Albatrosse siegreich in Göttingen
(11.2.) Vor dem großen Pokalspiel am Mittwoch hat ALBA hat am Samstag Abend auswärts bei der BG Göttingen mit 83:77 gewonnen. Nach einer guten ersten Halbzeit und bis zu 25 Punkten Vorsprung wurde es am Ende noch mal knapp.
Statistik
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KISS FM Bericht
Gegen den Tabellenletzten aus Göttingen schien zunächst alles nach Plan zu laufen. ALBA spielte ein überragendes erstes Viertel, in dem es nach einem 20:0-Lauf schnell deutlich führte. Aber spätestens in der zweiten Halbzeit begann der Vorsprung immer weiter dahin zu schmelzen. Die Niedersachsen gingen mit schnellen Abschlüssen und aggressiver Ganzfeld-Verteidigung volles Risiko und wurden dafür belohnt: ALBA unterliefen immer mehr Fehler (17 Ballverluste am Ende). Mit einer Serie von Dreipunktewürfen kam die BG in den Schlusssekunden sogar noch bis auf vier Zähler heran, hatte aber keine echte Siegchance mehr. Die Berliner verhinderten an der Freiwurflinie, dass das Spiel noch kippte. Mit dem wichtigen Sieg hält das Team von Gordon Herbert Anschluss im Spitzenquartett der Bundesliga.
Topscorer auf Berliner Seite war einmal mehr Dashaun Wood, der 19 Punkte, 6 Assists und 4 Rebounds auflegte. Nach ihm trafen Bryce Taylor (18 + 6 Rebounds), Torin Francis (12 + 6 Rebounds), der nach seinem Comeback vor einer Woche in diesem Spiel einen guten Schritt nach vorn machte, und Kyle Weaver (12 + 4 Rebounds) am häufigsten. Marko Simonovic, der vor der Partie aufgrund einer Innenband-Dehnung am Knie beinahe der zweite Ausfall neben Idbihi geworden wäre, kam auf 9 Zähler und 3 Assist. Beste Göttinger waren Kyle Bailey (16) und Max Weber (14).
Stimmen zum Spiel
"ALBA hat uns heute in der ersten Hälfte überlaufen. Normalerweise starten wir gut und brechen dann in der zweiten Halbzeit etwas ein. Heute war es genau anders herum. Wir sind schlecht gestartet und haben eine starke zweite Halbzeit gespielt. Vielleicht lag es an der Änderung in der Startaufstellung. Ich bin frustriert, denn ich warte noch darauf, dass die Mannschaft 40 Minuten so spielt, wie sie auch trainiert. Die zweite Halbzeit heute hat die Mannschaft gezeigt, die ich normalerweise im Training sehe. Es kommt darauf an, wie hart man für seine Würfe und seine Rebounds arbeiten will. Ein Sonderlob gehört Vitalis Chikoko. Er kam als Junge, der eine Chance suchte. Er hat heute ein gutes Beispiel für einen professionellen Basketballer abgegeben."
Gordon Herbert (Coach ALBA):
"Basketball ist eigentlich ein Spiel über 40 Minuten. Wir haben heute zwei Spiele á 20 Minuten gesehen. In der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt. In der zweiten Hälfte hat Göttingen stark gespielt. In dieser Phase ist dann auch das Göttinger Publikum in das Spiel gekommen. Göttingen hat mit Stolz gespielt. Es ist schwer hier zu bestehen. Ich war mit unserer ersten Halbzeit zufrieden."
Spielverlauf: Die Albatrosse starten engagiert und aggressiv in die Partie und dominierten den Gastgeber zu Beginn in allen Belangen. Torin Francis setzte die Akzente unter dem Korb und Wood und Taylor attackierten erfolgreich von außen. Nach dem 5:6 zog ALBA mit einer 20:0-Serie schon weit davon. Auch wenn Göttingen nach sechs erfolglosen Minuten wieder zu treffen begann, nahmen die Berliner schon ein klares 28:12 mit in die zweiten 10 Minuten.
In zweiten Abschnitt ging das Tempo runter und die Härte stieg. Die „Veilchen“ setzten ALBA mit ihrer Presse stark unter Druck und kämpften sich langsam heran. Mit einem Zwischenspurt am Ende des Viertels erspielten sich die Hauptstädter aber wieder einen komfortablen Halbzeit-Vorsprung von 47:24.
Ob der klaren Führung kamen die Berliner womöglich mit zu wenig Spannung in die zweite Hälfte. Die Göttinger wiederum begannen, die vielen Distanzwürfe, die sie stets nehmen, nun auch zu treffen. ALBA unterliefen nun zu viele Ballverluste gegen die Pressverteidigung und die BG kam unter dem Jubel der Zuschauer auf 39:54 heran. Dashaun Wood hielt den Gegner aber weiter auf Distanz und sorgte für einen immer noch deutlichen Stand von 62:46 vor dem Schlussabschnitt.
In den letzten zehn Minuten liefen die Göttinger an der Dreierlinie immer weiter heiß. Entweder trafen sie, oder angelten sich – mit fünf Mann zum Brett gehend – den Offensivrebound. Das Berliner Polster schrumpfte nun doch noch bedrohlich. Auch zwei Auszeiten von Gordon Herbert konnten den Lauf der Dinge nicht stoppen: Ab vier Minuten vor dem Ende führte ALBA nur noch einstellig. Dass es in der Schlussphase nicht noch mal so richtig brenzlig wurde, hatten die Albatrosse vor allem Bryce Taylor und Dashaun Wood zu verdanken, die sicher ihre Freiwürfe verwandelten. Die Niedersachsen kamen zwar 14 Sekunden vor dem Ende noch bis auf 77:81 heran, hatten aber keine echte Chance mehr auf den Sieg.




