenverteidigung eingestreut hatten, verlegte sie sich im letzten Viertel komplett auf diese Defensivvariante und störten den Berliner Rhythmus damit empfindlich. Angetrieben von ihrem langen Christian Burns, der sich immer wieder am Brett durchtankte, witterten die „Spatzen“ noch einmal ihre Chance und kamen auf 58:69 heran. Luka Pavicevic bestellte seine Mannen nochmals zur Auszeit, um ihnen den richtigen Biss für die letzten fünf Minuten mit auf den Weg zu geben. Dojcin und Sekulic erhöhten wieder für ALBA, doch die Ulmer kamen angeführt vom quirligen Trice schnell noch näher. Bis auf 73:77 konnte sie in der mittlerweile höllisch laut gewordenen Kuberghalle nach einem Dreier von Benzing anderthalb Minute vor dem Ende verkürzen. Aber Immanuel McElroy war mit einem ganz entscheidenden Dreier zur Stelle und wendete den drohenden Ausgleich ab. Über Stop-the-Clock wollte Ulm ALBA den Sieg noch entreißen, doch Rashad Wright hatte etwas dagegen. Er blieb bei sechs Versuchen tadellos an der Freiwurflinie und stellt so einen 86:77-Auswärtssieg seines Teams sicher.


