ALBA verpasst vorzeitige Playoff-Qualifikation gegen Frankfurt
(20.3.) Vier Tage vor dem wichtigen Eurocup-Auswärtsspiel in Jerusalem hat ALBA BERLIN zuhause mit 70:76 gegen die Deutsche Bank Skyliners Frankfurt verloren. Vor 10.276 Zuschauern in der o2 World haben die Albatrosse damit die vorzeitige Playoff-Qualifikation verpasst.
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Ab einem schwachen zweiten Viertel (11:19) rannten die Berliner einem Rückstand hinterher, den sie zwar immer wieder aufholten, aber darauf stets erneute Runs der Gäste kassierten. In der Schlussminute wurde es noch einmal richtig knapp, aber an diesem Abend hatte Frankfurt das bessere Ende für sich. Besonders ihre Innenspieler Labovic (14 Punkte) und Allen (18) hatten ALBA weh getan. Für Berlin trafen Julius Jenkins (19) in seinem 200. ALBA-Spiel und Derrick Byars (12) am besten. Immanuel McElroy kam auf 10 Punkte, 8 Rebounds und 5 Assists.
Spielverlauf: Weiterhin ohne die verletzten Golemac und Wright kam ALBA trotzdem gut aus der Startlöchern. Zwar gingen die Gäste über ihre Innenspieler Jenkins und Allen 3:0 in Führung, aber die Berliner hatten schnell eine guten Rhythmus gefunden. Nach Punkten von McElroy, Sekulic und Jenkins führten die Hauptstädter in der fünften Minute 12:6. Problemfall für ALBA blieb Derrick Allen, der sich im Post-Up harte Duelle mit Dragan Dojcin und Adam Chubb lieferte. Während ALBA über Chubb immer wieder vorlegte, hielt Allen die Gäste auf Tuchfühlung. Kurz vor der Viertelpause erzielte er den 18:18-Ausgleich, obwohl er beim Absprung seinen Schuh verlor. Da sowohl Philip Zwiener als auch Julius Jenkins ungewöhnliche „Airballs“ von der Dreierlinie fabrizierten, blieb es bei dem selben Spielstand zum Ende des Abschnitts.
Im zweiten Viertel verlor das Spiel an Schwung und wurde nickeliger. Die Albatrosse legten weiter ihre Distanzwürfe (3/14 Dreiern in der ersten Halbzeit) daneben – ein Treffer von Dojcin blieb die Ausnahme. Die Skyliners, die wie erwartet mit verschiedensten Verteidigungsvarianten aufwarteten, nutzten das langsam aber sicher aus und gingen nach deinem Dreier von Moyer und weiteren Punkten vom quirligen Allen (12 Punkte in Hälfte eins) 29:21 in Front. Nach langer Zeit brachte Philip Zwiener endlich mal wieder Punkte für ALBA aus Scoreboard, aber es blieb viel Sand im Getriebe der Berliner Offensive. Frankfurts Moyer sorgte mit vier Freiwürfen dafür, dass das Polster nicht schrumpfte, Doliboa erhöhte kurz vor der Pause sogar auf elf Zähler Vorsprung für die Gäste. Mit einem spektakulären Dreipunktespiel verkürzte Julius Jenkins zur Halbzeit immerhin noch auf 29:37.
Sekulic mit 11 Punkten und 4 Rebounds
Julius Jenkins begann den Schlussabschnitt nach Maß. Er versenkte zwei Dreier in Serie und schoss ALBA damit seit langer Zeit erstmalig wieder in Führung. Die o2 World kochte und die Intensität stieg. Die Albatrosse bekamen weiterhin ihren freien Dreipunktewürfe, aber nun stand erst einmal wieder Fehlwürfe auf dem Programm. Roller und Labovic bestraften das mit ganz schmerzhaften Dreiern zur 67:60-Führung fünf Minuten vor dem Ende. Derrick Byars fasste sich ein Herz und machte die Partie mit einem Korbleger und Dreier wieder eng. Zweieinhalb Minuten waren beim Stand von 65:68 noch zu spielen, als Dojcin den Ball verlor und sein Lose-Ball-Foul überraschenderweise als unsportliches gepfiffen bekam. Labovic nutzte beide Freiwürfe und Frankfurt war wieder fünf Punkte vorn. Dragan Dojcin hatte wieder einen ganz freien Dreier zum Anschluss, aber er vergab. Nur noch eine Minute war zu spielen, doch mit guter Defense holten sich die Albatrosse noch mal den Ball zurück. Derrick Byars schoss nochmals für Drei ein und bei 30 Sekunden Restzeit lag ALBA nun nur noch 70:72 hinten. Die o2 World tobte, die Zuschauer peitschten ihr Team lautstark nach vorn. Noch 11 Sekunden war zu spielen, als Pascal Roller den Ball gegen Immanuel McElroy verlor und dieser schon zum Fastbreak durchstarten wollte. Doch zum Verdruss der Zuschauer bekam McElroy die knappe Situation als Foul ausgelegt und Pascal Roller sorgte mit den beiden resultierenden Freiwürfen für die Entscheidung. Am Ende verlor ALBA mit 70:76 und hat damit die an diesem Abend bereits mögliche Playoff-Qualifikation verpasst.
Stimmen zum Spiel
Murat Didin (Skyliners)
Zuerst möchte ich ALBA meine Glückwünsche für den Sieg gegen Badalona und das Erreichen des Viertelfinales im Eurocup ausdrücken. Hoffentlich schaffen sie es ins Final Four. Wir wussten, dass wir es heute mit einer starken Organisation, dem Tabellenführer der Liga, zu tun bekommen. Wir wussten, dass wir nur mit guter Defense bestehen würden. Jeder im Team hat heute seinen Teil zum Sieg beigetragen. Gestern war mein Geburtstag und ich danke meiner Mannschaft für dieses Geschenk.
Luka Pavicevic (ALBA)
Ich gratuliere Coach Didin und seinem Team zu einem wichtigen Sieg im Playoff-Rennen. Sie haben einen guten Weg in der Defensive gefunden. Trotz der guten Leistung von Frankfurt, haben wir es ihnen manchmal zu leicht gemacht. Wir haben einfache Korbleger vergeben und zu oft unnötig den Ball verloren. Der Einsatz und der Wille war da bei meinem Team, aber wir haben das Spiel heute nicht unter Kontrolle bekommen. Frankfurt ist ein hohes Risiko eingegangen, uns so viele freie Dreier zu geben, aber wir dürfen nicht nur von diesen Würfen abhängig sein.


