Ein-Punkt-Niederlage besiegelt entscheidendes Spiel 5
(10.5.) ALBA BERLIN hat das vierte Viertelfinalspiel bei den EWE Baskets Oldenburg am Dienstag in letzter Sekunde mit 79:80 verloren. Zwei Minuten vor dem Ende noch mit fünf Zählern in Führung, verspielten die Albatrosse in der Schlussphase den zweiten Halbfinal-Matchball.
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In einer von Anfang bis Ende hochintensiven und spannenden Partie könnte sich nie ein Team weit absetzen, es wogte ständig hin und her. Kurz nach dem Seitenwechsel führte das Team von Muli Katzurin zwar kurzzeitig mit 10 Punkten, aber die Oldenburger glichen nach wenigen Minuten schon wieder aus. Trotzdem schienen die Berliner schon auf Halbfinalkurs als sie zwei Minuten vor dem Ende mit fünf Zählern in Front lagen. Doch unclevere Entscheidungen in den dramatischen letzten beiden Minuten bestraften die Hausherren – als letztes mit einem Freiwurf von Bogdanovic zum 79:80 – konsequent. In den letzten 20 Sekunden hatte ALBA durch McElroy und Idbihi (nach Offensivrebound) noch zwei Chancen auf den Sieg, doch beide Würfe verfehlten ihr Ziel. Damit haben die Niedersachsen nach einem 0:2-Rückstand in der Serie das fünfte und alles entscheidende Spiel in Berlin erzwungen. Das findet am Sonntag um 17 Uhr in der o2 World statt. Der Vorverkauf läuft ab Mittwoch um 11 Uhr. Tickets >>
Julius Jenkins war mit 15 Punkten einmal mehr bester Punktesammler seines Team. Neben ihm scorten auch Yassin Idbihi (13 + 4 Rebounds), Miroslav Raduljica (12), Immanuel McElroy (12 + 4 Rebounds) und Tadjia Dragicevic (11, 3/3 Dreier) zweistellig. Dragicevic war der einzige, der neben Heiko Schaffartzik (Buzzer von der Mittellinie zur Halbzeit), überhaupt von der Dreierlinie getroffen hatte, wobei es sein Team von dort auch nur zehn Mal probierte. Taylor Rochestie (2 Punkte, 3 Rebounds, 4 Assists), der in der Schlussphase unglückliche Entscheidungen traf, ist im Gegensatz zu seiner Form vor den Playoffs nicht mehr wieder zu erkennen. Ein ordentliches Spiel machte Heiko Schaffartzik im Spielaufbau mit 7 Punkten und 3 Assists. ALBA leistete sich zwar weniger Ballverluste als die Baskets (11:17), verlor aber das Reboundduell 28:34. Einen starken Tag erwischte Oldenburgs Aaron Baynes, der mit 17 Punkten und 4 Rebounds erstmals Topscorer seines Teams in der Serie wurde. Neben ihm überzeugten Bogdanovic (16) sowie die üblichen Verdächtigen Paulding (13) und Luskauskis (11).
Spielverlauf: Raduljica eröffnete die Partie gleich spektakulär per Dunk, doch Baynes und Paulding taten es ihm auf der Gegenseite in der selben Manier gleich. Von Beginn an war viel Intensität im Spiel. ALBA tat sich offensiv schwer, schaffte es in der vierten Minute aber trotzdem, die Partie durch Jenkins 8:8 auszugleichen. Muli Katzurin war nicht zufrieden und wechselte gleich kräftig durch. Das 14:8 durch Luskauskis währte nich lange, denn die Albatrosse kämpften sich mit starker Defense Stück für Stück wieder heran. Nach einer zerfahrenen Schlussphase beendete Idbihi das Viertel mit zwei Freiwürfen zum 15:15.
Im zweiten Abschnitt setzte sich die intensive Gangart beider Teams fort. Aus dem Feld gelang beiden Mannschaften gegen jeweils gute Verteidigung kaum noch etwas – Punkte fielen fast nur noch durch Freiwürfe. Keiner der Kontrahenten konnte sich damit nennenswert absetzen. Nach einem technischen Foul gegen Baskets-Coach Krunic schoss Julius Jenkins ALBA zwar 27:22 in Führung, doch die Oldenburger verkürzten binnen kürzester Zeit wieder auf einen Zähler. Auch eine Minute vor der Pause stand es nur 33:32, doch mit einem wichtigen 7:0-Run erkämpften sich die Albatrosse eine 40:32-Führung zur Halbzeit. Den spektakulären Schlusspunkt setzte Heiko Schaffartzik mit einem Buzzerbeater, den er beinahe von der Mittellinie abfeuerte. Eas war gleichzeitig der erste ALBA-Dreier überhaupt in den ersten 20 Minuten.
McElroy schraubte den Vorsprung mit Beginn der zweiten Hälfte gleich zum ersten Mal in den zweistelligen Bereich, doch eine Reihe von Unkonzentriertheiten seines Teams erlaubten den Oldenburgern, gleich wieder näher heran zu kommen. Nach einem sträflich freien Dreier durch Lukauskis stand es nur noch 46:44 und Muli Katzurin wollte dringend eine Auszeit. Wenig später war es trotzdem passiert: McNaughton glich zum 49:49 aus. Eine gute Phase mit vielen Freiwürfen der Berliner ergab kurz vor der Pause wieder einen 7-Punkte-Vorsprung, doch zwei schmerzhafte Dreier von Paulding und Bogdanovic (mit der Sirene) macht es zum Viertelende mit 58:57 wieder richtig knapp.
Auch im Schlussabschnitt bleib es eng und umkämpft. Tadija Dragicevic sorgte mit einer Serie von drei Dreipunktewürfen für eine 73:66-Führung, kassierte kurz darauf aber auch sein fünftes Foul. Die ganze Zeit hielten die Albatrosse einen leichten Vorsprung, Oldenburg war jedoch nicht abzuschütteln. Nach einem Dreipunktespiel von McElroy, nach dem erst mit großen Schmerzen am Boden liegen blieb, lag ALBA bei weniger als zwei Minuten Restzeit 77:72 vorn, aber nachdem Rochestie sich in der Defense von Gill zu einfach schlagen ließ und Idibhi ihn mit einem unsportlichen Foul stoppte, machten die Gastgeber aus einem Ballbesitz vier Punkte und alles war wieder offen. 49 Sekunden vor dem Ende traf Jenkins zwei wichtige Freiwürfe, doch ein Dreier von Bogdanovic, der nicht so einfach zum Wurf hätte kommen dürfen, bedeutete den 79:79-Ausgleich. Bei 21 Sekunden auf der Uhr nahm Rochestie einen schwierigen Wurf, verfehlte und gab damit den Baskets die Möglichkeit, in Führung zu gehen. Muli Katzurin entschied sich für ein schnelles Foul, um selbst den letzten Angriff zu haben und der gefoulte Bogdanovic versenkte einen Freiwurf zum 80:79. In den letzten 20 Sekunden brachten die Albatrosse gegen die Zonenverteidigung der Baskets, die schon die ganze Zeit Probleme bereitet hatte, keinen Korberfolg mehr zustande: Erst verwarf McElroy einen gezwungenen Wurf und auch Yassin Idbihi fand nach einem Offensivrebound aus der Halbdistanz nicht mehr den Korb.
Predrag Krunic (Oldenburg):
Das war heute ein großer Sieg für meine Mannschaft und mich. Wir haben heute über weite Strecken sehr konzentriert gespielt und vor allem gut verteidigt. Vor allem in Halbzeit zwei, als wir streckenweise mit zehn Punkten in Rückstand lagen, waren wir mental stark. Wir haben immer an uns und an den Sieg geglaubt und nicht aufgehört zu kämpfen. Am Ende sind wir dann dafür belohnt worden. Mein besonderer Dank gilt wieder einmal dem Publikum, das uns heute phantastisch unterstützt hat. Dieses Spiel haben wir zusammen gewonnen.
Muli Katzurin (ALBA):
Gratulation an Coach Predrag Krunic und seine Mannschaft. Das war heute ein typisches Play-Off-Spiel. Wir haben zwar die meiste Zeit der zweiten Halbzeit geführt, aber am Ende hat uns das nichts genutzt. Kurz vor Schluss hatten wir noch zwei gute Chancen das Spiel zu gewinnen. Nutzen konnten wir leider keine davon. Jetzt gilt unsere volle Konzentration dem fünften und entscheidenden Spiel am Sonntag.
In einer von Anfang bis Ende hochintensiven und spannenden Partie könnte sich nie ein Team weit absetzen, es wogte ständig hin und her. Kurz nach dem Seitenwechsel führte das Team von Muli Katzurin zwar kurzzeitig mit 10 Punkten, aber die Oldenburger glichen nach wenigen Minuten schon wieder aus. Trotzdem schienen die Berliner schon auf Halbfinalkurs als sie zwei Minuten vor dem Ende mit fünf Zählern in Front lagen. Doch unclevere Entscheidungen in den dramatischen letzten beiden Minuten bestraften die Hausherren – als letztes mit einem Freiwurf von Bogdanovic zum 79:80 – konsequent. In den letzten 20 Sekunden hatte ALBA durch McElroy und Idbihi (nach Offensivrebound) noch zwei Chancen auf den Sieg, doch beide Würfe verfehlten ihr Ziel. Damit haben die Niedersachsen nach einem 0:2-Rückstand in der Serie das fünfte und alles entscheidende Spiel in Berlin erzwungen. Das findet am Sonntag um 17 Uhr in der o2 World statt. Der Vorverkauf läuft ab Mittwoch um 11 Uhr. Tickets >>
Julius Jenkins war mit 15 Punkten einmal mehr bester Punktesammler seines Team. Neben ihm scorten auch Yassin Idbihi (13 + 4 Rebounds), Miroslav Raduljica (12), Immanuel McElroy (12 + 4 Rebounds) und Tadjia Dragicevic (11, 3/3 Dreier) zweistellig. Dragicevic war der einzige, der neben Heiko Schaffartzik (Buzzer von der Mittellinie zur Halbzeit), überhaupt von der Dreierlinie getroffen hatte, wobei es sein Team von dort auch nur zehn Mal probierte. Taylor Rochestie (2 Punkte, 3 Rebounds, 4 Assists), der in der Schlussphase unglückliche Entscheidungen traf, ist im Gegensatz zu seiner Form vor den Playoffs nicht mehr wieder zu erkennen. Ein ordentliches Spiel machte Heiko Schaffartzik im Spielaufbau mit 7 Punkten und 3 Assists. ALBA leistete sich zwar weniger Ballverluste als die Baskets (11:17), verlor aber das Reboundduell 28:34. Einen starken Tag erwischte Oldenburgs Aaron Baynes, der mit 17 Punkten und 4 Rebounds erstmals Topscorer seines Teams in der Serie wurde. Neben ihm überzeugten Bogdanovic (16) sowie die üblichen Verdächtigen Paulding (13) und Luskauskis (11).
Spielverlauf: Raduljica eröffnete die Partie gleich spektakulär per Dunk, doch Baynes und Paulding taten es ihm auf der Gegenseite in der selben Manier gleich. Von Beginn an war viel Intensität im Spiel. ALBA tat sich offensiv schwer, schaffte es in der vierten Minute aber trotzdem, die Partie durch Jenkins 8:8 auszugleichen. Muli Katzurin war nicht zufrieden und wechselte gleich kräftig durch. Das 14:8 durch Luskauskis währte nich lange, denn die Albatrosse kämpften sich mit starker Defense Stück für Stück wieder heran. Nach einer zerfahrenen Schlussphase beendete Idbihi das Viertel mit zwei Freiwürfen zum 15:15.
Im zweiten Abschnitt setzte sich die intensive Gangart beider Teams fort. Aus dem Feld gelang beiden Mannschaften gegen jeweils gute Verteidigung kaum noch etwas – Punkte fielen fast nur noch durch Freiwürfe. Keiner der Kontrahenten konnte sich damit nennenswert absetzen. Nach einem technischen Foul gegen Baskets-Coach Krunic schoss Julius Jenkins ALBA zwar 27:22 in Führung, doch die Oldenburger verkürzten binnen kürzester Zeit wieder auf einen Zähler. Auch eine Minute vor der Pause stand es nur 33:32, doch mit einem wichtigen 7:0-Run erkämpften sich die Albatrosse eine 40:32-Führung zur Halbzeit. Den spektakulären Schlusspunkt setzte Heiko Schaffartzik mit einem Buzzerbeater, den er beinahe von der Mittellinie abfeuerte. Eas war gleichzeitig der erste ALBA-Dreier überhaupt in den ersten 20 Minuten.
McElroy schraubte den Vorsprung mit Beginn der zweiten Hälfte gleich zum ersten Mal in den zweistelligen Bereich, doch eine Reihe von Unkonzentriertheiten seines Teams erlaubten den Oldenburgern, gleich wieder näher heran zu kommen. Nach einem sträflich freien Dreier durch Lukauskis stand es nur noch 46:44 und Muli Katzurin wollte dringend eine Auszeit. Wenig später war es trotzdem passiert: McNaughton glich zum 49:49 aus. Eine gute Phase mit vielen Freiwürfen der Berliner ergab kurz vor der Pause wieder einen 7-Punkte-Vorsprung, doch zwei schmerzhafte Dreier von Paulding und Bogdanovic (mit der Sirene) macht es zum Viertelende mit 58:57 wieder richtig knapp.
Auch im Schlussabschnitt bleib es eng und umkämpft. Tadija Dragicevic sorgte mit einer Serie von drei Dreipunktewürfen für eine 73:66-Führung, kassierte kurz darauf aber auch sein fünftes Foul. Die ganze Zeit hielten die Albatrosse einen leichten Vorsprung, Oldenburg war jedoch nicht abzuschütteln. Nach einem Dreipunktespiel von McElroy, nach dem erst mit großen Schmerzen am Boden liegen blieb, lag ALBA bei weniger als zwei Minuten Restzeit 77:72 vorn, aber nachdem Rochestie sich in der Defense von Gill zu einfach schlagen ließ und Idibhi ihn mit einem unsportlichen Foul stoppte, machten die Gastgeber aus einem Ballbesitz vier Punkte und alles war wieder offen. 49 Sekunden vor dem Ende traf Jenkins zwei wichtige Freiwürfe, doch ein Dreier von Bogdanovic, der nicht so einfach zum Wurf hätte kommen dürfen, bedeutete den 79:79-Ausgleich. Bei 21 Sekunden auf der Uhr nahm Rochestie einen schwierigen Wurf, verfehlte und gab damit den Baskets die Möglichkeit, in Führung zu gehen. Muli Katzurin entschied sich für ein schnelles Foul, um selbst den letzten Angriff zu haben und der gefoulte Bogdanovic versenkte einen Freiwurf zum 80:79. In den letzten 20 Sekunden brachten die Albatrosse gegen die Zonenverteidigung der Baskets, die schon die ganze Zeit Probleme bereitet hatte, keinen Korberfolg mehr zustande: Erst verwarf McElroy einen gezwungenen Wurf und auch Yassin Idbihi fand nach einem Offensivrebound aus der Halbdistanz nicht mehr den Korb.
Stimmen zum Spiel
Predrag Krunic (Oldenburg):
Das war heute ein großer Sieg für meine Mannschaft und mich. Wir haben heute über weite Strecken sehr konzentriert gespielt und vor allem gut verteidigt. Vor allem in Halbzeit zwei, als wir streckenweise mit zehn Punkten in Rückstand lagen, waren wir mental stark. Wir haben immer an uns und an den Sieg geglaubt und nicht aufgehört zu kämpfen. Am Ende sind wir dann dafür belohnt worden. Mein besonderer Dank gilt wieder einmal dem Publikum, das uns heute phantastisch unterstützt hat. Dieses Spiel haben wir zusammen gewonnen.
Muli Katzurin (ALBA):
Gratulation an Coach Predrag Krunic und seine Mannschaft. Das war heute ein typisches Play-Off-Spiel. Wir haben zwar die meiste Zeit der zweiten Halbzeit geführt, aber am Ende hat uns das nichts genutzt. Kurz vor Schluss hatten wir noch zwei gute Chancen das Spiel zu gewinnen. Nutzen konnten wir leider keine davon. Jetzt gilt unsere volle Konzentration dem fünften und entscheidenden Spiel am Sonntag.


