Sieg gegen Treviso im letzten Eurocup-Heimspiel
(21.2.) Die Albatrosse haben sich mit einem überzeugenden 83:74-Sieg im vorletzten Eurocup-Spiel gegen Benetton Treviso vor den eigenen Zuschauern verabschiedet. In einer intensiven Begegnung war Dashaun Wood mit 15 Punkten im Schlussviertel der Matchwinner.
Statistik - Highlights - BM Fantalk - Pressekonferenz
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Auch wenn es für das Team von ALBA BERLIN in diesem Spiel um nichts mehr ging (die nächste Runde war schon vor der Partie nicht mehr erreichbar), kamen die über 6.000 Zuschauer in der o2 World voll auf ihre Kosten. Sie sahen eine intensive Begegnung mit starken Runs auf beiden Seiten. Nach einer guten ersten Halbzeit hatte ALBA nach einem völligen Blackout im dritten Viertel (6:22) schon 47:56 hinten gelegen. Aber obwohl das Spiel ohne Bedeutung war, zeigten die Albatrosse beim Eurocup-Abschied vor den eigenen Fans noch einmal viel Herz und bogen die Partie wieder um. Das Schussviertel (36:18) gehörte dabei Kapitän Dashaun Wood, der 15 Punkte in den letzten 10 Minute markierte und sein Team fast im Alleingang auf die Siegerstraße brachte.
Wood war am Ende mit 22 Punkten, 9 Assists und 6 Rebounds auch Topscorer der Partie. Wood wurde mit einem Indexrating von 38 Spieltags-MVP des Eurocups. Neben ihm punkteten auf Berliner Seite auch Kyle Weaver (13), Bryce Taylor (12), Torin Francis (12) und Marko Simonovic (10) zweistellig. Stärkste Akteure der Gäste waren Becirovic (17), Goree und Viggiano (je 13). Das Reboundduell ging mit 31:35 an die Gäste, aber ALBA konnte aus allen Distanzen mit besseren Trefferquoten aufwarten.
Am letzten Spieltag der TOP16-Gruppe L muss ALBA nun kommenden Dienstag nach Krasnodar (Russland) reisen, das noch ums Weiterkommen bangt.
Stimmen zum Spiel
"Wir haben zwei Wochen lang kein Spiel gehabt und haben dadurch etwas unsere Form verloren. In einigen Aspekten unseres Spiels konnte man das heute beobachten. Wir sind schlecht gestartet und hatten Ballverluste, die wir sonst nicht haben. Dann haben wir zwar ein gutes drittes Viertel, aber ein Spiel geht 40 Minuten. ALBA ist stark zurück gekommen. Sie haben uns mit ihren Dreier weh getan, als wir Fehler in unserer Zonenverteidigung gemacht haben. Dashaun Wood hat uns große Probleme bereitet."
Gordon Herbert (Coach ALBA):
"Wir haben das Spiel stark begonnen und haben es stark zu Ende gebracht. Dazwischen haben wir Probleme gehabt. Im zweiten Viertel lief es teilweise schon nicht mehr so gut und offensichtlich im dritten überhaupt nicht mehr. Aber ich bin stolz, wie sich mein Team zurück gekämpft hat. Für meine Mannschaft ging es um nichts mehr und sie hätte nach dem dritten Viertel vielleicht aufgeben können. Aber meine Spieler haben viel Herz, viel Stolz und Respekt für das gezeigt, was sie tun."
Spielverlauf: ALBA kam richtig gut aus den Startlöchern, während die Gäste aus Italien nach ihrer zweiwöchigen Spielpause noch ziemlich verschlafen wirkten. Vor allem ein Albatros gab direkt mächtig Gas: Bryce Taylor klaute zwei Mal in der Defense den Ball sorgte vorne mit starken Zügen zum Brett im Alleingang für die ersten sieben ALBA-Punkte. Benetton wirkte fahrig und die Berliner nutzten das aus. Mit einfachem, aber effektivem Spiel zum Brett brachten sie Punkt um Punkt aufs Scoreboard, so dass Treviso-Coach Djorjevic beim Stand von 19:8 dringend eine erste Auszeit brauchte. Auch dass in den letzten Minuten des Viertels Sani Becirovic zu treffen begann, änderte am Stand nicht viel: Die Hauptstädter nahmen einen 26:16-Vorsprung mit ins zweite Viertel.
Die Italiener versuchten ALBA nun mit einer Zonenverteidigung aus dem Konzept zu bringen und hatten damit Erfolg: Während das Team von Gordon Herbert vorne Chance vergab, verkürzte der österreichische Center Benjamin Ortner mit sechs Zählern in Serie auf 22:26. Aber die Berliner erholten sich und fanden über ihre weiter starke Verteidigung zurück in die Spur. Weiterhin wurde vor allem der Weg zum Korb gesucht, aber wenn draußen jemand frei stand, klingelte es auch schon mal von dort im italienischen Korb: Per Dreier warf Marko Simonovic seine Farben dreieinhalb Minuten vor der Halbzeit wieder 37:27 in Front. In den letzten Minuten ließen die Albatrosse aber einige Punkte unter dem Korb liegen und Treviso kam über Freiwürfe bis zur Pause noch auf 34:41 heran.
ALBA kam mit zu wenig Spannung aus der Kabine und kassierte gleich einen 0:9-Run der Gäste. Die Sicherheit der ersten Hälfte war plötzlich wie weggeblasen. Die Albatrosse taten sich nun sehr schwer gegen die Presse der Italiener und vergaben vorne einfach Chancen. Bei Treviso lief es dagegen wie am Schnürchen. Der Ball rotierte gut und aus allen Positionen wurde hochprozentig abgeschlossen. Zwei Minuten vor der Viertelpause erzielte Benetton das 56:47 und dabei blieb es bis zum Ende des Abschnitts. ALBA hatte in diesem Viertel lediglich sechs Punkte zustande gebracht.
Das dritte Viertel wollten die Albatrosse nicht so auf sich sitzen lassen. Sie gaben wieder mehr Gas in der Defense und auch vorne lief es wieder, denn nun saßen die Dreipunktewürfe. Kyle Weaver streute zwei Dreier ein und legte nach einem Steal gleich noch ein Dreipunktespiel nach – ALBA war wieder im Spiel. Als kurz darauf auch Schaffartzik von Downtown zum 61:61-Ausgleich traf, tobte die o2 World. Trevisos Becirovic brachte die Italiener noch mal in Führung, aber jetzt übernahm Dashaun Wood das Kommando. Während die Gäste plötzlich Korbleger vergaben, drehte er auf. Mit viel Willen zog er ein ums andere Mal zum Korb und markierte bis in die Schlussminute 12 Punkte in Serie. Mit seinen 15 Punkten in der Schlussphase entschied er die Partie fast im Alleingang.




