Albatrosse nehmen wichtige Punkte aus Oldenburg mit
(26.2.) Mit 93:81 (43:42) hat ALBA BERLIN am Samstag Abend bei den EWE Baskets Oldenburg gewonnen. In einer temporeichen Partie setzten sich die Albatrosse um Topscorer Derrick Allen (28 Punkte) im dritten Viertel erstmalig ab und gaben die Führung nicht mehr aus der Hand.
Highlights Oldenburg - ALBA
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Mit Blick auf die Tabelle stand für beide Kontrahenten vor der Partie viel auf dem Spiel. Es war klar, dass der Sieger einen wichtigen Schritt Richtung Playoffplatzierung machen würde. Dass den Albatrossen dies gelungen ist, hatten sie vor allem ihrem effektiven Offensivspiel zu verdanken. Entweder mit geduldigen Passstaffetten oder schnellen Fastbreaks aus Ballgewinnen kamen sie am Ende auf stolze 93 Auswärtspunkte. Soviel hatte in dieser Bundesligasaison noch kein Team in Oldenburg erzielt (auch die Hausherren nicht). Als die Huntestädter sich angepeitscht von der ausverkauften EWE Arena Mitte des zweiten Viertels in einen Rausch zu spielen und davon zu ziehen drohten (35:25), blieb das Team von Muli Katzurin ruhig und erspielte sich bis zur Pause noch einen Ein-Punkt-Vorsprung. Mit zwei Runs im dritten Viertel legten die Berliner dann den Grundstein für ihren Erfolg. Ab dann hatten sie die Partie im Griff – teilweise dadurch begünstigt, dass die Hausherren nun unnötige Fehler begingen. Der ALBA-Coach hatte für die Begegnung verletzungsbedingt auf Patrick Femerling und Marko Marinovic verzichten müssen.
Topscorer des Abends wurde Derrick Allen, der ein eindrucksvolles Double-Double aus 28 Punkten und 10 Rebounds ablieferte. Ebenfalls zweistellig punktete Taylor Rochestie (18), der sein Team in seiner zweiten Partie souverän anführte, sowie Bryce Taylor (11 + 4 Assists, 3 Steals und 3 Rebounds) und Julius Jenkins (10 + 4 Assists und 4 Rebounds). Bei den EWE Baskets stachen vor allem Rickey Paulding mit 23 Punkten und 7 Rebounds sowie Luka Bogadanovic (20) hervor. Das Reboundduell gewannen die Albatrosse 40:32 während ihnen nur halb so viele Ballverluste wie Oldenburg unterliefen (8:16)a
Spielverlauf: ALBA startete gut in die Partie und ging nach leichten Punkten von Idbihi (erstmals in der Startformation), Jenkins und Allen 6:2 in Führung. Oldenburg tat sich im Angriff schwer, aber die Albatrosse nutzten dieses Phase nicht, um noch weiter davon zu ziehen und kassierten schließlich eine 6:0-Serie zum 6:8. Von der sechsten bis achten Minuten gelang es den Berlinern nun, Oldenburgs Offensive aus dem Spiel zu nehmen und selbst mit einem 7:0-Run auf 15:10 davon zu ziehen. Der Ball lief gut und immer wieder war Derrick Allen mit einfachen Punkten Nutznießer. Nach einer Auszeit kam Oldenburg über Lukauskis mit dem ersten Dreier der Partie aber schnell zurück und glich kurz darauf wieder aus. Weitere Punkte von Allen und auf der Gegenseite erneut Lukauskis sowie Bogdanovic sorgten für den 20:19-Viertelpausenstand.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts schwächelten die Albatrosse offensiv und kassierten dafür auf der Gegenseite per Dunk von Campbell gleich das 26:21. Taylor Rochestie brachte die Berliner offensiv wieder in die Spur, aber hinten klingelte es immer noch zu häufig. Das lag vor allem an Rickey Paulding, der gleich zwei völlig verrückte Dreier mit Ablauf der Shotclock hintereinander durchs Netz schickte und damit in der fünfzehnten Minute auf 38:29 erhöhte. Die Partie drohte zu kippen und das Publikum frohlockte. Aber die Hauptstädter ließen sich dadurch nicht verunsichern und arbeiteten sich mit geduldigem Passspiel und guten Ausstiegen wieder Stück für Stück heran. Bogdanovic zeigte noch mal seine Vielseitigkeit und punktete erst am Brett und dann von außen, doch mit der Sirene zur Halbzeit war es den Albatrossen in Person von Yassin Idbihi, der nach Offensivrebound den Buzzerbeater einlegte, gelungen, wieder 43:42 in Führung zu gehen.
ALBA kam konzentriert aus der Kabine und knüpfte da an, wo es in der ersten Hälfte aufgehört hatte. Jenkins und Allen eröffneten den Durchgang – ihre Punkte wurden aber jeweils von Paulding und Baynes beantwortet. Aber mit einem Blitz-Run, in dem es Bryce Taylor einmal richtig krachen ließ, setzten sich die Berliner bis zur 25. Minute auf 54:47 ab. Paulding antwortete noch einmal, aber dann waren erstmal nur noch die Albatrosse am Zug. Mit Ballgewinnen und Fastbreaks legten sie eine 9:0-Serie aufs Parkett und gingen damit 63:50 in Front. Luka Bogadanovic brachte die Oldenburger zurück in die Partie, konnte aber nicht entscheidend verkürzen, da ALBA sich immer wieder Freiwürfe erarbeitete. Ein Tip-in von Rickey Paulding sorgte für einen 70:60-Viertelendstand aus Berliner Sicht.
McNaughton brachte den Rückstand mit zwei Freiwürfen wieder unter die zweistellige Marke, doch ALBA hatten die Partie vor allem in der Offensive immer noch im Griff. Oldenburg fand kein Mittel, Derrick Allen zu stoppen, der nun acht Zähler in Folge markierte und sein Team, nachdem die Gastgeber von der Freiwurflinie nicht alle Chancen genutzt hatten, fünf Minuten vor dem Ende 78:67 in Führung brachte. Allen und Schultze erhöhten kurz darauf sogar auf 82:68, aber das Spiel war natürlich noch lange nicht entschieden. Das demonstrierten die Oldenburg, indem sie eine Serie von ALBA-Fehlwürfen gleich mit einem 6:0-Run zum 76:84 drei Minuten vor dem Ende bestraften. Bis auf sechs hätten die EWE Baskets sogar heran kommen können, aber Stevic verlegte unbedrängt einen Korbleger, woraufhin Julius Jenkins staubtrocken von der Dreierlinie zum 87:76 einnetzte. Das war bei zwei Minuten Restzeit aber immer noch nicht die Entscheidung, denn Campbell traf auch noch mal von der Dreierlinie. Doch ein Korbleger vom starken Rochestie und auf der Gegenseite ein Fehlwurf von Paulding brachten den Sieg endlich unter Dach und Fach.


