ALBA gewinnt Nachholspiel gegen Trier mit 82:68
(17.3.) ALBA BERLIN hat das Nachholspiel gegen Trier am Mittwoch in der o2 World mit 82:68 gewonnen. Durch den 21. Sieg im 27. Bundesliga-Spiel führen die Albatrosse weiterhin die Tabelle an. Topscorer wurde Immanuel McElroy mit 17 Punkten.
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Radio Eins-Spielbericht
Vor allem in Halbzeit eins zeigten sich die Trierer defensiv überfordert gegen die wie geschmiert laufende ALBA-Offense. Immer wieder gab es freie Würfe und Korbleger für die Albatrosse. Als ALBA nach 25 Minuten mit 20 Zählern führte, kam Trier aber noch mal stark zurück. Bis auf vier Punkte verkürzten sie angetrieben von den starken Copeland und Neitzel. Doch mit Routine und dank einer klaren Reboundüberlegenheit (34:23) brachten die Berliner die Partie in der Schlussphase ungefährdet über die Runden. Immanuel McElroy erzielte 17 Punkte (4/6 Dreier, 3 Rebounds, 3 Assists), Julius Jenkins 12 (7 Assists) und Cemal Nalga 10 (8 Rebounds). Für die TBB traf Chris Copeland (18) am besten.
Spielverlauf: Es entwickelte sich schnell ein munteres Spielchen auf dem Parkett der o2 World, bei dem beide Teams erst einmal nicht so viel wert auf die Defense legten. Nachdem Sekulic und Dojcin sowie Shtein für Trier unter den Körben das 4:4 erzielt hatten, setzte sich ALBA über einfache Fastbreaks schnell auf 13:8 ab. Trier hielt über den bulligen „BBL-Oldie“ Evans (39 Jahre) am Brett dagegen, aber auch Adam Chubb und Blagota Sekulic wussten ihre Vorteile unter dem Korb auszuspielen. Mutterseelenallein bekamen sie das Leder teilweise unter dem Brett in die Hände. Die Albatrosse hielten ihren Vorsprung problemlos und beendeten ein kurzweiliges erstes Viertel mit 26:18.
Trier verkürzte zu Beginn der zweiten zehn Minuten auf 21:26, doch der eingewechselte Lucca Staiger netzte gleich seinen ersten Dreierversuch in der o2 World ein und eröffnete damit einen 9:2-Run seines Teams zum 33:21 in der 14. Minute. Trier wirkte in der Verteidigung überfordert, fand aber offensiv wieder zurück in die Partie und kam zwei Minuten vor der Halbzeit nach Dreiern von Copeland und Neitzel sowie einem Dreipunktespiel von Evans bis auf 36:41 heran. McElroy mit einem staubtrockenen Dreier und Sekulic per Babyhook machten das Ergebnis zur Halbzeit mit 46:38 wieder etwas angenehmer.
Im Schlussabschnitt ging es zunächst so weiter: Über Copeland und den mittlerweile auch heißlaufenden Neitzel stellten die Gäste prompt das 59:63 her. Es wurde doch noch mal eng und ALBA verlor teils fahrlässig die Bälle. Aber Byars und McElroy hielten Trier mit ganz wichtigen Dreiern auf Distanz. Die Gäste steckten trotzdem nicht auf und blieben gefährlich. Doch ALBA ließ sich nicht mehr aus der Ruhe bringen – Jenkins und Dojcin wehrten den Schlusslauf der Trier mit vier sicher verwandelten Freiwürfen ab. Cemal Nalga, der in dieser Phase mehrere Offensivrebounds wegfischte und ein Dreipunktespiele erzielte, tat das Übrige. Mit vier (allesamt ohne Ringberührung) verwandelten Freiwürfen sorgte Lucca Staiger schließlich für den 82:68-Endstand.
Stimmen zum Spiel
Yves Defraigne (Trier)
Glückwunsch an Luka und sein Team – auch für das Erreichen des Eurocup-Viertelfinales. Das ist ein unglaublicher Erfolg. In unserer Niederlagenserie ist dies hier natürlich eines der härtesten Spiele, die man spielen kann. Wir haben versucht, unsere Chance zu nutzen, aber wieder haben wir vor allem in einem wichtigen Bereich verloren – dem Rebounding. In einer wichtigen Phase hat ALBA drei Offensivrebounds geholt und immer daraus gepunktet. Die Motivation und die Intensität war da bei meinem Team, aber 4:12 Offensivrebounds sind zu viel.
Luka Pavicevic (ALBA)
Ich gratuliere meinen Spielern zu einem wichtigen Sieg. Wir kämpfen um die bestmögliche Position in der Liga, also ist jedes Spiel wichtig. Mit den vergangenen Aufgaben hinter uns war ist es nicht immer einfach, die ganze Zeit auf dem nötigen Energie-Niveau zu bleiben. Trier ist ein gefährlicher Gegner mit vielen Waffen individuell und als Team. Ihr Tabellenplatz wird ihrem Leistungsvermögen nicht gerecht. Wir haben das Spiel heute teilweise in einer gefährlichen Art und Weise laufen lassen, haben aber immer wieder einen Weg gefunden, oben auf zu bleiben.


