61:67 in Jerusalem - ALBA mit allen Chancen im Rückspiel
(24.3) ALBA BERLIN hat das Hinspiel im Eurocup-Viertelfinale in Jerusalem mit 61:67 verloren. Im Rückspiel am 31.3. in der o2 World bleiben der Mannschaft von Luka Pavicevic nun 40 Minuten Zeit, die sechs Punkte aufzuholen.
Überragender Albatros in Jerusalem: Derrick Byars
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Mitte des dritten Viertels, als ALBA schon mit 20 Punkten zurück lag, schien Hapoel die Berliner zu überrollen und das Final Four in Vitoria war in weiter Ferne. Doch die Albatrosse kämpften sich über ihre Verteidigung und mit einem 14:0-Lauf, angeführt von Steffen Hamann und Derrick Byars, bravourös zurück. Nach einem spannenden Schlussviertel verloren die Albatrosse zwar mit 61:67, haben aber es aber am kommenden Mittwoch in der o2 World selbst in der Hand, den Rückstand aufzuholen (beide Ergebnisse werden addiert). Derrick Byars war mit einer ganz starken Vorstellung (17 Punkte, 5 Rebounds, 2 Assists) Berliner Topscorer, gefolgt von Blagota Sekulic (14, 4 Rebounds) und Julius Jenkins (8). Größte Probleme bereitete der Berliner Defense der bullige Brandon Hunter, der auf 23 Punkte und 10 Rebounds kam. Rashad Wright konnte dem Team mit seinem ersten Einsatz nach seiner Augen-OP schon wieder gut helfen, hatte aber teilweise noch Probleme, das Tempo mitzugehen. Immer noch fehlte Power Forward Jurica Golemac.
Im engen Hexenkessel der Malha-Arena konnte das Spiel erst mit 10 Minuten Verspätung angepfiffen werden, dass das Spielfeld erst von den großen Mengen an Papierschnipseln befreit werden musste, die die fanatischen Jerusalem-Fans aufs Parkett befördert hatten. Die Atomsphäre war mindestens so belastend für die Spieler wie vor einigen Wochen in Saloniki und mit nichts zu vergleichen, was es in der heimischen Liga zu erleben gibt. Die Gastgeber erwischten nach vorn gepeitscht von ihren Fans den befürchtet schnellen Start und setzten sich mit Punkten von Pinkney, Hunter, Thompson und Yuval gleich auf 9:2 ab. Ab der vierten Minuten fand ALBA besser ins Spiel und schaffte es, das Tempo etwas mehr zu kontrollieren. Wright und McElroy schossen ihre Mannschaft auf 6:11 heran. Beide Seiten genehmigten sich viele Ballverluste und auch bei den Distanzwürfen lief nicht viel zusammen. Als Jenkins in der siebten Minuten den ersten Dreier traf, stand es nur noch 13:9, doch Hunter konterte mit einem Dreipunktespiel (beim Dunking). Adam Chubb legte noch mal zum 11:16 ein und dabei blieb es nach weiteren Fehlwürfen auch bis zum Ende des Viertels.
Beide Teams schienen unter dem hohen Druck die Händchen stark zu zittern. Zum Auftakt des zweiten Abschnitts wurden in der physisch sehr intensiven Partie reihenweise Distanzwürfe und auch Korbleger vergeben. So stand es in der 14. Minute immer noch 16:11, bis Hunter schließlich die ersten Punkte des Viertels markierte. Mit weiteren Punkten von Simmons und einem Dreier von Pinkney gingen die Hausherren beim 23:13 zum ersten Mal zweistellig in Führung. Sekulic punktete endlich einmal wieder für ALBA am Brett, aber seinem Team wollte offensiv einfach nichts gelingen. Was sie auch probierten, kein Ball fand den Weg in den Korb. So setzte sich Hapoel über Hunter und Jeter per Parkplatzdreier bis kurz vor der Halbzeit schon bis auf 30:15 ab. Kurz vor der Sirene war aber noch einmal Derrick Byars mit einem wichtigen Dreipunktewurf zur Stelle, der den Rückstand auf 18:30 verkürzte. Nur sieben Zähler hatten die Albatrosse in diesem Viertel fabriziert.
Half seinem Team mit seiner Rückkehr: Rashad Wright
Dojcin legte zum Start ins Schlussviertel gleich noch einen Dreier hinter, so dass ALBA nur noch fünf Punkte im Hintertreffen und die Serie auf 14:0 gewachsen war. Aber Hapoel drehte nochmals auf: Brandon Hunter tankte sich ein ums andere Mal am Brett durch, so dass die Hausherren sich in der 35. Minute wieder auf 57:45 abgesetzt hatten. ALBA blieb dran – Chubb am Brett und Jenkins mit zwei Freiwürfen stellten vier Minuten vor Schluss das 49:59 her. Ein Sieg war für die Berliner weit weg, aber es ging nun vor allem darum, dass Ergebnis so knapp wie möglich zu gestalten. Dijon Thompson vergab zwei mal an der Freiwurflinie und im Gegenzug versenkte der bärenstarke Derrick Byars seinen nächsten Dreier zum 52:59. Es ging hin und her, beide Teams tauschten Körbe aus - wissend, dass jeder Punkt fürs Rückspiel entscheidend sein könnte. In der letzten Minute verlor Blagota Sekulic vorne unglücklich den Ball, was Dijon Thompson mit einem Tip-in zum 67:56 bestrafte. Doch der ALBA-Kapitän bügelte den Fehler wieder aus und verkürzte mit einem Dreipunktespiel 40 Sekunden vor dem Ende wieder auf acht Zähler Rückstand. Nach einer guten Verteidigungssequenz mit Offensivfoul von Hunter schloss Blagota Sekulic den Folgeangriff mit krachendem Dunk zum 61:67 ab. Dabei blieb es auch, denn Jerusalems Jeter nutzten seine beiden verbleibenden Chancen an der Freiwurflinie nicht.


