Valencia zu stark – ALBA beendet Eurocup als Zweiter
(18.4.) Der Traum vom Eurocup-Titel endete für ALBA im Finale von Vitoria. Turnierfavorit BC Valencia entpuppte sich als eine Nummer zu groß für die Berliner, die trotz großen Kampfes klar mit 44:67 verloren. Am Ende bleibt die Freude über eine begeisternde Eurocup-Saison.
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Radio Eins-Spielbericht
Nur ein Sieg trennte ALBA BERLIN vom größten Erfolg der Vereinsgeschichte, Nach dem großartigen Halbfinalsieg gegen Bilbao vom Vortag war das Team von Luka Pavicevic gegen die spanische Star-Truppe aus Valencia chancenlos. Ein bisschen schienen die Berliner im Halbfinale schon ihren emotionalen und spielerischen Höhepunkt gehabt zu haben. Um diese Mannschaft aus Valencia zu schlagen, wäre aber sogar noch eine große Leistungssteigerung nötig gewesen. An Einsatz und Kampf mangelte es den Berlinern bis zum Schluss nicht, doch ab dem zweiten Viertel war Valencia auf dem Weg zum Titel nicht mehr aufzuhalten. "Es war klar, dass wir, um dieses Finale zu gewinnen, ein perfektes Spiel hätten abliefern müssen. Das ist uns nicht gelungen.", stellte Luka Pavicevic hinterher fest.
Die ihr Team so beeindruckend unterstützenden ALBA-Fans in der Fernando Buesa Arena feierten ihr Team trotzdem gebührend nach dem Abpfiff. Dass sie es trotz Flug-Ausfällen nach Vitoria schafften, um ihre Team anzufeuern, ist eine großartige Geschichte. Das war einmalig und hat Basketball-Deutschland zusammen geschweißt.
ALBA startete schwach in den zweiten Spielabschnitt. Mit Ballverlusten und vielen Fouls – Hamann hatte nun auch schon zwei – gaben sie Valencia die Möglichkeit, auf 16:10 davonzuziehen. Luka Pavicevic war außer sich und rief zur Auszeit. Vorne blieb bei den Albatrosse einfach der Wurm drin. Würfe und Korbleger gingen daneben, so dass der aufdrehende Kelati auf 21:12 vorlegte. Derrick Byars antwortete mit einem wichtigen Dreipunktespiel, bei dem er in der Luft zu stehen schien, doch die Spanier hatten nun ihren Rhythmus gefunden. Jenkins traf zwar noch einmal für Drei, aber Kelati und Nielsen setzten Valencia weiter auf 31:18 ab. Der ALBA-Shooting Guard verwandelte nochmals von der Dreierlinie, doch der starke Kelati hatte gleich wieder die Antwort parat. Zu allem Überfluss traf Valencias Star-Point Guard de Colo auch noch einen Buzzerbeater (zwei Punkte) zum 36:22-Halbzeitstand für Valencia.
Valencia hatte auch im Schlussviertel alles im Griff und die Albatrosse brauchten schon ein Wunder, um dieses Finale noch zu drehen. Und das war leider nicht in Sicht. ALBA fand immer noch wenige gute Ausstiege gegen die knallharte Verteidigung von Valencia, so dass diese sich immer weiter absetzten. Die Berliner verloren vorne obendrein immer öfter, die Bälle, so dass die Entscheidung schon längst nicht mehr abzuwenden war. Valencia spielte sich gefeiert von tausenden Fans in einen Rausch und gewann am Ende sehr deutlich.


