77:70-Sieg gegen Bilbao - ALBA im Eurocup-Finale!
(17.4.) ALBA steht im Finale um den Eurocup 2010! Mit einer großartigen Leistung besiegten die Albatrosse den spanischen Favoriten Bilbao 77:70. Überragender Akteur in einem insgesamt starken Team war Adam Chubb, der 27 Punkte und 7 Rebounds erzielte.
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Vor der Partie hatte ALBA mit vielen Probleme zu kämpfen. Julius Jenkins war lange verletzt, Jurica Golemac gerade erst zurück gekehrt und Derrick Byars und Blagota Sekulic angeschlagen. Außerdem musste das Team auf den Support von 400 Fans verzichten, die aufgrund des Vulkanausbruchs nicht nach Vitoria fliegen konnten. 2000 Leute fieberten daher beim Public Viewing in der o2 World mit, doch eine tapfere Gruppe von Fans wollte sich nicht mit dem Schicksal abfinden. Mit einem Reisebus und per PKW fuhren sie spontan bis nach Spanien, um ihr Team anzufeuern. „Ich muss ein großes Dankeschön an unsere Fans richten.“, sagte Luka Pavicevic. „Sie haben 26 Stunden Fahrt auf sich genommen, um uns hier zu unterstützen. Das hat unserem Team zusätzliche Energie gegeben.“
In einer von Beginn an sehr intensiven und harten Partie gingen die Berliner sehr konzentriert zu Werke. Sie ließen sich nicht von zwischenzeitlichen Runs der Basken und auch nicht von ihren tausenden, ohrenbetäubend lärmenden Anhänger in der Arena aus der Ruhe bringen. Immer wieder wurde in den richtigen Moment ein Ball in der Defensive gewonnen oder vorne versenkt. Besonders Adam Chubb, der 27 Punkte und 7 Rebounds erzielte, war nicht zu stoppen. Auch Immanuel McElroy (13 Punkte, 3/3 Dreier) hatten immer im entscheidenden Moment die richtige Antwort parat. Mit einer engagierten Defensivleistung, wurde der frisch gekürter Eurocup-MVP Marko Banic bei sagenhaften vier Punkten gehalten und auch Leistungsträger wie Mumbru und Hervelle (je 10 Punkte) konnten sich nicht komplett entfalten. Im Finale am Sonntag um 21 Uhr trifft das Team von Luka Pavicevic nun auf Power Electronic Valencia, das Panellinios Athen im anderen Halbfinale mit 92:80 besiegt hatte. Die Partie wird um 21 Uhr live im RBB übertragen.
Das Spiel begann gleich mit einem großen Aufreger. Mumbru foulte Byars beim Dreier und gab ihm danach noch ein paar „aufmunternde“ Worte mit, so dass er noch ein technisches Foul oben drauf kassierte. Byars zeigte sich cool und verwandelte vier von fünf Freiwürfen. Alle Berliner Aktionen wurden im einem gellenden Pfeiffkonzert der zahlreichen Bilbao-Fan begleitet, die die Hälfte der Arena besetzt hatten. Beide Teams schenkten sich gar nichts in der Defensive, so dass erst einmal wenig Punkte fielen. Bilbao kam über seine knallharte Verteidigung besser ins Spiel und setzte sich mit Punkten von Moiso und Mumbru auf 9:4 ab. Die Albatrosse fingen sich und eroberten angeführt von Derrick Byars, der stark zum Brett ging, die Führung zurück (12:11). Es ging plötzlich hin und her, beide Team hatten einen Lauf und scorten abwechselnd. Mit Steals in der Defense erhöhte Julius Jenkins kurz vor der Viertelpause auf 18:15, doch ein Notdreier von Hervelle bedeutete noch den Ausgleich.
Adam Chubb begann den zweiten Abschnitt mit einem Ausrufezeichen: Er stopfte den Ball aus dem Pick&Roll krachend mit Foul durch die Reuse. Der glänzend aufspielende Center legte kurz darauf noch einen Korbleger und Golemac den ersten ALBA-Dreier nach, so dass Bilbao-Coach Katsikaris die erste Auszeit verlangte. ALBA hinderte die Basken mit sehr erfolgreicher Defense am Punkten, so dass Jenkins im Drive und Wright von der Dreipunktelinie weiter, auf 31:22, erhöhten. Wieder verteidigten die Berliner gut, doch Bilbao griff sich gleich drei mal hintereinander den Offensivrebound, so dass Blums schließlich doch traf. Kurz darauf vollstreckte Salgado im Fastbreak zum 26:31 und Luka Pavicevic wollte eine Auszeit. ALBA führte und hatte die Chance weiter davon zu ziehen, denn Bilbao agierte in dieser Phase leicht planlos. Doch einige freie Würfe fielen nicht, so dass die Basken über Moiso, der den Albatrossen große Probleme bereitete, auf 30:33 zurück kamen. Chubb legte gegen die erstmalig eingestreute Zone gleich auf 35:30 nach. Eigentlich hatte Bilbao den letzten Angriff, doch ALBA erzwang eine Fünf-Sekunden-Übertretung und hatte den Ball erobert. Aber auch Julius Jenkins vermochte aus den verbleibenden Sekunden nichts mehr zu machen, so dass es beim 35:30 zur Pause blieb. Überragender Mann der ersten Hälfte war Adam Chubb, der 15 Punkte und 4 Rebounds erzielt hatte.
Byars begann die zweite Halbzeit mit schönen Drive, doch Hervelle konterte. Kurz darauf schoss Wright den nächsten Dreier ein und ALBA war 40:32. Unglücklicherweise kassierte er kurz darauf sein drittes Foul und obendrein passierte Derrick Byars das gleiche. Sie mussten beide vom Feld. Alex Mumbru versuchte, das Spiel an sich zu reißen und forderte immer wieder den Ball. Die meisten Punkte in dieser Phase erzielte aber Chris Warren, der ein ums andere Mal an der Freiwurflinie landete. Er traf hochprozentig, aber auf der Gegenseite hielt der starke Adam Chubb den Vorsprung für sein Team. Bilbao, das eigentlich nur noch Freiwürfe schoss, kam nicht weiter heran, da ALBA immer eine Antwort hatte. Entweder trafen McElroy und Jenkins von außen, oder Sekulic und Golemac unter dem Korb. Auf dem Feld ging es weiterhin mit größter Intensität zu, beide Seiten kämpften verbissen um jeden Ball. In den letzten beiden Minuten fiel so kein Korb mehr und die Berliner nahmen eine 56:49-Führung mit ins Schlussviertel.
Jurica Golemac hatte zum Auftakt der letzten zehn Minuten zwei mal die Gelegenheit mit einem freien Dreier zu erhöhen, doch er verpasste. So blieb das Spiel eng – Seiburtis verkürzte auf 51:58. Nach einem Dreier von Blums und einem Offensivfoul von Golemac stand es nur noch 54:58 und die Partie drohte zu kippen. Derrick Byars kassierte dazu noch sein fünftes Foul und musste das Feld verlassen. Doch die Albatrosse blieben cool, verteidigten konzentriert und waren nach einem ganz wichtigen Dreier von McElroy wieder 61:54 vorn. Bilbaos Topstars Hervelle und Mumbru waren mit Dreipunktewürfen zur Stelle, doch der überragende Adam Chubb wahrte mit Korbleger und sicher verwandelten Freiwürfen einen 67:64-Vorsprung für ALBA. Und dann war es schon wieder Immanuel McElroy, der eigentlich mit Wadenkrämpfen auf die Bank gegangen war, aber wieder auf Feld humpelte, nur um den nächsten „Clutch“-Dreier zum 70:64 einzunetzen. Danach humpelte er wieder zur Bank. Nur noch 1:20 Minuten waren zu spielen und den Spaniern flatterten die Nerven. Sie verloren im Angriff den Ball und mussten im Anschluss schnell Rashad Wright foulen. Der traf beide Versuche an der Linie nervenstark, doch bei 50 Sekunden auf der Uhr tat Salgado auf der Gegenseite das selbe. Es stand 72:66 für ALBA und Bilbao foulte erstaunlicherweise nicht. Die Albatrosse spielten die Uhr herunter und fanden am Ende mit einem freien Dreier von Julius Jenkins einen guten Ausstieg. Jenkins traf den Distanzwurf und hatte damit die Entscheidung herbeigeführt: 22 Sekunden vor Schluss führte sein Team 75:68. Ein paar Freiwürfe wurden noch ausgetauscht und am Ende gingen die jubelnden Albatrosse mit einem 77:70 vom Feld. Dann konnten sie endlich ihren Sieg gemeinsam mit den tapferen ALBA-Fans, die nach Vitoria gereist waren, feiern.
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Radio Eins-Spielbericht
Vor der Partie hatte ALBA mit vielen Probleme zu kämpfen. Julius Jenkins war lange verletzt, Jurica Golemac gerade erst zurück gekehrt und Derrick Byars und Blagota Sekulic angeschlagen. Außerdem musste das Team auf den Support von 400 Fans verzichten, die aufgrund des Vulkanausbruchs nicht nach Vitoria fliegen konnten. 2000 Leute fieberten daher beim Public Viewing in der o2 World mit, doch eine tapfere Gruppe von Fans wollte sich nicht mit dem Schicksal abfinden. Mit einem Reisebus und per PKW fuhren sie spontan bis nach Spanien, um ihr Team anzufeuern. „Ich muss ein großes Dankeschön an unsere Fans richten.“, sagte Luka Pavicevic. „Sie haben 26 Stunden Fahrt auf sich genommen, um uns hier zu unterstützen. Das hat unserem Team zusätzliche Energie gegeben.“
In einer von Beginn an sehr intensiven und harten Partie gingen die Berliner sehr konzentriert zu Werke. Sie ließen sich nicht von zwischenzeitlichen Runs der Basken und auch nicht von ihren tausenden, ohrenbetäubend lärmenden Anhänger in der Arena aus der Ruhe bringen. Immer wieder wurde in den richtigen Moment ein Ball in der Defensive gewonnen oder vorne versenkt. Besonders Adam Chubb, der 27 Punkte und 7 Rebounds erzielte, war nicht zu stoppen. Auch Immanuel McElroy (13 Punkte, 3/3 Dreier) hatten immer im entscheidenden Moment die richtige Antwort parat. Mit einer engagierten Defensivleistung, wurde der frisch gekürter Eurocup-MVP Marko Banic bei sagenhaften vier Punkten gehalten und auch Leistungsträger wie Mumbru und Hervelle (je 10 Punkte) konnten sich nicht komplett entfalten. Im Finale am Sonntag um 21 Uhr trifft das Team von Luka Pavicevic nun auf Power Electronic Valencia, das Panellinios Athen im anderen Halbfinale mit 92:80 besiegt hatte. Die Partie wird um 21 Uhr live im RBB übertragen.
Das Spiel begann gleich mit einem großen Aufreger. Mumbru foulte Byars beim Dreier und gab ihm danach noch ein paar „aufmunternde“ Worte mit, so dass er noch ein technisches Foul oben drauf kassierte. Byars zeigte sich cool und verwandelte vier von fünf Freiwürfen. Alle Berliner Aktionen wurden im einem gellenden Pfeiffkonzert der zahlreichen Bilbao-Fan begleitet, die die Hälfte der Arena besetzt hatten. Beide Teams schenkten sich gar nichts in der Defensive, so dass erst einmal wenig Punkte fielen. Bilbao kam über seine knallharte Verteidigung besser ins Spiel und setzte sich mit Punkten von Moiso und Mumbru auf 9:4 ab. Die Albatrosse fingen sich und eroberten angeführt von Derrick Byars, der stark zum Brett ging, die Führung zurück (12:11). Es ging plötzlich hin und her, beide Team hatten einen Lauf und scorten abwechselnd. Mit Steals in der Defense erhöhte Julius Jenkins kurz vor der Viertelpause auf 18:15, doch ein Notdreier von Hervelle bedeutete noch den Ausgleich.
Adam Chubb begann den zweiten Abschnitt mit einem Ausrufezeichen: Er stopfte den Ball aus dem Pick&Roll krachend mit Foul durch die Reuse. Der glänzend aufspielende Center legte kurz darauf noch einen Korbleger und Golemac den ersten ALBA-Dreier nach, so dass Bilbao-Coach Katsikaris die erste Auszeit verlangte. ALBA hinderte die Basken mit sehr erfolgreicher Defense am Punkten, so dass Jenkins im Drive und Wright von der Dreipunktelinie weiter, auf 31:22, erhöhten. Wieder verteidigten die Berliner gut, doch Bilbao griff sich gleich drei mal hintereinander den Offensivrebound, so dass Blums schließlich doch traf. Kurz darauf vollstreckte Salgado im Fastbreak zum 26:31 und Luka Pavicevic wollte eine Auszeit. ALBA führte und hatte die Chance weiter davon zu ziehen, denn Bilbao agierte in dieser Phase leicht planlos. Doch einige freie Würfe fielen nicht, so dass die Basken über Moiso, der den Albatrossen große Probleme bereitete, auf 30:33 zurück kamen. Chubb legte gegen die erstmalig eingestreute Zone gleich auf 35:30 nach. Eigentlich hatte Bilbao den letzten Angriff, doch ALBA erzwang eine Fünf-Sekunden-Übertretung und hatte den Ball erobert. Aber auch Julius Jenkins vermochte aus den verbleibenden Sekunden nichts mehr zu machen, so dass es beim 35:30 zur Pause blieb. Überragender Mann der ersten Hälfte war Adam Chubb, der 15 Punkte und 4 Rebounds erzielt hatte.
Byars begann die zweite Halbzeit mit schönen Drive, doch Hervelle konterte. Kurz darauf schoss Wright den nächsten Dreier ein und ALBA war 40:32. Unglücklicherweise kassierte er kurz darauf sein drittes Foul und obendrein passierte Derrick Byars das gleiche. Sie mussten beide vom Feld. Alex Mumbru versuchte, das Spiel an sich zu reißen und forderte immer wieder den Ball. Die meisten Punkte in dieser Phase erzielte aber Chris Warren, der ein ums andere Mal an der Freiwurflinie landete. Er traf hochprozentig, aber auf der Gegenseite hielt der starke Adam Chubb den Vorsprung für sein Team. Bilbao, das eigentlich nur noch Freiwürfe schoss, kam nicht weiter heran, da ALBA immer eine Antwort hatte. Entweder trafen McElroy und Jenkins von außen, oder Sekulic und Golemac unter dem Korb. Auf dem Feld ging es weiterhin mit größter Intensität zu, beide Seiten kämpften verbissen um jeden Ball. In den letzten beiden Minuten fiel so kein Korb mehr und die Berliner nahmen eine 56:49-Führung mit ins Schlussviertel.
Jurica Golemac hatte zum Auftakt der letzten zehn Minuten zwei mal die Gelegenheit mit einem freien Dreier zu erhöhen, doch er verpasste. So blieb das Spiel eng – Seiburtis verkürzte auf 51:58. Nach einem Dreier von Blums und einem Offensivfoul von Golemac stand es nur noch 54:58 und die Partie drohte zu kippen. Derrick Byars kassierte dazu noch sein fünftes Foul und musste das Feld verlassen. Doch die Albatrosse blieben cool, verteidigten konzentriert und waren nach einem ganz wichtigen Dreier von McElroy wieder 61:54 vorn. Bilbaos Topstars Hervelle und Mumbru waren mit Dreipunktewürfen zur Stelle, doch der überragende Adam Chubb wahrte mit Korbleger und sicher verwandelten Freiwürfen einen 67:64-Vorsprung für ALBA. Und dann war es schon wieder Immanuel McElroy, der eigentlich mit Wadenkrämpfen auf die Bank gegangen war, aber wieder auf Feld humpelte, nur um den nächsten „Clutch“-Dreier zum 70:64 einzunetzen. Danach humpelte er wieder zur Bank. Nur noch 1:20 Minuten waren zu spielen und den Spaniern flatterten die Nerven. Sie verloren im Angriff den Ball und mussten im Anschluss schnell Rashad Wright foulen. Der traf beide Versuche an der Linie nervenstark, doch bei 50 Sekunden auf der Uhr tat Salgado auf der Gegenseite das selbe. Es stand 72:66 für ALBA und Bilbao foulte erstaunlicherweise nicht. Die Albatrosse spielten die Uhr herunter und fanden am Ende mit einem freien Dreier von Julius Jenkins einen guten Ausstieg. Jenkins traf den Distanzwurf und hatte damit die Entscheidung herbeigeführt: 22 Sekunden vor Schluss führte sein Team 75:68. Ein paar Freiwürfe wurden noch ausgetauscht und am Ende gingen die jubelnden Albatrosse mit einem 77:70 vom Feld. Dann konnten sie endlich ihren Sieg gemeinsam mit den tapferen ALBA-Fans, die nach Vitoria gereist waren, feiern.


