Ausverkaufte o2 World feiert deutlichen Heimsieg gegen Bonn
(20.2.) 14.500 Zuschauer erlebten am Samstag einen tollen Basketballabend in der o2 World. Mit einer überzeugenden Vorstellung verwiesen die Albatrosse den großen Rivalen Telekom Baskets Bonn deutlich 83:48 in die Schranken.
Cemal Nalga mit seiner bisher besten Leistung für ALBA
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Radio Eins-Spielbericht
ALBA zeigte sich am Samstag Abend den Gästen in allen Belangen überlegen. ALBA gewann das Reboundduell (42:37), verteilte mehr Assists (13:7) und traf aus allen Distanzen besser als die Baskets. Aber vor allem offensiv fiel den Bonnern mit Ausnahme von Chris Ensminger (14 Punkte, 7 Rebounds), der als einziger zweistellig punktete, wenig gegen die starke Berliner Defense ein. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel legten die Albatrosse mit einem 16:2-Lauf den Grundstein für einen am Ende sehr deutlichen Erfolg. Neben Julius Jenkins mit 22 Punkten brachte Cemal Nalga (10 Punkte, 9 Rebounds) die Arena mit seinen Aktionen zum toben.
Vor der großartigen Kulisse von 14.500 Zuschauern in der o2 World begannen beide Teams zunächst nervös. Würfe wurden vergeben und Fehlpässe produziert. Mit Freiwürfen von Ensminger und einem Dreier von Jordan gingen die Gäste schließlich 5:1 in Führung. ALBA kam über Golemac ins Spiel, der gut das Brett attackiert, allerdings auch schnell mit zwei Fouls auf die Bank musste. Die Berliner machten in der Defense den Korb dicht. Vor allem Jared Jordan wurde auf dem Weg zum Brett mehrfach abgeräumt. Ungewöhnlich spät, in der sechsten Minute, nahm Julius Jenkins seinen ersten Wurf. Den beförderte er aber von der Dreierlinie gleich zum 12:9 in den Korb. Fünf weitere Punkte vom ALBA-Topscorer brachte die Hauptstädter kurz vor der Viertelpause mit sechs Punkte in Front, aber Freiwürfe von King und Ohlbrecht machten daraus noch ein 17:14.
Beide Teams erhöhten die Intensität in der Defense noch einmal. Mehrfach bekamen die Zuschauer im Rund der o2 World das 24-Sekunden-Horn zu hören. In der dritten Minute hatte sich ALBA mit Freiwürfen auf 20:14 abgesetzt, während Bonn noch keinen Punkte im zweiten Spielabschnitt erzielt hatte, und übernahm nun das Kommando. Ohlbrecht unterbrach die Serie kurz mit einem Alley-Oop-Korbleger, aber die Albatrosse legten nach. Es wurde mit Haken und Ösen auf dem Feld gekämpft und die Zuschauer gingen voll mit. Cemal Nalga, der sich ein heißes Duell mit Chris Ensminger lieferte, stopfte die Kugel durch den Ring, McElroy versenkte den Dreier und Golemac legte den Tip-in zum 31:16 ein. Michael Koch hatte genug gesehen und rief zur Auszeit. Danach baute McElroy die Serie im Fastbreak noch auf 16:2 aus, bis Ensminger sie mit zwei Freiwürfen beendete (33:18). Doch die Berliner blieben, vor allem in der Verteidigung, Herr der Lage und ließen das Polster immer weiter anwachsen. Mit einem Jumper in den letzten Sekunden schraubte Rashad Wright die Führung zur Kabinenpause auf stolze 45:21.
Steffen Hamann zeigte eine starke Leistung (9 Punkte, 3 Rebounds, 2 Assists)
Mit 26 Punkten Vorsprung war die Partie mit Beginn der letzten zehn Minuten schon gegessen. Die Bonner verloren langsam auch ihren Biss und schienen sich mit der Niederlage abgefunden zu haben. Die Albatrosse hingegen hatten noch keine Lust aufzuhören und legten weiter nach. Jenkins, Sekulic und Golemac setzten ihr Team auf 73:37 ab. Damit hatte sie die höchste Differenz, mit der ALBA je gegen Bonn gewonnen hatte (36 Punkte beim 108:72 im Playoff-Finale am 2. Juni 2001 in Berlin), eingestellt. Die Marke zu knacken, gelang am Ende knapp nicht, aber dafür konnte sich das Berliner Publikum über das Debüt von Neuzugang Lucca Staiger freuen. Der blieb zwar noch ohne Korberfolg, konnte aber am Ende einen deutlichen 83:48-Erfolg seines Teams feiern.


