ALBA gewinnt gegen Le Mans / Entscheidung fällt in Badalona
(3.3.) ALBA BERLIN hat das fünfte Spiel im Eurocup Last16 zuhause gegen Le Mans mit 83:71 gewonnen. Während die Franzosen durch die Niederlage ausgeschieden sind, steht ALBA nun in der Partie in Badalona ein klassisches Do-or-Die-Spiel bevor.
Immanuel McElroy mit 6 Punkten, 6 Rebounds und 5 Assists
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Radio Eins-Spielbericht
In einem Spiel, das ALBA optische die ganze Zeit beherschte, blieb Le Mans bis zum Schluss gefährlich. Kurz vor dem Ende waren sie nach einem Dreier von ihrem Topscorer Dewarick Spencer (19) nochmals auf fünf Zähler dran, bis die Albatrosse den Sack von der Freiwurflinie aus zu machten. Blagota Sekulic erzielte mit 19 die meisten Zähler für ALBA, gefolgt von Jenkins und Wright mit je 15. Am kommenden Dienstag reisen die Berliner nun nach Badalona, wo es um alles oder nichts geht: Der Verlierer scheidet aus, der Gewinner erreicht das Viertelfinale. Ob als Erst- oder Zweitplatzierter hängt vom Ausgang der Partie Le Mans – Aris Saloniki ab. Gewinnt Aris, sind sie Erster.
Zum Spiel: Die Zeit im ersten Viertel gegen Le Mans verging wie im Flug. Vier Minuten dauerte es bis zum ersten Foulpfiff (gegen Spencer) und auch danach blieben die Pfeifen der Unparteiischen lange ruhig. Beide Teams kamen offensiv gleich gut ins Laufen. Wright und Sekulic erzielten die ersten neun ALBA-Punkte – Spencer und Batista auf der Gegenseite die ersten sieben für Le Mans. Zwei mal wehrten die Gäste je per Dreier (Diot, N’doye) einen höheren Vorsprung der Berliner ab, aber ein 7:1-Lauf in den letzten drei Minuten schraubte die ALBA-Führung zur ersten Pause auf 22:14.
Vielleicht war das erste Viertel zu gut gelaufen, denn die Albatrosse agierten plötzlich vor allem defensiv viel zu nachlässig. In nur zwei Minuten kassierten sie einen 8:0-Run und damit den Ausgleich der Franzosen. Die Berliner legten sich wieder mehr ins Zeug, blieben aber vorne in ihren Aktionen noch unglücklich. Jenkins und Hamanns schossen ALBA vier Punkte in Front, doch Yango und Rashads Namensvetter Zack Wright glich erneut für Le Mans aus. Trotz Fehlwürfen gerieten die Hauptstädter dank ungewöhnlich vieler Offensivrebounds nicht in Rückstand und zogen mit Zählern vom Berliner Wright und McElroy kurz vor der Pause wieder auf 38:30 davon. Der heißlaufende Salyers verhinderte zunächst, dass sein Team weiter ins Hintertreffen geriet, doch ein Buzzerdreier von Philip Zwiener brachte ALBA noch eine 44:35-Kabinenführung ein.
Philip Zwiener erzielte wichtige Punkte
Nachdem der Schlussabschnitt mit einem Dreipunktespiel durch Batista bedrohlich begann, bewahrten die Albatrosse trotz Ballverlusten einen kühlen Kopf und bauten ihre Führung mit harter Defense und wichtigen Dreier von Dojcin und Jenkins wieder auf 67:55 aus. Als Wright und Sekulic nachlegten, schien es deutlich zu werden, es kam anders. Le Mans ging mit einer kleinen Aufstellung nun in die Ganzfeld-Verteidigung und begann vorne noch mal zu treffen. Erst schoss Salyers zwei mal ein und als auch noch Spencer von der Dreilinie einnetzte, war ALBA zweieinhalb Minuten vor Schluss plötzlich nur noch 73:68 vorn. Doch ALBA-Coach Pavicevic verpasste seinem Team in einer Auszeit den richtigen Schliff für die Schlussphase. Die Albatrosse spielten in der Verteidigung konzentriert und gaben sich vorne bei den Freiwürfen keine Blöße, brachten den Sieg von der Linie nach Hause. Mit einem Dreipunktewurfe sorgte Blagota Sekulic zum Abschluss für ein letztes Highlight – sein Team gewann schlussendlich mit 83:71.


