Playoff-Fehlstart: ALBA unterliegt Frankfurt und geht in Rückstand
(9.5.) ALBA BERLIN ist mit einer Heimniederlage in die Playoffs 2010 gestartet. 71:76 musste sich das Team von Luka Pavicevic am Sonntag Abend in der o2 World den Skyliners aus Frankfurt geschlagen geben. Am kommenden Donnerstag können die Albatrosse ausgleichen.
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Nachdem die Albatrosse gut in die sehr intensiv geführte Partie gestartet waren, verpassten sie es zum Ende des ersten Viertels, aus einer Phase der Überlegenheit einen größeren Vorsprung zu ziehen. Minutenlang ging jeder Wurf daneben. Ab dem zweiten Viertel eroberten sich die starken Gäste mit ihrem neuen/alten Coach Gordon Herbert dann die Führung und gaben sie bis zum Schluss nicht mehr her. Das hatten sie vor allem Seth Doliboa (17 Punkte, 4 Assists) zu verdanken, der immer genau dann, wenn die stark kämpfenden Berliner drauf und dran waren, die Partie zu kippen, mit einem trockenen Dreier zur Stelle war. Starke Leistungen von Rashad Wright (16 Punkte, 7 Assists), Julius Jenkins (16) und Immanuel McElroy (15 Punkte, 10 Rebounds – Double Double) reichten am Ende vor den Augen von TV-Star Brigitte Nielsen leider nicht für den erhofften Erfolg. Vor allem unter dem Korb hatte ALBAs langer Garde die Durchschlagskraft gefehlt. Schon am kommenden Donnerstag hat das Team von Luka Pavicevic die Chance, die Serie in Frankfurt wieder auszugleichen und den Heimvorteil zurück nach Berlin zu holen. Die Partie wird live im Internet von Sport1 übertragen.
Spielverlauf: Die Frankfurter begannen gut und gingen gleich mit einem Dreier von Allen in Führung. Derrick Byars konterte viel umjubelt aus der gleichen Distanz. ALBA verteidigte von Beginn an intensiv, wusste Ballgewinne aber zunächst nicht in Punkte umzuwandeln. Reese und Labovic schossen die Gäste 7:3 in Front. Sie versuchten immer wieder Derrick Allen ins Spiel zu bringen, der aber bärenstark von Dragan Dojcin verteidigt wurde. In der vierten Minuten hatte ALBA nach einem Dreier von McElroy erstmalig die Führung inne (10:7) und baute diese über Jenkins und Chubb auf 15:10 aus. Durch ihre gute Defensivarbeit hätten die Albatrosse sich deutlich weiter absetzen können, doch bis zur Viertelpause fand kein einziger Ball, teils auch aus sehr freien Positionen, mehr den Weg in den Korb. Dolibao bracht die Hessen zur Pause noch auf 13:15 heran.
Nach einem Dreipunktewurf von McKinney im ersten Angriff des zweiten Viertels waren die Albatrosse wieder im Hintertreffen. Das Spiel hatte schon ein sehr hohes Level an Intensität erreicht, einfache Punkte gab es für keines der beiden Teams. Frankfurt hatte jedoch mittlerweile die nötige Mentalität entwickelt, um auch gegen gute Verteidigung die schweren Würfe einfach zu treffen. Besonders Seth Doliboa trumpfte auf und schenkten den Berlinern außen wie innen ein. Die Skyliners legte immer wieder vor, doch vor allem dank Rashad Wright, der sieben Punkten in Serie erzielte, blieb die Partie offen. Die letzten Minuten der Halbzeit spielte Luka Pavicevic mit Golemac und Dojcin auf den Positionen vier und fünf – eine ungewöhnliche Kombination, mit der er auf die mobile Aufstellung der Frankfurter reagierte. Am knappen Verlauf des Spiels ändert das wenig - nachdem Golemac und de Mello Punkte ausgetauscht hatten, ging es mit 28:30 aus Berliner Sicht in die Kabine.
Die Albatrosse kamen gut zurück aufs Parkett und eroberten sich durch Punkte von Wright, Sekulic und McElroy mit einem 5:0-Minilauf die Führung zurück. Nach einer Auszeit fingen sich die Gäste wieder – Allen traf den Dreier zum Ausgleich. Es blieb dabei, gegen die harte Frankfurter Defense taten sich die Berliner schwer, verteidigten dafür aber auch selbst mit höchster Intensität. Die Partie blieb knapp, immer wieder fanden die Hessen – zumeist unter dem Korb – Möglichkeiten vorzulegen, während ALBA über Wright und Jenkins dran blieb. Nach einem Tip-in von Chubb zum 41:41 gehörten die letzten beiden Minuten des Viertels wieder den Gästen. ALBA erzielte keine Zähler mehr und sie setzten sie sich über Jenkins und McKinney zur Pause auf 46:41 ab.
Zum Auftakt des Schlussviertels wurde es bedrohlich: Nach Punkten von Doliboa und Jenkins sowie einem Dreier von McKinney war Frankfurt erstmals zweistellig vorn (53:43). Luka Pavicevic musste mit einer Auszeit reagieren. Die Albatrosse gaben zurück auf dem Feld noch mal Vollgas und kämpften sich wieder heran: Sekulic und McElroy per Dreipunktspiel sowie Wright mit dem Dreier brachten den Frankfurter Vorsprung zum Schmelzen. Doch die Skyliners hatten immer, wenn es ganz eng wurde, eine Antwort parat. Erst McKinney, dann Doliboa netzten schmerzhafte Dreier für ALBA ein. Angefeuert von den 9.635 Zuschauer in der o2 World kamen die Berliner nochmals zurück. Dojcin für Drei und Jenkins per Korbleger verkürzten zweieinhalb Minute vor dem Ende auf 60:63. Doch es war wieder Doliboa, der dann am Ende einer guten Verteidigungssequenz von ALBA einen tödlichen Dreier einschoss. Jenkins hielt sein Team weiter im Spiel - erst mit zwei Freiwürfen und dann per Dreier. Aber die Gäste zeigten sich unbeeindruckt. Sie spielten ihre Angriffe lange herunter und trafen am Ende eiskalt. Den vielleicht entscheidenden Wurf verwandelte Resse 80 Sekunden vor dem Ende – es stand 70:65. Jenkins warf im Gegenzug von der Dreierlinie daneben und Frankfurt hatte alles in der Hand. Zwar punkteten sie nicht im Folgeangriff, hatten die Uhr aber damit auf 40 Sekunden herunter gespielt. Die Albatrosse versuchten es nach zwei erfolgreichen Freiwürfen von McElroy mit Stop-the-clock, doch die Skyliners gaben sich an der Freiwurflinie keine Blöße und brachten ihre knappe Führung über die Zeit.
Luka Pavicevic (ALBA)
Glückwunsch an Frankfurt für diesen Sieg. Das erste Spiel einer Serie ist immer ein wichtiges. Frankfurt kam sehr konzentriert hierher und hat uns den Heimvorteil weggenommen. Sie haben in ihrem Spiel Situationen, vor allem beim Pick&Roll und bei den Offensivrebounds, die wir nur schwierig gelöst bekamen. Sie waren immer einen Schritt voraus und haben einfach zu viele Dreier durch zweite Chancen getroffen. Wir waren nicht ruhig genug. Alle Spieler hatten den Willen, aber wir haben zu viele Fehler gemacht.
Gordon Herbert (Frankfurt)
Ich bin zufrieden mit unserem Einsatz. Aber wir müssen besser spielen und wir können besser spielen. ALBA hat uns viele Dinge weggenommen, die wir machen wollten. Wir wollen in die nächste Runde. Dafür müssen wir uns verbessern.
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Radio Eins-Bericht
Nachdem die Albatrosse gut in die sehr intensiv geführte Partie gestartet waren, verpassten sie es zum Ende des ersten Viertels, aus einer Phase der Überlegenheit einen größeren Vorsprung zu ziehen. Minutenlang ging jeder Wurf daneben. Ab dem zweiten Viertel eroberten sich die starken Gäste mit ihrem neuen/alten Coach Gordon Herbert dann die Führung und gaben sie bis zum Schluss nicht mehr her. Das hatten sie vor allem Seth Doliboa (17 Punkte, 4 Assists) zu verdanken, der immer genau dann, wenn die stark kämpfenden Berliner drauf und dran waren, die Partie zu kippen, mit einem trockenen Dreier zur Stelle war. Starke Leistungen von Rashad Wright (16 Punkte, 7 Assists), Julius Jenkins (16) und Immanuel McElroy (15 Punkte, 10 Rebounds – Double Double) reichten am Ende vor den Augen von TV-Star Brigitte Nielsen leider nicht für den erhofften Erfolg. Vor allem unter dem Korb hatte ALBAs langer Garde die Durchschlagskraft gefehlt. Schon am kommenden Donnerstag hat das Team von Luka Pavicevic die Chance, die Serie in Frankfurt wieder auszugleichen und den Heimvorteil zurück nach Berlin zu holen. Die Partie wird live im Internet von Sport1 übertragen.
Spielverlauf: Die Frankfurter begannen gut und gingen gleich mit einem Dreier von Allen in Führung. Derrick Byars konterte viel umjubelt aus der gleichen Distanz. ALBA verteidigte von Beginn an intensiv, wusste Ballgewinne aber zunächst nicht in Punkte umzuwandeln. Reese und Labovic schossen die Gäste 7:3 in Front. Sie versuchten immer wieder Derrick Allen ins Spiel zu bringen, der aber bärenstark von Dragan Dojcin verteidigt wurde. In der vierten Minuten hatte ALBA nach einem Dreier von McElroy erstmalig die Führung inne (10:7) und baute diese über Jenkins und Chubb auf 15:10 aus. Durch ihre gute Defensivarbeit hätten die Albatrosse sich deutlich weiter absetzen können, doch bis zur Viertelpause fand kein einziger Ball, teils auch aus sehr freien Positionen, mehr den Weg in den Korb. Dolibao bracht die Hessen zur Pause noch auf 13:15 heran.
Nach einem Dreipunktewurf von McKinney im ersten Angriff des zweiten Viertels waren die Albatrosse wieder im Hintertreffen. Das Spiel hatte schon ein sehr hohes Level an Intensität erreicht, einfache Punkte gab es für keines der beiden Teams. Frankfurt hatte jedoch mittlerweile die nötige Mentalität entwickelt, um auch gegen gute Verteidigung die schweren Würfe einfach zu treffen. Besonders Seth Doliboa trumpfte auf und schenkten den Berlinern außen wie innen ein. Die Skyliners legte immer wieder vor, doch vor allem dank Rashad Wright, der sieben Punkten in Serie erzielte, blieb die Partie offen. Die letzten Minuten der Halbzeit spielte Luka Pavicevic mit Golemac und Dojcin auf den Positionen vier und fünf – eine ungewöhnliche Kombination, mit der er auf die mobile Aufstellung der Frankfurter reagierte. Am knappen Verlauf des Spiels ändert das wenig - nachdem Golemac und de Mello Punkte ausgetauscht hatten, ging es mit 28:30 aus Berliner Sicht in die Kabine.
Die Albatrosse kamen gut zurück aufs Parkett und eroberten sich durch Punkte von Wright, Sekulic und McElroy mit einem 5:0-Minilauf die Führung zurück. Nach einer Auszeit fingen sich die Gäste wieder – Allen traf den Dreier zum Ausgleich. Es blieb dabei, gegen die harte Frankfurter Defense taten sich die Berliner schwer, verteidigten dafür aber auch selbst mit höchster Intensität. Die Partie blieb knapp, immer wieder fanden die Hessen – zumeist unter dem Korb – Möglichkeiten vorzulegen, während ALBA über Wright und Jenkins dran blieb. Nach einem Tip-in von Chubb zum 41:41 gehörten die letzten beiden Minuten des Viertels wieder den Gästen. ALBA erzielte keine Zähler mehr und sie setzten sie sich über Jenkins und McKinney zur Pause auf 46:41 ab.
Zum Auftakt des Schlussviertels wurde es bedrohlich: Nach Punkten von Doliboa und Jenkins sowie einem Dreier von McKinney war Frankfurt erstmals zweistellig vorn (53:43). Luka Pavicevic musste mit einer Auszeit reagieren. Die Albatrosse gaben zurück auf dem Feld noch mal Vollgas und kämpften sich wieder heran: Sekulic und McElroy per Dreipunktspiel sowie Wright mit dem Dreier brachten den Frankfurter Vorsprung zum Schmelzen. Doch die Skyliners hatten immer, wenn es ganz eng wurde, eine Antwort parat. Erst McKinney, dann Doliboa netzten schmerzhafte Dreier für ALBA ein. Angefeuert von den 9.635 Zuschauer in der o2 World kamen die Berliner nochmals zurück. Dojcin für Drei und Jenkins per Korbleger verkürzten zweieinhalb Minute vor dem Ende auf 60:63. Doch es war wieder Doliboa, der dann am Ende einer guten Verteidigungssequenz von ALBA einen tödlichen Dreier einschoss. Jenkins hielt sein Team weiter im Spiel - erst mit zwei Freiwürfen und dann per Dreier. Aber die Gäste zeigten sich unbeeindruckt. Sie spielten ihre Angriffe lange herunter und trafen am Ende eiskalt. Den vielleicht entscheidenden Wurf verwandelte Resse 80 Sekunden vor dem Ende – es stand 70:65. Jenkins warf im Gegenzug von der Dreierlinie daneben und Frankfurt hatte alles in der Hand. Zwar punkteten sie nicht im Folgeangriff, hatten die Uhr aber damit auf 40 Sekunden herunter gespielt. Die Albatrosse versuchten es nach zwei erfolgreichen Freiwürfen von McElroy mit Stop-the-clock, doch die Skyliners gaben sich an der Freiwurflinie keine Blöße und brachten ihre knappe Führung über die Zeit.
Stimmen zum Spiel
Luka Pavicevic (ALBA)
Glückwunsch an Frankfurt für diesen Sieg. Das erste Spiel einer Serie ist immer ein wichtiges. Frankfurt kam sehr konzentriert hierher und hat uns den Heimvorteil weggenommen. Sie haben in ihrem Spiel Situationen, vor allem beim Pick&Roll und bei den Offensivrebounds, die wir nur schwierig gelöst bekamen. Sie waren immer einen Schritt voraus und haben einfach zu viele Dreier durch zweite Chancen getroffen. Wir waren nicht ruhig genug. Alle Spieler hatten den Willen, aber wir haben zu viele Fehler gemacht.
Gordon Herbert (Frankfurt)
Ich bin zufrieden mit unserem Einsatz. Aber wir müssen besser spielen und wir können besser spielen. ALBA hat uns viele Dinge weggenommen, die wir machen wollten. Wir wollen in die nächste Runde. Dafür müssen wir uns verbessern.


