1:3 im Viertelfinale – die Saison endet für ALBA in Frankfurt
(19.5.) ALBA BERLIN ist durch einen 69:58-Niederlage in Frankfurt unverhofft früh aus den Playoffs ausgeschieden.Die Albatrosse fanden in der Ballsporthalle kein Mittel gegen die Gastgeber, die sich zum Anfang des Schlussviertels entscheidend absetzten.
Derrick Allen war nicht zu stoppen
Radio Eins-Bericht
Zur Halbzeit hatten die Berliner trotz eines Fehlstarts und hohen Rückstands noch stark aufgeholt. Im zweiten Durchgang zeigten dann aber die Skyliners den größeren Willen und die Treffsicherheit bei den entscheidenden Würfen, so dass es in den letzten Minuten gar nicht mehr spannend wurde. Direkt nach der Halbzeit waren die Berliner sogar bis auf einen Punkt dran, kassierten dann aber eine 11:0-Serie, von der sie sich nicht mehr erholten. Der entscheidende Frankfurter Spieler war dabei Derrick Allen, der 26 Punkte und 9 Rebounds markierte. Für ALBA war einzig Adam Chubb mit 12 Punkten und 8 Rebounds zweistellig erfolgreich. Steffen Hamann (8 Punkte, 3 Assists, 3 Rebounds) stemmt sich am stärksten gegen das Viertelfinlaus, aber am Ende reichte es nicht. Nach einer sehr erfolgreichen Saison auf europäischem Parkett und einer guten Hauptrunde ist die Berliner Bundesligasaison nun im Viertelfinale gegen eine bärenstarke Frankfurter Mannschaft enttäuschend zu Ende gegangen.
Spielverlauf: Die Partie begann so gar nicht nach dem Geschmack von Luka Pavicevic. Nach einem schnellen 6:0-Run der Gastgeber verlangte er bei weniger als zwei gespielten Minuten die erste Auszeit. Diese zeigte zunächst Wirkung, Wright und Byars verkürzten auf einen Punkt Rückstand. Doch dann waren erst einmal nur die Hausherren am Zug. Mit ihrer harten Verteidigung hinderten sie ALBA minutenlang am Punkten und zogen dabei selbst immer weiter davon. Bis auf 18:5 setzten sie sich über Reese und Robertson ab, bis Adam Chubb in der siebten Minute endlich wieder für die Berliner traf. Dank ihres wieder genesen Centers Greg Jenkins punkteten die Skyliners auch gegen die immer stärker werdende Defense der Albatrosse durch Offensivrebounds, trotzdem konnten das Team von Luka Pavicevic das Viertelergebnis mit einem 5:0-Lauf noch etwas angenehmer gestalten (13:22).
Im zweiten Spielabschnitt steigerten sich die Albatrosse weiter. Steffen Hamann netzte gleich zwei Dreier hintereinander ein und glänzte in der Verteidigung mit einem Block gegen Pascal Roller, so dass Frankfurt-Coach Herbert direkt zur Auszeit rief. Chubb verkürzte weiter auf 21:24, doch dann kamen die Frankfurter über Derrick Allen zurück. ALBA unterliefen vorne Ballverluste und Allen baute die Skyliners-Führung ganz alleine wieder auf 31:21 aus. Die Berliner zeigten Probleme an der Freiwurflinie - auch in dieser Phase trafen Sekulic und Jenkins je nur einmal von der Linie. Trotzdem hatten die Albatrosse das Momentum nun wieder auf ihrer Seite und arbeiteten sich wieder an die Frankfurter heran. Vier Punkte von Blagota Sekulic brachten Berlin zur Halbzeit bis auf 27:31 heran.
Steffen Hamann stemmt sich am stärksten gegen das Viertelfinalaus
Im Schlussviertel wurde defensiv nochmals auf beiden Seiten die Intensität in der Defense erhöht. Körbe blieben erst einmal Mangelware. Dragan Dojcin musste mit vier Fouls auf die Bank. Als de Mello weiter auf 57:43 erhöhten, verblieben den Albatrossen nur noch sechs Minuten. Philip Zwiener per Dreier und Julius Jenkins mit dem Drive zum 48:57 ließen nochmals Hoffnung aufkommen, aber als Reese vier Minuten vor Schluss, eine irres Dreipunktespiel von beinahe der Dreierlinie komplettierte, wurde langsam offensichtlich, dass hier heute nichts mehr für die Albatrosse zu holen sein würde. ALBA versuchte weiterhin das Spiel zu kippen, aber auch frei heraus gespielte Distanzwürfe wollten nicht mehr fallen. Spätestens als Reese drei Minuten vor dem Ende zwei Freiwürfe zum 66:51 traf, war die Entscheidung gefallen. Frankfurt gewann am Ende 69:58 und ALBA ist damit 1:3 im Viertelfinale ausgeschieden.


